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PIK beteiligt sich an EU-Projekt zur Analyse und zum Management von Waldbränden

03.06.2021 - Gemeinsam mit 38 Partnerinstitutionen aus 19 Ländern wird das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eine wissenschaftlich fundierte Strategie zum Management, zur Überwachung und zur Analyse von großen Waldbränden in Europa entwickeln. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt FirEUrisk bringt Forschende, Praktiker, politische Entscheidungsträgerinnen und Bürger zusammen, um die Verwundbarkeit und Widerstandsfähigkeit von Gemeinden und Ländern gegenüber Waldbränden in Nord-und Mitteleuropa sowie dem Mittelmeerraum zu untersuchen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Anpassung von Brandmanagementstrategien an erwartete klimatische und sozioökonomische Veränderungen.
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Podcast zu Nachhaltigkeit und Klimawissenschaft startet: "Sustain Ability. The Potsdam Dialogues"

18.05.2021 - Wissenschaft für die Ohren: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat einen eigenen Podcast gestartet. Der Titel ist Programm: "Sustain Ability. The Potsdam Dialogues - Science for a Safe Tomorrow". Die Gesprächsreihe zu Nachhaltigkeit und Klima bringt führende Denker und Macher zusammen, um zu diskutieren, wie wir auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse ein sicheres Morgen für alle gewährleisten können. Es geht um Risiken, aber viel mehr noch um Lösungen. Gast der ersten Folge ist EU Kommissions-Vize Frans Timmermans.
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Press Release

Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen

14.04.2021 - Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie eines internationalen Forschungsteams, das die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrikas größtes Anbaugebiet für Kaffee untersucht hat. Ihre Ergebnisse sind sowohl für die Millionen von Kleinbauern des Landes, die mit Spezialitätenkaffee mehr verdienen als mit normalem Kaffee, als auch für Baristas und Kaffeegenießer auf der ganzen Welt relevant.
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Chancen für die Zukunft in Niedersachen: Gutachten mit PIK Beteiligung veröffentlicht

25.03.2021 - Klimawandel, fortschreitende Digitalisierung und demographischen Veränderungen: Das sind nur drei Beispiele aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen für die Zukunft von Niedersachsen. Eine unabhängige wissenschaftliche Kommission mit verschiedenen Forschenden – darunter auch PIK Forscher Hermann Lotze-Campen – hat auf Initiative der Landesregierung Empfehlungen für Niedersachsen entwickelt. Heute hat die Kommission Niedersachsen 2030 ihr erstelltes Gutachten an die Landesregierung übergeben.
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Press Release

Risiken von Wasserknappheit begrenzen: Bewässerungsmanagement entscheidend für Bioenergie-Anbau zur Begrenzung des Klimawandels

08.03.2021 - Damit Wasser nicht noch knapper wird, als es ohnehin vielerorts ist, ist bei Biomasseplantagen nachhaltiges Wassermanagement nötig. Dies zeigt eine neue Studie. Wenn der Anbau von Pflanzen für die Energiegewinnung in Kraftwerken mit unterirdischer Speicherung des CO2 aus den Abgasen kombiniert wird, gilt er oft als eine der Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Doch der Anbau von Bioenergieplantagen im großen Stil benötigt weltweit nicht nur viel Land, sondern auch erhebliche Mengen an Wasser für die Bewässerung – was im Widerspruch mit der Einhaltung der Planetaren Belastungsgrenzen stehen kann. Wissenschaftler berechneten nun in den bisher detailliertesten Computersimulationen, wie viel zusätzlicher Wasserstress für die Bevölkerung weltweit in einem Szenario mit konventioneller Bewässerung und einem mit nachhaltiger Wassernutzung entstehen könnte.
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Sonderausgabe von „Climatic Change“: PIK-Forschende verfeinern Methoden zur Auswertung hydrologischer Modelle

05.01.2021 - Werkzeuge zur Abschätzung der Verfügbarkeit von Süßwasser werden angesichts des Klimawandels und der wachsenden Bevölkerung immer wichtiger. Doch mathematische hydrologische Modelle sind zwar wertvolle Instrumente für die Folgenabschätzung, können aber auch zu Unsicherheiten beitragen, insbesondere wenn sie nicht richtig ausgewertet werden.
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Niedrige Lebensmittelpreise, hoher Energieverbrauch: Vor- und Nachteile der neuen Technologien in unserem Lebensmittelsystem

8.12.2020 - Ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, darunter auch PIK-Forschende, hat in einer im Lancet Planetary Health veröffentlichten Studie die potenziellen Auswirkungen von Lebensmittelsystemtechnologien in Bezug auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung untersucht. Ihr Ergebnis: Neue Technologien und Innovationen können zwar dazu beitragen, einige Probleme mit dem Ernährungssystem zu lösen, haben aber auch weitreichende Auswirkungen. Diese können zu Störungen und unbeabsichtigten, teils positiven, teils negativen Folgen für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung führen. Innovation im Lebensmittelsystem wird der Schlüssel zum Erfolg sein, aber neue Technologien müssen von wissenschaftlich fundierten Zielen geleitet werden, um Kompromisse und Bumerang-Effekte zu vermeiden.
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FABLE Report 2020: Wege zu nachhaltigen Landnutzungs- und Ernährungssystemen

Das Food, Agriculture, Biodiversity, Land-Use, and Energy Consortium (FABLE) hat seinen neuen Plan vorgelegt, wie einzelne Länder bis zur Mitte dieses Jahrhunderts ihre Ziele in Bezug auf Ernährungssicherheit, gesunde Ernährung, Treibhausgasemissionen, Biodiversität, Waldschutz und Süßwassernutzung erreichen können. FABLE, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitkoordiniert wird, hat es sich zur Aufgabe gemacht, führende Wissensinstitutionen aus 20 Ländern zu mobilisieren – mit dem Ziel, die Entwicklung von entscheidungsstärkenden Instrumenten für nachhaltige Ernährungs- und Landnutzungssysteme zu unterstützen.
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Press Release

Unterernährt, übergewichtig, vergeudet: Neue Studie zeigt Folgen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte

18.11.2020 - Nur eine Handvoll Reis und Bohnen – ein Teil unserer Welt hungert. Pizza Hawaii und Eiscreme - ein anderer Teil unserer Welt ist übersättigt. Diese Kluft wird sich voraussichtlich vergrößern, während Lebensmittelverschwendung und der Druck auf die Umwelt zunehmen: Das ist das Ergebnis der neuen Studie eines Teams des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte, von spärlichen, auf Stärke basierenden Mahlzeiten hin zu tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln; ihre Berechnungen fassen erstmals Schätzungen für Unter- und Übergewicht, Ernährungszusammensetzung und Essensabfälle zusammen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Bis 2050 könnten mehr als 4 Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – übergewichtig sein, davon 1,5 Milliarden fettleibig. Gleichzeitig würden weiterhin 500 Millionen Menschen an Untergewicht leiden.
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Indischer Monsun ist nach Vulkanausbrüchen besser vorhersagbar

18.09.2020 - Große Vulkanausbrüche können dazu beitragen, die Vorhersagbarkeit des indischen Monsun zu verbessern – die Regenzeit ist für die Landwirtschaft des Landes und damit für die Ernährung von einer Milliarde Menschen von entscheidender Bedeutung. Dies konnte jetzt ein indisch-deutsches Forschendenteam durch die Kombination von Daten aus meteorologischen Beobachtungen, Klimaaufzeichnungen, Computersimulationen und geologischen Archiven wie Korallen und Eiskernen aus vergangenen Jahrtausenden zeigen. Was paradox erscheint, weil Vulkanausbrüche so unregelmäßig sind, ist tatsächlich auf eine stärkere Wechselwirkung zwischen dem Monsun über weiten Teilen Südostasiens und dem El-Niño-Phänomen immer nach einer Eruption zurückzuführen. Eine Synchronisation des Monsuns mit dem stärksten Typus der natürlichen Klimavariabilität, dem El Niño, macht es leichter, die Stärke der saisonalen Niederschläge auf dem indischen Subkontinent vorherzusagen.
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Rettung der Biodiversität: Forschende stellen ehrgeizigen Plan vor

10.09.2020 - Dem Aussterben von Tier- und Pflanzenarten könnte bis 2050 Einhalt geboten werden – indem man zwei Dinge tut: in besseres Landnutzungsmanagement investieren und die Transformation der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie vorantreiben. Eine neue Studie eines internationalen Wissenschaftsteams mit unter anderem Hermann Lotze-Campen, Alexander Popp und Florian Humpenöder vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, was erforderlich ist, um den alarmierenden Trend des Verlusts an Biodiversität umzukehren – ohne dabei die anderen UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu gefährden.
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Prof. Hermann Lotze-Campen hält Keynote auf der World Food Convention 2020

24.06.2020 - Die Covid-19-Pandemie hat der Weltgemeinschaft die Anfälligkeit der globalen Nahrungsmittelversorgung aufgezeigt. In seiner Keynote „Cooperation, preparation, information – how to prepare the food system for economic shocks“ betont Prof. Hermann Lotze-Campen, Leiter der Forschungsabteilung Klimaresilienz am PIK, auf der World Food Convention 2020 die entscheidende Rolle von internationaler Zusammenarbeit bei der Abwendung von künftigen, durch den Klimawandel ausgelösten Hungerkrisen.
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Von künstlichem Fleisch bis zum Verfeinern der Photosynthese: künftige Innovationen im Nahrungsmittelsystem

19.05.2020 - Ob Pflug oder Kühlschrank, immer wieder haben Innovationen in den letzten Jahrtausenden die Art und Weise verändert, wie wir Lebensmittel anbauen, verarbeiten und konsumieren. Heute, wo fast 40 Prozent der gesamten Landfläche der Erde zur Nahrungsmittelerzeugung genutzt wird, hat unsere Ernährung massive Auswirkungen auf Klima und Umwelt – vom Stickstoff-Kreislauf bis zur Wassernutzung, von der Artenvielfalt bis zu den Treibhausgasemissionen. In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Food veröffentlicht wurde, hat ein internationales Forschungsteam jetzt bewertet und kategorisiert, welche Innovationen das Potenzial haben, das Ernährungssystems nachhaltig zu verändern und was für ihren Erfolg entscheidend ist - von künstlichem Fleisch und Meeresfrüchten über bioangereicherte Nutzpflanzen bis hin zu verbesserten Klimaprognosen.
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Von Wäldern bis zu Mooren: Einmal verlorene Kohlenstoffspeicher des Ökosystems können sich möglicherweise nicht mehr rechtzeitig erholen

01.04.2020 - Ökosysteme wie Moore, Mangroven, Urwälder und Sümpfe spielen eine entscheidende Rolle für die Bindung riesiger Mengen von Kohlenstoff in unserem Erdsystem. Wird die Landnutzung verändert, etwa durch Ausweitung von Ackerflächen, kann der so freigesetzte Kohlenstoff möglicherweise nicht mehr rechtzeitig gebunden werden, um eine globale Erwärmung über 1,5 Grad Celsius hinaus zu vermeiden, wie eine neue Studie unter Leitung von Conservation International zeigt. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, ist ein Autor der Studie. Diese Ökosysteme sollten besonders geschützt werden, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Climate Change.
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Regionaler Atomkrieg wäre ein Risiko für die globale Ernährungssicherheit

16.03.2020 - Selbst ein begrenzter Atomkrieg könnte gefährliche Auswirkungen weit über die tödlich getroffene Region hinaus haben. Er würde zu einer globalen Abkühlung führen, welche die landwirtschaftliche Produktion in den wichtigsten Kornkammern der Welt – von den USA bis nach Europa, Russland und China – erheblich reduzieren würde. Die Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssicherheit einschließlich der Reaktionen des grenzüberschreitenden Agrarhandels wurden jetzt zum ersten Mal von einem internationalen Wissenschaftsteam in einer auf Computersimulationen basierenden Studie aufgezeigt. Der plötzliche Temperaturrückgang würde zu einem in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesenen Schock im Ernährungssystem führen. Dies würde den gegenwärtigen, von fossilen Brennstoffen verursachten Klimawandel jedoch nicht aufheben – nach etwa einem Jahrzehnt der Abkühlung würde die globale Erwärmung wieder zunehmen.
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Waldmanagement im 21. Jahrhundert: Expertinnen und Experten treffen sich am PIK

06.03.2020 - Wälder in ganz Europa spüren den Druck des anhaltenden Klimawandels - leisten gleichzeitig eine Vielzahl von Diensten, um die globale Erwärmung abzuschwächen und sich an sie anzupassen. Ein kluges, gezieltes Management der Wälder ist daher von zentraler Bedeutung, so die führenden Expertinnen und Experten, die sich diese Woche für ein internationales Treffen am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung getroffen haben. Mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Institutionen - vom deutschen Nationalpark Berchtesgaden bis zur US Oregon State University und der russischen Higher School of Economics - nahmen an drei Tagen an intensiven Diskussionen und einer Exkursion teil. Mehr als 30 weitere Teilnehmer kamen per Videolink hinzu.
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Ricarda Winkelmann bricht auf zur „Expedition Anthropozän“ auf den Chimborazo in Ecuador

24.02.2020 - Der Mensch ist die bestimmende geologische Kraft in unserem Zeitalter, das als Anthropozän bezeichnet wird, prägt. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg sind sechs Mitglieder der "Jungen Akademie" - der Akademie prominenter junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstler und Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum - zu einer Expedition aufgebrochen, um den Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt nachzugehen. 200 Jahre nach Alexander von Humboldt werden sie den ecuadorianischen Vulkan Chimborazo besteigen, um in verschiedenen Höhenlagen und Vegetationszonen nach den Spuren der Menschheit im Erdsystem zu suchen. Neben Ricarda Winkelmann vom PIK, einer Mathematikerin und Glaziologin, kommen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachbereichen: Biologie, Chemie, Ökologie, Informatik und Medizin.
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Gebäude können zu einer globalen CO2-Senke werden – mit dem Baustoff Holz statt Zement und Stahl

28.01.2020 - Eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt, kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Erstens kann sie Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden. Zweitens kann sie Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert wird. Obwohl die erforderliche Menge an Holz theoretisch verfügbar ist, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, betonen die Autorinnen und Autoren.
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Johan Rockström als eine Stimme der Wissenschaft auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos

21/01/2020 - Nach einem Jahr, in dem der Klimawandel Schlagzeilen machte, steht das Thema auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos in großen Lettern auf dem Programm. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ist einer der anwesenden Wissenschaftler, die der Stimme der Wissenschaft Gehör verschaffen.
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Gesellschaftliche Kippmechanismen können den Durchbruch zur Klimastabilisierung auslösen

21.01.2020 - Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2°C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat jetzt geeignete gesellschaftliche „Kippmechanismen“ untersucht, welche in der Lage sein könnten, die hierfür notwendigen schnellen, dabei aber anschlussfähigen Veränderungen hin zu einer Klimastabilisierung auszulösen. In der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) hat das Forschungsteam insgesamt sechs sozio-ökonomische Kippelemente und damit verbundene gesellschaftliche Interventionen ausgemacht, durch welche ein Übergang zu einer tiefgreifenden globalen Dekarbonisierung mit der notwendigen Geschwindigkeit auf den Weg gebracht werden könnte.
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Die Welt ernähren, ohne den Planeten zu schädigen, ist möglich

20/01/2020 - Fast die Hälfte der derzeitigen Nahrungsmittelproduktion ist schädlich für unseren Planeten – sie führt zum Verlust biologischer Vielfalt, setzt den Ökosystemen zu und verschärft die Wasserknappheit. Kann das gutgehen, angesichts einer weiter wachsenden Weltbevölkerung? Eine neue Studie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht umfassende Lösungsvorschläge, wie man 10 Milliarden Menschen innerhalb der Belastungsgrenzen unseres Planeten ernähren kann. Eine angemessene und gesunde Ernährung für jeden Menschen bei weitgehend intakter Biosphäre erfordert nicht weniger als eine technologische und soziokulturelle Kehrtwende. Dazu gehören etwa die konsequente Umsetzung ressourcenschonender landwirtschaftlicher Methoden, die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und schließlich Änderungen im Speiseplan. Die Veröffentlichung der Studie trifft zusammen mit dem Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos und mit der Grünen Woche in Berlin.
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Klimawandel und Landwirtschaft: PIK-Expertise rund um die Grüne Woche

20.01.2020 - Hunderttausende Besucherinnen und Besucher strömen derzeit in Berlin auf die Internationale Grüne Woche, die sich mit mehr als 1800 Ausstellerinnen und Ausstellern aus 72 Ländern als globale Leitmesse für Landwirtschaft und Ernährung versteht. Wie nie zuvor stehe die Grüne Woche mit zahlreichen Ausstellungsbeiträgen und Konferenzen ins Zeichen der Klimadebatte, so die Veranstaltenden. Zu den Trendthemen der Messe gehören Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder umweltfreundliche Produktionsverfahren. Auch Expertinnen und Expterne des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sind auf der Grünen Woche vom 17.-26.Januar bei Veranstaltungen präsent.
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Planetare Grenzen: Wechselwirkungen im Erdsystem verstärken menschgemachte Veränderungen

17.12.2019 - Veränderungen in verschiedenen Bereichen unseres Erdsystems summieren sich nicht einfach – sie können sich wechselseitig verstärken. Das Überschreiten der planetaren Belastungsgrenze in einem Bereich kann den vom Menschen verursachten Druck auf andere planetare Grenzen erhöhen. Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam nun einige der planetaren Wechselwirkungen im Erdsystem beziffert. Biophysikalischen Interaktionen haben die direkten menschlichen Auswirkungen auf die neun planetaren Grenzen fast verdoppelt, vom Klimawandel bis zur Süßwassernutzung. Diese Erkenntnisse können jetzt für die Entwicklung von Politikmaßnahmen zur Sicherung der Lebensgrundlagen kommender Generationen genutzt werden.
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Risiken für Ernten: Globale Hitzewellen könnten mehrere Kornkammern der Welt gleichzeitig treffen

09/12/2019 - Bestimmte Muster im Jetstream, einem die Erde umzirkelnden Höhenwind, können gleichzeitige Hitzewellen in die Weltregionen bringen, die für bis zu einem Viertel der globalen Nahrungsmittelproduktion verantwortlich sind. Besonders anfällig sind der Westen Nordamerikas und Russlands, Westeuropa und die Ukraine. Extreme Wetterereignisse in diesem Ausmaß können die weltweite Nahrungsmittelproduktion erheblich beeinträchtigen und damit die Preise in die Höhe treiben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass starke Preissteigerungen bei Lebensmitteln mit sozialen Unruhen verbunden sein können.
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Energiewende hin zu Strom aus Wind und Sonne reduziert Schäden an Umwelt und Gesundheit deutlich

19.11.2019 - Die Stromerzeugung ist einer der größten Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase weltweit. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten, muss deswegen der Energiesektor CO2-neutral werden. Mehrere Wege führen zu diesem Ziel und jede Entscheidung hat ihre potenziellen Umweltauswirkungen - etwa Luft- und Wasserverschmutzung, veränderte Landnutzung oder Wasserbedarf. Erstmals hat jetzt ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) durch die Kombination mehrerer Systeme von Computersimulationen die Vorteile und Nachteile der drei wichtigsten Wege zur Dekarbonisierung beziffert. Das Ergebnis: Eine Energiewende hin zu Strom aus Sonne und Wind bringt die meisten Vorteile für die Gesundheit von Mensch und Planet. Stattdessen eine vorwiegend konventionelle Kraftwerkstruktur beizubehalten und dabei auf Technologien wie die Abspaltung und Speicherung von CO2 oder Biomasse umzustellen, würde erheblich zu Lasten der Umwelt gehen: Der enorme Flächenbedarf würde die Artenvielfalt bedrohen, und es würden weiterhin Schadstoffe freigesetzt.
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Johan Rockström leitet neu geschaffene Earth Commission

19.09.2019 - Die Initiative von 20 weltweit renommierten Erdsystemwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zielt darauf ab, die konkreten Risiken des Klimawandels für Städte und Unternehmen zu identifizieren. Sie wollen die genauen wissenschaftlichen Grenzen dessen vermessen, was unser Planet im Hinblick auf den menschengemachten Klimawandel aushalten kann. Insbesondere wird die Kommission konkrete und greifbare Ziele für Städte und Unternehmen erarbeiten und damit die spezifischen Ziele für den Landsektor, das Wasser, die Ozeane und die Biodiversität wissenschaftlich untermauern.
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Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte helfen, Klima-Emissionen zu senken

29.08.2019 - Millionen Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. Ihre Arbeit zeigt, dass große Mengen von Stadtbewohnern in vielen Teilen der Welt durch die lokale Landwirtschaft ernährt werden. Wird der Klimawandel jedoch entgegen dem Pariser Klima-Abkommen nicht zügig begrenzt, so könnte der Klimawandel diese Option zunichte machen.
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Über das Hoftor hinaus: Neuer IPCC-Sonderbericht über Landnutzung und Klimawandel

08.08.2019 - Fast drei Viertel der bewohnbaren Flächen der Erde werden vom Menschen genutzt - mit erheblichen Auswirkungen auf unser Klima, wie ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt. Fast ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gehen heute auf die Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzung zurück. Der jüngste IPCC-Sonderbericht beschreibt die aktuelle Situation, entwirft mögliche Zukunftsszenarien und untersucht Lösungsansätze, wie wir Land so nutzen können, dass die Ernährung sichergestellt, das Wirtschaftswachstum gefördert und die Risiken des Klimawandels begrenzt werden. Zwei Potsdamer Wissenschaftler sind Hauptautoren der Kapitel über Ernährungssicherheit und über die Beziehungen zwischen Land und Klima.
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Neues Kochbuch von Johan Rockström: Eat Good – Gesund essen, für uns und unseren Planeten

04.02.2019 - Ungesunde Ernährung ist bereits heute eine der größten Ursachen für Gesundheitsrisiken weltweit und zugleich ein Risiko für die Klimastabilität. Was wir essen, kann entscheidend zu unserer Gesundheit und der unseres Planeten beitragen. Rezepte für eine nachhaltige und gesunde Ernährung hat nun Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und einer der Autoren des gerade erschienenen EAT-Lancet-Reports zu einer gesunden Ernährung innerhalb planetarer Grenzen vorgestellt. "Eat Good - Das Kochbuch, das die Welt verändert", so der Titel. Ergänzt werden die Rezepte von Frühstück bis zum Festtagsgericht durch praktische Tipps und Hintergrundwissen zu Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung.
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Reallabor „Klimaneutral leben in Berlin“ zieht Bilanz: Jeder Einzelne kann etwas zur Klimastabilisierung beitragen, aber ohne die Politik geht es nicht

31.01.2019 - „Klimaneutral leben in Berlin“ – ein Jahr lang haben sich mehr als 100 Berliner Haushalte an einem klimafreundlicheren Alltag versucht, von Familien mit Kindern, Lebenspartnerschaften, Wohngemeinschaften bis hin zu Singles. Im Reallabor unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) konnten die Haushalte ihre Klima-Bilanz im Schnitt um etwa 10 Prozent senken, und das obwohl sie schon zum Projektbeginn im Mittel 25 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt starteten. Die Bilanz des Projekts zeigt, dass in allen Sektoren von Ernährung und Konsum bis zu Strom, Heizung und Mobilität großes Potenzial für den Einzelnen steckt, CO2-Emissionen einzusparen. Gleichzeitig verdeutlicht das Experiment auch, wo die Grenzen des einzelnen Beitrags zum Klimaschutz liegen und politische Rahmenbedingungen gefragt sind, um die Voraussetzungen zu schaffen für einen klimafreundlicheren Alltag.
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