Schellnhuber: CCS-Technologie „nicht dämonisieren“

22.09.2011 - Das umstrittene Gesetz zur Abspaltung und Speicherung von CO2 aus Kraftwerksabgasen ist diese Woche Thema im Bundesrat. Die öffentliche Debatte über Carbon Capture and Storage, kurz CCS, ist derzeit geprägt von vielerlei Ängsten. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), weist vor diesem Hintergrund auf die Bedeutung der Technologie für den Klimaschutz hin. „Wissenschaftliche Szenarien zeigen: Wird auf CCS von vornherein verzichtet, so wird es erheblich teurer, gefährlichen Klimawandels zu vermeiden“, so Schellnhuber. „Denn dann muss massiv in andere Technologien zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen investiert werden.“
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Kooperation mit der größten Uni der Südhalbkugel

09.09.2011 - Die größte Hochschule der Südhalbkugel ist der Partner, die Universidade de Sao Paulo. Und es ist eine Premiere: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und die Berliner Humboldt-Universität (HU) gründen das allererste deutsch-brasilianische Graduierten-Kolleg. Mit dabei ist auch das Nationale Institut für Weltraumforschung im brasilianischen Macau mit seiner Abteilung für Klimaforschung und Geoökologie. Forschungsgegenstand sollen – so der Titel des Kollegs – „Dynamische Prozesse in komplexen Netzwerken“ sein.
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„Braunkohle ist nicht zukunftsfähig“: Forscher zu Gast im Landeskabinett

01.09.2011 - Wenn Brandenburg seine Klimaziele erreichen will, kann es mit Strom aus Braunkohle nicht einfach weitermachen wie bisher. Das und mehr haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) diese Woche in der Kabinettsitzung der Landesregierung vorgetragen. „Ein so offenes und intensives Gespräch zwischen Wissenschaft und Politik ist alles andere als selbstverständlich“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. Bereits zum vierten Mal hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck ihn und seine Kollegen zur Diskussion über Energiepolitik und Klimawandel eingeladen.
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„Beide Seiten profitieren“: Chinesisch-deutsche Sommerschule

29.8.2011 - Gemeinsam mit Klimaforschern aus Peking hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu einer Sommerschule in Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Erforschung von Wassermanagement angesichts des Klimawandels – gerade in China ist dies in vielen Flussgebieten eine drängende Frage. Chinesischer Partner ist das National Climate Centre, die zentrale Forschungseinrichtung zu dem Thema. Mehr als 40 Studenten etwa von der chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Nanjing, der Universität Frankfurt und der Bundeswehr Universität München nehmen von dieser Woche an zehn Tage lang teil.
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„Coming out“

19.08.2011 - Forscher sollen forschen, nicht sich einmischen – so heißt es oft. Philosophen und Physiker, Ökonomen und Ökologen versammelten sich diese Woche auf Initiative des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Viadrina School of Governance, um mit Fachleuten aus Politik und Wirtschaft hierüber zu diskutieren. „Wissenschaft muss sich stets vom Prinzip der Wahrhaftigkeit leiten lassen“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. „Gerade deshalb aber steht sie in gesellschaftlicher Verantwortung.“
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Forschung zu Algenblüten ausgezeichnet

14.07.2011 - Algenblüten können im Extremfall ganze Seen zum Kippen bringen. Welche Wirkung hier die Erderwärmung hat, das hat Veronika Huber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht. Für ihre Arbeit wurde sie nun von der Universität Potsdam mit dem Michelson-Preis ausgezeichnet – er wird von der Hochschule für die beste naturwissenschaftliche Dissertation des Jahres verliehen. Die Ehrung ist ein weiterer Ansporn für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des PIK.
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"Australien in einer heißen Welt"

12.07.2011 - Mitten in der erhitzten Debatte über die Einführung einer CO2-Steuer in Australien beleuchtet eine wissenschaftliche Konferenz in Melbourne die Folgen des Klimawandels für "down under". Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, ist von australischen Wissenschaftlern eingeladen worden, sowohl den Eröffnungsvortrag als auch die an ein breites Publikum gerichtete Hauptrede zu halten und am Abschlusspodium teilzunehmen. "Vier Grad oder mehr? Australien in einer heißen Welt" lautet der Titel der Veranstaltung.
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Indiens Umweltminister will Treffen von Wissenschaft und Politik in Potsdam

04.07.2011 - Führende Forscher und Politiker aus aller Welt sollen in Potsdam über neue Pfade für die internationalen Klimaverhandlungen debattieren – das hat der indische Umweltminister Jairam Ramesh am Montag bei einem Besuch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vorgeschlagen. Rechtzeitig vor der Ende des Jahres im südafrikanischen Durban stattfindenden neuen Verhandlungsrunde der globalen Staatengemeinschaft will Ramesh einige Akteure in Austausch mit der Wissenschaft bringen. Dabei könnte die Frage der fairen Verteilung von Anrechten auf den Ausstoß von Treibhausgasen im Mittelpunkt stehen. „Das Potsdam-Institut hat hier einiges an bahnbrechender Arbeit geleistet“, erklärte Ramesh.
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Ausstieg aus der Atomkraft, Einstieg in die Energiewende

06.06.2011 - Der Atomausstieg ist in Deutschland heute Konsens – weit weniger klar ist aber, wie der Einstieg in ein neues Energiesystem aussehen soll. Was sind die Kosten des Ausstiegs, abhängig vom Zeitpunkt? Welche Kraftwerkskapazitäten müssen jetzt aufgebaut werden, und zwar neben den erneuerbaren Energien auch für die zusätzliche Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig, die am Freitag 10. Juni in Berlin öffentlich vorgestellt wird.
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Mehr Stürme, mehr Fluten in Deutschland

25.05.2011 - Wetterextreme werden wegen des Klimawandels auch in Deutschland deutlich mehr Schäden verursachen. Erstmals haben jetzt Wissenschaftler konkrete Szenarien zu den möglichen Auswirkungen bis Ende des Jahrhunderts entwickelt. „Größere Fluten werden in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland etwa zwei bis drei Mal häufiger auftreten“, sagt Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Sturmschäden könnten um möglicherweise mehr als 50 Prozent zunehmen.
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Energiewende erfordert neuen Gesellschaftsvertrag

07.04.2011 - Um den Übergang in ein „effizient-erneuerbares Zeitalter“ zu bewerkstelligen, fordert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nicht weniger als einen Umbau der Zivilgesellschaft. Dies könne nur gelingen, wenn Bürger besser in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Erforderlich seien massive Investitionen in eine Energiewende, Änderungen im Konsumverhalten und globale Abgaben auf das Treibhausgas CO2. Das sind die Botschaften des unabhängigen Expertengremiums, das heute sein Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ vorgestellt hat.
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"Die Diktatur des Jetzt": Schellnhuber im Spiegel-Interview

22.03.2011 - Angesichts der nuklearen Tragödie von Japan hält Hans Joachim Schellnhuber einen neuen Gesellschaftsvertrag für nötig. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung erklärt im Spiegel-Interview, warum die Rechte künftiger Generationen mehr Bedeutung bekommen sollten. "Wir müssen ein für alle Mal beschließen, unseren Nachkommen mehr als nur Atomgefahren und Klimawandel zu hinterlassen", sagt er. "Das bedeutet Mitgefühl über Raum und Zeit hinweg."
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Graduate School zu Landnutzung punktet im Exzellenzwettbewerb

03.03.2011 - Im Exzellenzwettbewerb der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat sich die Graduate School „FutureLand“ für die Endrunde qualifiziert. In dem hauptsächlich von Berliner und Potsdamer Forschern entwickelten Projekt sollen rund 80 Doktoranden zur nachhaltigen Landnutzung forschen – Themen wie Klimawandel, Agrarwirtschaft, Entwaldung oder Biodiversitätsverlust stehen im Mittelpunkt. Die Humboldt-Universität (HU) leitet das Projekt, maßgeblich beteiligt sind das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und weitere außeruniversitäre Einrichtungen.
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Humboldt-Stipendiat aus Berkeley forscht am PIK

25.2.2011 - Reisernten und Stromnachfrage - das sind zwei Themen, bei denen Max Auffhammer während seines Forschungsaufenthalts am PIK voran zu kommen hofft. Als Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt er sich mit Ressourcen, dabei konzentriert er sich auf die Verteilungseffekte von Klimawandel. Auffhammer ist Professor an der Universtität von Kalifornien in Berkeley; er ist bekannt für zahlreiche bahnbrechende Beiträge zur Umweltforschung. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung entschied er sich für das PIK, um hier von diesem Februar an ein Sabbatical zu verbringen. "Die Wahl fiel mir leicht, denn das PIK hat natürlich hohes Ansehen als weltweit führendes Institut in der Klimafolgenforschung", sagt Auffhammer. "Was mich anzog, das war die fächerübergreifende Arbeit hier."
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Chef-Ökonom des PIK spricht vor EU-Spitzenvertretern

10.02.2011 - Grünes Wachstum bietet Chancen - das war eine der Botschaften des Low Carbon Prosperity Summit diese Woche in Brüssel. Er versammelte mehr als 300 Vertreter von EU-Institutionen sowie von Konzernen wie Shell und Nestlé diese Woche. Nicholas Stern von der London School of Economics und Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom und Vize-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, sprachen zum Thema Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit. An der Veranstaltung nahmen teil der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, der Präsident des Europäischen Parlamentes, Jerzy Buzek, und der Präsident des Europäischen Rats, Herman van Rompuy.
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Bauausstellung 2020: PIK berät Berliner Senat

09.02.2011 - Städtebauliche Antworten auf den Klimawandel werden eines der zentralen Themen der für das Jahr 2020 geplanten Internationalen Bauaustellung in Berlin sein. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist deshalb vom Senat in ein siebenköpfiges Expertenteam berufen worden, das Ideen entwickelt. Am 10. Februar wird der Soziologe an der ersten öffentlichen Diskussion mit Architekten und Aktivisten teilnehmen. „Die Städte zählen zu den größten Verursachern der Erderwärmung“, erklärt Reusswig. „Deshalb bieten sie auch die Chance, etwas gegen den Klimawandel zu tun.“
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PIK als wichtigste umweltpolitische Denkfabrik außerhalb der USA

04.02.2011 - Als wichtigster europäischer Think Tank 2010 im Bereich Umwelt hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem Ranking von Denkfabriken weltweit einen Spitzenplatz erhalten. Im Forschungsbereich Umwelt steht es nach vier US-Einrichtungen als erstes nicht-amerikanisches Institut auf dem fünften Platz, Gewinner ist das World Resources Institute in Washington D.C. Das PIK hat sich gegenüber dem vergangenen Jahr leicht verbessert. Damals stand es auf Platz sieben hinter sechs auschließlich US-amerikanischen Einrichtungen. Insgesamt nahmen mehr als 5000 Think Tanks an dem Ranking in verschiedenen Kategorien teil.
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Viele Fragen: Neuer Präsident der Leibniz-Gemeinschaft besucht das PIK

04.02.2011 - Viel gefragt hat der neue Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, als er an diese Woche das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besuchte. Welche Daten in die am Institut entwickelten Klimamodelle eingehen, fragte er Forschungsbereichsleiter. Wie ihre Verträge genau aussehen, fragte er Doktoranden. Karl Ulrich Mayer, seit Juli vergangenen Jahres Chef der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“, fragt nicht einfach aus Höflichkeit. Er will wirklich wissen, was passiert am PIK – einem der 87 Mitglieder der Gemeinschaft.
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„Unter zwei Grad“: Jahrestagung des Climate-Service-Center

21.01.2011 - Das Climate-Service-Center hat seine Jahrestagung unter den Titel „Unter zwei Grad“ gestellt. Der Kooperationspartner des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) lässt an diesem Freitag in Leipzig zahlreiche Experten die Chancen erörtern, wie die Erderwärmung begrenzt werden kann. Zu den Teilnehmern zählt etwa Klaus Töpfer vom Institute for Advanced Sustainability Studies. Daniel Klingenfeld vom PIK spricht über „Fairness und Physik – Wege zum Zwei-Grad-Ziel“. Hierzu diskutiert er unter anderem mit Vertretern des Logistikonzerns Deutsche Post/DHL, des Autoherstellers Volvo und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung.
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Erdsystem-Modelle von hoher Recheneffizienz

20.01.2011 - Erdsystemmodelle mittlerer Komplexität standen diese Woche im Mittelpunkt eines Workshops in Potsdam. Teilnehmer aus zehn Ländern diskutierten die Zukunft dieser Modelle und ihren Beitrag zum nächsten Sachstandsbericht des oft als Weltklimarat bezeichneten IPCC, des Intergovernmental Panel on Climate Change. Im Gegensatz zu den am höchsten entwickelten Erdsystemmodellen bieten jene mittlerer Komplexität große Recheneffizienz, also relativ geringe Kosten. „Aus diesem Grund können wir mit diesen Modellen mehr und längere Projektionen in die Zukunft durchführen“, sagt Andrey Ganopolski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
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