Pressemitteilungen
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Junge Unternehmer entdecken den europäischen Markt für Innovationen im Klimaschutz
Zürich, Schweiz, 13. August 2010. Einige Dutzend junge Unternehmer aus ganz Europa feierten heute den erfolgreichen Abschluss eines neuartigen Lehrgangs. Dieser hatte zum Ziel, Hochschulabsolventen darin anzuleiten, innovative Lösungen im Klimaschutz zu entwickeln, die zudem wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig sind.
Landpflanzen nutzen jährlich 15 Prozent des gesamten Kohlendioxids in der Atmosphäre
06.07.2010 - Ökosysteme der Landoberfläche nehmen jedes Jahr etwa 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid (ca. 450 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre auf. Anhand von weltweiten Messungen und datenbasierten Modellrechnungen hat ein internationales Forscherteam um Christian Beer vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena nun erstmals beobachtungsbasiert die Größe dieses umfangreichsten Austauschprozesses von Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und Landoberfläche ermittelt und die Einflüsse des Klimas darauf bestimmt. Die Forscher verglichen ihr Ergebnis darüber hinaus mit den Berechungen verschiedener räumlich aufgelöster Vegetationsmodelle, darunter das führende Modell LPJmL des PIK. Tropische Ökosysteme wie Regenwälder und Savannen setzen fast zwei Drittel des CO2 um, berichten sie nun in einem Artikel des Journals „Science“, der am heutigen Montag auf der Website „Science Express“ erschienen ist.
Klimaschutz durch bewusste Ernährung
28.06.2010 - Den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten einzuschränken und landwirtschaftliche Produktionsmethoden anzupassen, würde die globalen Emissionen von Treibhausgasen deutlich vermindern. Bis zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 Prozent reduziert werden, berichten Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Ergebnisse ihrer Modellierungsstudie wurden kürzlich im Fachmagazin „Global Environmental Change“ veröffentlicht.
Atlantischer Wirbelstrom erweist sich als „gekipptes Element“
25.06.2010 - Ein starker Süßwassereinstrom in den Nordatlantik vor 8200 Jahren könnte die Strömungen des Atlantischen Subpolarwirbels plötzlich und anhaltend verstärkt haben. Dadurch hat sich auch die Bildung von Tiefenwasser im Nordatlantik verstärkt, wie neue Klimasimulationen zeigen. Der verstärkte Wirbelstrom könnte auch zur Klimastabilität seit der letzten Eiszeit beigetragen haben, schreiben die Forscher im elektronischen Online-Journal „G-Cubed“ der American Geophysical Union.
Weltklimarat benennt Autoren des fünften Sachstandsberichts
24.06.2010 - Insgesamt 831 Wissenschaftler werden den fünften Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) erstellen, der zwischen Juni 2013 und März 2014 erscheinen soll. Am gestrigen Mittwoch hat das IPCC-Sekretariat in Genf die Namen der Autoren bekannt gegeben, die die Teilberichte der drei IPCC-Arbeitsgruppen verfassen werden. Vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sind sieben Wissenschaftler als Autoren benannt worden.
Globale Emissionsbegrenzung, gleiche Pro-Kopf-Emissionsrechte und „Peak and Trade“-Emissionshandel für die „2°max-Klimastrategie“
27.04.2010 - Ein am heutigen Dienstag veröffentlichter Bericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK-Report Nr. 116) benennt Konstruktionsfehler im bestehenden Weltklimaschutzsystem. Die Autoren analysieren die Interessenlage der verschiedenen Ländergruppen und zeigen auf, wie die internationale Klimaschutz-Strategie im Sinne der Kopenhagen-Vereinbarung strukturell weiterentwickelt werden kann, um die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Kopenhagen-Vereinbarung verfehlt 2°C-Klimaziel
22.04.2010 - Die zur Kopenhagen-Vereinbarung eingereichten Selbstverpflichtungen der Länder, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, werden die globale Erwärmung nicht auf zwei Grad Celsius begrenzen. Tatsächlich bedeuten sie einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur um mehr als drei Grad Celsius in diesem Jahrhundert. Das berichtet ein Forscherteam um Joeri Rogelj und Malte Meinshausen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in der aktuellen Ausgabe des Journals „Nature“.
„Continents under Climate Change“ – Internationale Konferenz zu Fragen des Klimawandels
12.04.2010 – Vom 21. bis 23. April 2010 veranstaltet die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften die internationale Konferenz „Continents under Climate Change“. Führende Wissenschaftler aller Kontinente werden über aktuelle Forschungsergebnisse zu den globalen und regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur diskutieren.
Europa könnte bis 2050 komplett mit Strom aus Erneuerbaren Quellen versorgt werden
29.03.2010 - Wenn ein leistungsfähiges europäisches Fernübertragungsnetz und ein vereinter Elektrizitäts-Binnenmarkt geschaffen werden und mit ähnlichen Netzen und Märkten in Nordafrika verbunden werden, können bis zur Mitte des Jahrhunderts Erneuerbare Energieträger in großem Maßstab genutzt werden. Das geht aus einem in der vergangenen Woche von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers veröffentlichten Bericht hervor. Eine Gruppe von Energie- und Klimaexperten des Unternehmens hatte gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und dem European Climate Forum mögliche Transformationen des europäischen und nordafrikanischen Stromsektors untersucht. Die Umstellung auf Erneuerbare könnte Energiesicherheit bieten, die Stromerzeugung dekarbonisieren und Energiearmut verringern, heißt es in dem Bericht.
Wirtschaftlichkeit des Zwei-Grad-Ziels hängt von Technologien ab
15.03.2010 - Die Nutzung erneuerbarer Energie, das Abscheiden und Einlagern von Kohlendioxid aus industriellen Abgasen sowie Steigerungen der Energie-Effizienz sind entscheidende Technologien, um den Anstieg der globalen Mitteltemperatur auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. In einer Sonderausgabe des Wissenschaftsmagazins „The Energy Journal“ berichtet ein Forscherteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und vier weiteren europäischen Institutionen, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre zu geringen Kosten bei entsprechend niedrigen Werten gehalten werden kann. Die Kosten und die Abhängigkeit von einzelnen Technologien nehmen jedoch mit der Wahrscheinlichkeit zu, mit der man das Zwei-Grad-Ziel erreichen will.
Ruhende Sonne würde globale Erwärmung kaum abschwächen
10.03.2010 - Ein neues lang anhaltendes Minimum der Sonnenaktivität würde den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur aufgrund der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen nur geringfügig verlangsamen. Nach einer neuen Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), veröffentlicht in der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Geophysical Research Letters“, würde die Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts um höchstens 0,3 Grad Celsius geringer ausfallen, als nach Szenarien weiterhin zunehmender Emissionen zu erwarten ist. Der Temperaturanstieg würde damit um weniger als zehn Prozent vermindert.
Photonischer Computer soll gedankenschnell rechnen
24.02.2010 - Nach dem Vorbild der schnellen Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn konzipiert ein Konsortium europäischer Forschungseinrichtungen eine neue Hochleistungs-Rechentechnologie. Das im Januar gestartete Projekt „PHOCUS“ wird von der Europäischen Union gefördert. Im Projekt sollen photonische, mit Licht kommunizierende Systeme entwickelt werden, die komplexe Berechnungen durchführen und große Datenmengen schnell verarbeiten können – bei deutlich geringerem Stromverbrauch als heutige Supercomputer.
Buchveröffentlichung: Die Herausforderung globaler Nachhaltigkeit annehmen
08.02.2010 - Das heute erschienene Buch „Global Sustainability - A Nobel Cause“ greift die zentralen Streitfragen auf, über die auf der Klimakonferenz in Kopenhagen keine Einigung erreicht wurde, und zeigt neue Lösungsansätze auf. Die Autoren sind Physik-, Chemie-, Medizin-, Wirtschafts- und Friedensnobelpreisträger, sowie Entscheidungsträger aus der Politik, Vertreter großer Nicht-Regierungs-Organisationen und anerkannte Experten der Nachhaltigkeitswissenschaften. In ihren Beiträgen entwerfen sie Strategien für die Eindämmung des Klimawandels und für eine globale nachhaltige Entwicklung. Das Buch ist online frei verfügbar.
Mildere Winter, trockenere Sommer: Klimastudie zeigt Anpassungsbedarf in Sachsen-Anhalt auf
20.01.2010 - Der Klimawandel könnte in einigen Regionen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt die Trockenheit im Sommer verschärfen und die Neubildung von Grundwasser mindern. Das geht aus der PIK-Studie „Klimawandel in Sachsen-Anhalt“ vor, die am heutigen Mittwoch dem Landesumweltminister Hermann Onko Aeikens übergeben wurde. Während die Forstwirtschaft zunächst profitieren könnte, muss in der Landwirtschaft mit leicht abnehmenden Erträgen gerechnet werden. Wasser könnte in Sachsen-Anhalt zu einer kostbaren Ressource werden.
PIK entwirft Klimaschutzstrategie für Potsdam
19.01.2010 - Ein vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geführtes Konsortium wird eine Klimaschutzstrategie für die Stadt Potsdam entwickeln. Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Brandenburgischen Landeshauptstadt beauftragte am heutigen Dienstag die Gruppe von Instituten und Unternehmen, Konzepte für die Einsparung von Treibhausgas-Emissionen und die Anpassung an den Klimawandel bis zum Jahr 2050 zu entwerfen. Nach dem ernüchternden Ergebnis der Klimakonferenz in Kopenhagen erscheint das Engagement von Kommunen, Unternehmen und Bürgern im Klimaschutz besonders wichtig.
Potsdamer Klimakonferenz 2010: Kopenhagen - Fehlschlag oder Teilerfolg?
11.01.2010 – Wenige Wochen nach Ende des viel kritisierten Klimagipfels der Vereinten Nationen in Kopenhagen im Dezember 2009 werden am Montag, dem 11. Januar 2010 auf einer Konferenz in Berlin namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft die Ergebnisse des Gipfels analysieren.
PIK und Partner werden ein Standort des European Institute of Innovation and Technology EIT
Budapest/Potsdam, 16.12.2009 - Am heutigen Mittwoch startet die Europäische Union mit ihrem neuen Spitzeninstitut, dem European Institute of Innovation and Technology (EIT), eine Innovationsoffensive im Klimabereich. Getragen wird die Klimainitiative des EIT von 16 europäischen Top-Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und Regionen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist einer von fünf akademischen Hauptpartnern der Klimainitiative und führt den deutschen Verbund an. Diesem gehören auch die Technische Universität Berlin, das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam und die Technische Universität München an. Vor dem Start der Initiative schlossen sich dem Verbund zudem der Klimacampus Hamburg und das Forschungszentrum Jülich an.
Zwei-Grad-Leitplanke erfordert Emissionsreduzierung der Industrieländer um 40 Prozent gegenüber 1990 bis 2020
15.12.2009 - Um eine gute Chance zu wahren, eine gefährliche Störung des Klimasystems durch den Menschen zu vermeiden, müssen die Industrieländer bis zum Jahr 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent gegenüber der Menge von 1990 vermindern, sagen die Autoren des kürzlich veröffentlichten Klimaforschungsberichts „The Copenhagen Diagnosis“.
Staats- und Regierungschefs pazifischer Inselstaaten informieren sich auf dem Weg nach Kopenhagen am PIK
14.12.2009 - Am heutigen Montag besuchen Staats- und Regierungschefs pazifischer Inselstaaten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Delegation besucht Deutschland auf Einladung des Auswärtigen Amtes zu einem Dialog über den Klimawandel. Am PIK informieren sich die Politiker über die Arbeit des Instituts, den aktuellen Stand der Klimaforschung – insbesondere den Anstieg des Meeresspiegels – sowie nachhaltige Lösungsstrategien im Rahmen eines globalen Paktes für den Klimaschutz.
Intelligente Informationsvermittlung für Anpassung und Klimaschutz - PIK und GTZ präsentieren Web-Plattform
12.12.2009 - Im Rahmen der UN-Klimakonferenz stellten das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) am Donnerstag die Klima-Informationsplattform „ci:grasp“ (Climate Impacts: Global and Regional Adaptation Support Platform) vor. „Die Kernidee unserer Web-Plattform ist es, neueste wissenschaftlich fundierte Informationen bereitzustellen, die Entscheidungsträger unterstützen, Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen auf regionaler Ebene wirksam umzusetzen“, sagt Jürgen Kropp, Leiter der Nord-Süd-Forschungsgruppe am PIK, die die Plattform aufbaut. Der wissenschaftliche Ansatz der Plattform stelle sicher, dass begrenzte finanzielle Mittel effizienter eingesetzt und dort investiert würden, wo sie die größten positiven Effekte erzielen, so Kropp.
