Die Welt ernähren, ohne den Planeten zu schädigen, ist möglich

20/01/2020 - Fast die Hälfte der derzeitigen Nahrungsmittelproduktion ist schädlich für unseren Planeten – sie führt zum Verlust biologischer Vielfalt, setzt den Ökosystemen zu und verschärft die Wasserknappheit. Kann das gutgehen, angesichts einer weiter wachsenden Weltbevölkerung? Eine neue Studie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht umfassende Lösungsvorschläge, wie man 10 Milliarden Menschen innerhalb der Belastungsgrenzen unseres Planeten ernähren kann. Eine angemessene und gesunde Ernährung für jeden Menschen bei weitgehend intakter Biosphäre erfordert nicht weniger als eine technologische und soziokulturelle Kehrtwende. Dazu gehören etwa die konsequente Umsetzung ressourcenschonender landwirtschaftlicher Methoden, die Reduzierung von Lebensmittelverlusten und schließlich Änderungen im Speiseplan. Die Veröffentlichung der Studie trifft zusammen mit dem Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos und mit der Grünen Woche in Berlin.
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Klimawandel und Landwirtschaft: PIK-Expertise rund um die Grüne Woche

20.01.2020 - Hunderttausende Besucherinnen und Besucher strömen derzeit in Berlin auf die Internationale Grüne Woche, die sich mit mehr als 1800 Ausstellerinnen und Ausstellern aus 72 Ländern als globale Leitmesse für Landwirtschaft und Ernährung versteht. Wie nie zuvor stehe die Grüne Woche mit zahlreichen Ausstellungsbeiträgen und Konferenzen ins Zeichen der Klimadebatte, so die Veranstaltenden. Zu den Trendthemen der Messe gehören Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder umweltfreundliche Produktionsverfahren. Auch Expertinnen und Expterne des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sind auf der Grünen Woche vom 17.-26.Januar bei Veranstaltungen präsent.
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Planetare Grenzen: Wechselwirkungen im Erdsystem verstärken menschgemachte Veränderungen

17.12.2019 - Veränderungen in verschiedenen Bereichen unseres Erdsystems summieren sich nicht einfach – sie können sich wechselseitig verstärken. Das Überschreiten der planetaren Belastungsgrenze in einem Bereich kann den vom Menschen verursachten Druck auf andere planetare Grenzen erhöhen. Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam nun einige der planetaren Wechselwirkungen im Erdsystem beziffert. Biophysikalischen Interaktionen haben die direkten menschlichen Auswirkungen auf die neun planetaren Grenzen fast verdoppelt, vom Klimawandel bis zur Süßwassernutzung. Diese Erkenntnisse können jetzt für die Entwicklung von Politikmaßnahmen zur Sicherung der Lebensgrundlagen kommender Generationen genutzt werden.
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Risiken für Ernten: Globale Hitzewellen könnten mehrere Kornkammern der Welt gleichzeitig treffen

09/12/2019 - Bestimmte Muster im Jetstream, einem die Erde umzirkelnden Höhenwind, können gleichzeitige Hitzewellen in die Weltregionen bringen, die für bis zu einem Viertel der globalen Nahrungsmittelproduktion verantwortlich sind. Besonders anfällig sind der Westen Nordamerikas und Russlands, Westeuropa und die Ukraine. Extreme Wetterereignisse in diesem Ausmaß können die weltweite Nahrungsmittelproduktion erheblich beeinträchtigen und damit die Preise in die Höhe treiben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass starke Preissteigerungen bei Lebensmitteln mit sozialen Unruhen verbunden sein können.
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Energiewende hin zu Strom aus Wind und Sonne reduziert Schäden an Umwelt und Gesundheit deutlich

19.11.2019 - Die Stromerzeugung ist einer der größten Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase weltweit. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten, muss deswegen der Energiesektor CO2-neutral werden. Mehrere Wege führen zu diesem Ziel und jede Entscheidung hat ihre potenziellen Umweltauswirkungen - etwa Luft- und Wasserverschmutzung, veränderte Landnutzung oder Wasserbedarf. Erstmals hat jetzt ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) durch die Kombination mehrerer Systeme von Computersimulationen die Vorteile und Nachteile der drei wichtigsten Wege zur Dekarbonisierung beziffert. Das Ergebnis: Eine Energiewende hin zu Strom aus Sonne und Wind bringt die meisten Vorteile für die Gesundheit von Mensch und Planet. Stattdessen eine vorwiegend konventionelle Kraftwerkstruktur beizubehalten und dabei auf Technologien wie die Abspaltung und Speicherung von CO2 oder Biomasse umzustellen, würde erheblich zu Lasten der Umwelt gehen: Der enorme Flächenbedarf würde die Artenvielfalt bedrohen, und es würden weiterhin Schadstoffe freigesetzt.
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Johan Rockström leitet neu geschaffene Earth Commission

19.09.2019 - Die Initiative von 20 weltweit renommierten Erdsystemwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zielt darauf ab, die konkreten Risiken des Klimawandels für Städte und Unternehmen zu identifizieren. Sie wollen die genauen wissenschaftlichen Grenzen dessen vermessen, was unser Planet im Hinblick auf den menschengemachten Klimawandel aushalten kann. Insbesondere wird die Kommission konkrete und greifbare Ziele für Städte und Unternehmen erarbeiten und damit die spezifischen Ziele für den Landsektor, das Wasser, die Ozeane und die Biodiversität wissenschaftlich untermauern.
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Von Avocados bis zu Äpfeln: Lebensmittel lokaler produzieren könnte helfen, Klima-Emissionen zu senken

29.08.2019 - Millionen Tonnen von Lebensmitteln aus der Landwirtschaft werden in unsere Städte transportiert. Diese Lebensmittelfracht wird von überall auf der Welt auf Straßen, Schienen oder zu Wasser quer über den Globus vom Hoftor bis in die Städte befördert, und ist mit einer gigantischen Menge von CO2-Emissionen verbunden. Erstmals hat nun ein Team von Stadtforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) das globale Potenzial der lokalen Lebensmittelproduktion untersucht, um Städte in Gegenwart und Zukunft zu ernähren. Ihre Arbeit zeigt, dass große Mengen von Stadtbewohnern in vielen Teilen der Welt durch die lokale Landwirtschaft ernährt werden. Wird der Klimawandel jedoch entgegen dem Pariser Klima-Abkommen nicht zügig begrenzt, so könnte der Klimawandel diese Option zunichte machen.
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Über das Hoftor hinaus: Neuer IPCC-Sonderbericht über Landnutzung und Klimawandel

08.08.2019 - Fast drei Viertel der bewohnbaren Flächen der Erde werden vom Menschen genutzt - mit erheblichen Auswirkungen auf unser Klima, wie ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt. Fast ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gehen heute auf die Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzung zurück. Der jüngste IPCC-Sonderbericht beschreibt die aktuelle Situation, entwirft mögliche Zukunftsszenarien und untersucht Lösungsansätze, wie wir Land so nutzen können, dass die Ernährung sichergestellt, das Wirtschaftswachstum gefördert und die Risiken des Klimawandels begrenzt werden. Zwei Potsdamer Wissenschaftler sind Hauptautoren der Kapitel über Ernährungssicherheit und über die Beziehungen zwischen Land und Klima.
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Neues Kochbuch von Johan Rockström: Eat Good – Gesund essen, für uns und unseren Planeten

04.02.2019 - Ungesunde Ernährung ist bereits heute eine der größten Ursachen für Gesundheitsrisiken weltweit und zugleich ein Risiko für die Klimastabilität. Was wir essen, kann entscheidend zu unserer Gesundheit und der unseres Planeten beitragen. Rezepte für eine nachhaltige und gesunde Ernährung hat nun Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und einer der Autoren des gerade erschienenen EAT-Lancet-Reports zu einer gesunden Ernährung innerhalb planetarer Grenzen vorgestellt. "Eat Good - Das Kochbuch, das die Welt verändert", so der Titel. Ergänzt werden die Rezepte von Frühstück bis zum Festtagsgericht durch praktische Tipps und Hintergrundwissen zu Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung.
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Reallabor „Klimaneutral leben in Berlin“ zieht Bilanz: Jeder Einzelne kann etwas zur Klimastabilisierung beitragen, aber ohne die Politik geht es nicht

31.01.2019 - „Klimaneutral leben in Berlin“ – ein Jahr lang haben sich mehr als 100 Berliner Haushalte an einem klimafreundlicheren Alltag versucht, von Familien mit Kindern, Lebenspartnerschaften, Wohngemeinschaften bis hin zu Singles. Im Reallabor unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) konnten die Haushalte ihre Klima-Bilanz im Schnitt um etwa 10 Prozent senken, und das obwohl sie schon zum Projektbeginn im Mittel 25 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt starteten. Die Bilanz des Projekts zeigt, dass in allen Sektoren von Ernährung und Konsum bis zu Strom, Heizung und Mobilität großes Potenzial für den Einzelnen steckt, CO2-Emissionen einzusparen. Gleichzeitig verdeutlicht das Experiment auch, wo die Grenzen des einzelnen Beitrags zum Klimaschutz liegen und politische Rahmenbedingungen gefragt sind, um die Voraussetzungen zu schaffen für einen klimafreundlicheren Alltag.
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Rund um die Grüne Woche: Agrarexperte Lotze-Campen auf Podien zu Klimawandel und Landwirtschaft

22.01.2019 – Von Landwirtschaft und Biodiversität zu digitalen Technologien für den Agrarsektor und dem Klimawandel auf dem Teller: Rund um die Grüne Woche diskutierte Agrarökonom Hermann Lotze-Campen, Leiter des Forschungsbereichs "Klimaresilienz - Klimafolgen und Anpassung" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, auf einer Reihe von Veranstaltungen verschiedener Bundesministerien in Berlin.
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Lancet Report: Gesund leben auf einem gesunden Planeten - anders essen und anders produzieren

17.01.2019 - Eine wachsende Bevölkerung von 10 Milliarden bis 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren ist möglich, erfordert jedoch substanzielle Veränderungen unseres Speiseplans - das zeigt der neue Report der EAT-Lancet Kommission. Internationale Experten haben mit der wichtigsten medizinischen Fachzeitschrift erstmals umfassende und detaillierte wissenschaftsbasierte Ziele für eine Ernährungsweise vorgelegt, die sowohl die Gesundheit des Menschen als auch die Gesundheit des Planeten schützt. Dazu gehört eine Verdopplung des Gemüseanteils auf dem Teller und eine Halbierung des Konsums von rotem Fleisch und Zucker. Ungesunde Ernährung ist bereits heute eine der größten Ursachen für Gesundheitsrisiken weltweit und zugleich ein Risiko für die Klimastabilität. Johan Rockström, der als designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und ehemaliger Direktor des Stockholm Resilience Centre einer der führenden Forscher zum Thema planetarer Grenzen ist, ist Ko-Leiter der Lancet Kommission und einer der Hauptautoren des Berichts.
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Forschung für COP25: Zehn Fakten, die Verhandler beim Klimagipfel kennen sollten

06.12.2019 - Das Tempo des Anstiegs der Treibhausgasmenge in unserer Atmosphäre ist in der Klimageschichte der letzten 66 Millionen Jahre beispiellos, und Wetterextreme sind die "neue Normalität" - das zeigt ein Bericht über einige der wichtigsten Erkenntnisse der Klimaforschung. Zusammengestellt wurde der Report für Verhandler, Politiker und Medien beim Weltklimagipfel COP25-Gipfel in Madrid. PIK-Direktor Johan Rockström und Kollegen von Future Earth und The Earth League präsentierten die "10 New Insights in Climate Science" der Chefin der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC, Patricia Espinosa. Diese dankte der Wissenschaft für ihre Beiträge: "Wieviele Berichte brauchen wir noch, bevor wir endlich handeln?"
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Ackerdemia gewinnt KfW-Award 2018

19.10.2018 - Das Projekt des ehemaligen Wissenschaftlers des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Christoph Schmitz, wurde mit dem Sonderpreis für Social Entrepreneurship im bundesweiten Unternehmenswettbewerb KfW Award Gründen 2018 ausgezeichnet. Die Ackerdemia hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern gesunde Ernährung näherzubringen durch die direkte Erfahrung auf dem Acker.
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Das Wasser der Nachfolge: ein Manifest von Wolfgang Lucht

05.10.2018 - Wir leben im Anthropozän, dem Zeitalter, in dem der Mensch als globale, geologische Kraft die Erde verändert. Klimawandel, Versauerung der Ozeane, Artensterben, Entwaldung, Überfischung sind nur einige Symptome des menschlichen Einflusses auf unseren Planeten. „Was also sagen die Kirchen zur Umweltfrage? Was sagen wir als Christen?“, das fragt Wolfgang Lucht, Ko-Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, in seinem Manifest „Das Wasser der Nachfolge“. Das Kapitel wurde im gerade erschienen Buch „Leben im Anthropozän. Christliche Perspektiven für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ im oekom-Verlag veröffentlicht. Sein Manifest richtet sich direkt an die Kirchen, deren Engagement unentbehrlich ist für die notwendige Transformation zu einer sozial- und umweltverträglichen Gesellschaft.
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Die Welt 2050 nachhaltig und gesund ernähren: neue Studie in Nature

10/10/18 - "Die Ernährung einer Weltbevölkerung von 10 Milliarden Menschen ist möglich - aber nur, wenn wir die Art und Weise ändern, wie wir essen und Lebensmittel produzieren. Das zeigt unsere Forschung. Den Ernährungssektor grüner machen oder unseren Planeten aufessen – das steht heute auf der Speisekarte zur Auswahl", erklärt Johan Rockström, designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er ist einer der Autoren einer Studie, die von einem internationalen Team von Wissenschaftlern im Fachmagazin Nature veröffentlicht wird.
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Potsdam Summer School 2018: Die Haut unseres Planeten

12.09.2018 - 42 herausragende Nachwuchskräfte aus 36 Ländern der Erde kommen vom 10. bis 19. September in Potsdam zusammen, um das Zusammenspiel dynamischer Prozesse an der Erdoberfläche zu diskutieren. Die diesjährige Potsdam Summer School beschäftigt sich mit der Haut unseres Planeten - mit dabei auch Experten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). In Fachvorträgen, Diskussionen und Workshops mit renommierten Potsdamer Forscherinnen und Forschern, aber auch auf einer Exkursion in das Biosphärenreservat Spreewald diskutieren die internationalen, jungen Talente aus Wissenschaft, Industrie und dem öffentlichen Sektor hochaktuelle Forschungsfragen und bauen internationale Kooperationen aus.
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Erntebilanz: "Das Klimaproblem landet auf unserem Teller"

22.8.2018 - Heute debattiert die Bundesregierung in ihrer Kabinettssitzung die deutsche Erntebilanz des Hitzesommers 2018. Am morgigen Donnerstag trifft sich erstmals nach der Sommerpause wieder die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission. Dazu Hermann Lotze-Campen, Agrarökonom und Forschungsbereichsleiter Klimawirkung und Vulnerabilität am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in einem Statement: "In der Landwirtschaft zeigt sich eindrücklich, wie Risiken durch die globale Erwärmung angeheizt werden."
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Den Schalter umlegen: Öffentliche Einnahmen aus CO2-Bepreisung für Gesundheit und Bildung nutzen

16.07.2018 - Während Gesundheitssysteme, sauberes Wasser und Bildung in vielen Teilen der Welt eine Selbstverständlichkeit sind, haben Millionen von Menschen immer noch keinen ausreichenden Zugang zu diesen grundlegenden öffentlichen Gütern. CO2-Preise könnten allerdings erhebliche finanzielle Mittel für die von den Vereinten Nationen festgelegten globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bereitstellen, das zeigt ein Team von Wissenschaftlern nun auf. Gleichzeitig könnten CO2-Preise einen zentralen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C bis zum Ende des Jahrhunderts leisten.
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Neuer Bericht "Die Welt im Jahr 2050": Experten für nachhaltige Entwicklung treffen sich in New York

10.07.2018 - Von Bildung und Gesundheit über verantwortungsvollen Konsum, ein dekarbonisiertes Energiesystem, Landwirtschaft, nachhaltige Städte und Digitalisierung - sechs Transformationen sind notwendig, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu erreichen, so ein neuer Bericht führender Experten. Der neue Bericht der Initiative „The World in 2050 (TWI2050)“, der diese Woche auf dem „High-Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF)“ in New York veröffentlicht wurde, beschreibt die entscheidenden Veränderungen, die notwendig sind, um die Welt in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Mehr als 60 Autoren und 20 Organisationen waren an dem Bericht beteiligt, darunter Johan Rockström, gegenwärtig Direktor des Stockholm Resilience Centre und designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), sowie PIK-Wissenschaftler Elmar Kriegler, Hermann Lotze-Campen und Alexander Popp.
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Astronautennahrung für Kühe: Industriell gezüchtete Mikroben könnten Rinder, Schweine und Hühner mit weniger Umweltschäden ernähren

20.6.2018 - Entwaldung, Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverlust, Stickstoffverluste - die heutige landwirtschaftliche Futtermittelproduktion für Rinder, Schweine und Hühner hat enorme Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Eine landlose Produktion von Futtermitteln könnte dazu beitragen, die kritischen Auswirkungen in der landwirtschaftlichen Lebensmittelversorgungskette zu mildern. Proteinreiche Mikroben aus dem Industrielabor werden in Zukunft voraussichtlich mehr und mehr traditionelles Kraftfutter ersetzen. Eine neue Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht wurde, untersucht erstmals auf globaler Ebene das wirtschaftliche und ökologische Potenzial dieses Eiweißfutter-Ersatzes für Schweine, Rinder und Hühner in der Landwirtschaft. Würden nur 2 Prozent des Viehfutters durch Mikroben ersetzt, könnten bereits 5 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen, der globalen Ackerfläche und der globalen Stickstoffverluste in der Landwirtschaft vermieden werden.
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Die Mischung macht’s: Politikmix zur Erreichung der Klimaziele und der Ziele der nachhaltigen Entwicklung erforderlich

20.06.2018 - Eine breite Kombination von Maßnahmen könnte am besten geeignet sein, sowohl die Ziele der Klimastabilisierung als auch die meisten UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Diese Maßnahmen reichen von der CO2-Bepreisung über die Regulierung des Schutzes von Wasser und Wald bis hin zu Lebensstiländerungen, wie eine neue Studie zeigt. Die Wissenschaftler heben das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Ziele hervor. Eine nur auf die CO2-Preise konzentrierte Politik wäre am billigsten, würde aber wahrscheinlich auf Kosten des Schutzes von Landflächen gehen.
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Hitze und Unwetter in Deutschland

01.06.2018 - Deutschland befindet sich bereits mitten im Klimawandel - das sagt Fred Hattermann aus dem Forschungsbereich Klimawirkung und Vulnerabilität des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung im "PIK-Statement".
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Arm und Reich: Steuern auf Landbesitz und Erbschaften können Ungleichheit verringern

22.03.2018 - Um die zunehmend ungleiche Verteilung von Vermögen in Industriegesellschaften zu verringern, ohne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen, könnte ein Politikpaket aus Steuern auf Landbesitz und Erbschaften die optimale Lösung sein. Ein solches Maßnahmenpaket hätte gegenüber der Besteuerung von Unternehmen große Vorteile, wie eine neue Studie in der Zeitschrift International Tax and Public Finance feststellt. Es ist die erste Analyse, die den bisher vernachlässigten Faktor des Bodenwertes bei der Ungleichheit von Vermögen berücksichtigt. Der Grundbesitz ist auch deshalb von großem Interesse, da der Klimawandel die Bodenpreise und damit die Wohnkosten erhöhen könnte. Dem könnte durch intelligente Steuern entgegengewirkt werden, die gleichzeitig die allgemeine Ungleichheit in einem Land verringern - und damit möglicherweise ein Beitrag gegen den Populismus sind.
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Frühe Sommer-Monsun-Vorhersage für Indien

05/07/2018 - Der Indische Sommermonsun wird nach einem am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) entwickelten neuen Prognoseverfahren Zentralindien voraussichtlich zwischen dem 11. und 19. Juni erreichen. Diese einzigartige Vorhersage wurde speziell für den zentralen Teil Indiens entwickelt, für den es bisher keine frühen Prognosen gab. Der neuartige Ansatz, welcher auf einer Analyse von Beobachtungsdaten basiert, ermöglicht die Vorhersage des Datums für den Monsun-Eintritt 40 Tage im Voraus. Elena Surovyatkina leitet Forschung zu diesen Prognosen, die sich bereits zwei Jahre in Folge als erfolgreich erwiesen. Das Datum des Monsun-Eintritts ist in Indien für Hunderte von Millionen Menschen von entscheidender Bedeutung. Der Klimawandel wirkt sich auf die Monsunvariabilität aus und macht daher genaue Vorhersagen noch wichtiger.
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Weltbank-Bericht mit PIK: Klimawandel kann Millionen Menschen zu Migranten machen

19.03.2018 - Der Klimawandel ist einer der Treiber zukünftiger Migration – und könnte bis 2050 mehr als 100 Millionen Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen. Besonders betroffen sind Afrika südlich der Sahara und Südasien, in geringerem Umfang auch Lateinamerika, wie ein jetzt von der Weltbank veröffentlichter Bericht zeigt. Abnehmende Wasserressourcen und landwirtschaftliche Erträge werden, neben anderen wirtschaftlichen und sozialen Faktoren, zunehmend als Treiber von Migration innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen in Erscheinung treten – um diese so genannte Binnen-Wanderung geht es. Eine entschlossene Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen könnte diese Migrationsbewegungen jedoch um bis zu 80 Prozent verringern, so der Report, an dem auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) beteiligt ist.
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Real-Labor "Klimaneutral leben in Berlin": Teilnehmer diskutieren klimafreundlichen Alltag

28.02.2018 - 100 Haushalte, 365 Tage: Im PIK-Projekt „Klimaneutral leben in Berlin (KliB) erproben derzeit Privathaushalte in der Hauptstadt, wie sich der persönliche CO2-Fußabdruck zusammensetzt und sich im Verlauf eines Jahres die eigene Klima-Bilanz verbessern lässt. Jetzt treffen sich die Teilnehmer des Real-Labors erstmals persönlich, um Tipps für den klimafreundlichen Alltag zu diskutieren. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung am Mittwochabend in der ufa-Fabrik Berlin geht es um den Austausch der Erfahrungen aus den ersten Wochen des Real-Labors, Probleme und Lösungsansätze, sowie neue Impulse für einen kleineren CO2-Fußabdruck im privaten Alltag.
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Neues Buch: Wasser – Knappheit, Klimawandel und Welternährung von Dieter Gerten

„Jahrhundertdürre in Australien“, „Mexiko-Stadt trocknet aus“ oder „Grundwasservorräte schwinden dahin“ - Schlagzeilen wie diese verdeutlichen, dass eine weltumspannende Ära der Wasserknappheit angebrochen zu sein scheint. Wasserkrisen gehören mittlerweile zu den größten globalen Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig schätzt ein Weltwasserbericht der Vereinten Nationen, dass der globale Bedarf an Wasser bis 2050 voraussichtlich um mehr als die Hälfte ansteigen wird. „Wasser – Knappheit, Klimawandel und Welternährung“, das gerade im C.H.Beck Verlag erschienene Buch von Dieter Gerten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) analysiert die vermeintliche globale Wasserkrise vor dem Hintergrund des Klimawandels und der weiter steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln.
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