Nachrichten

 

PIK-Forscher zeigen Grenzen des Bioenergie-Potenzials auf

03.12.2008 - Nachhaltig produzierte Bioenergie kann bis zur Mitte dieses Jahrhunderts etwa ein Zehntel des weltweiten Bedarfs an Primärenergie decken. Das ist ein Ergebnis des Gutachtens „Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung“, das der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen (WBGU) am heutigen Mittwoch der Bundesregierung übergeben hat. Tim Beringer und Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) lieferten Modellierungs-Ergebnisse für das Gutachten und zeigen, dass der Anbau von Energiepflanzen in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln und zum Erhalt von Wäldern steht. Die Risiken für die Ernährungssicherheit und den Naturschutz müssen gegen die Kostenminderung im Klimaschutz abgewogen werden, die die Bioenergie-Nutzung ermöglicht.
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Nachruf Dr. habil. Klaus Bellmann

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) trauert über den Verlust seines Mitbegründers und Ehrenmitglieds Dr. habil. Klaus Bellmann. Er verstarb unerwartet am 10. November 2008 im Alter von 79 Jahren. Bellmann brachte in das Institut seine lebenslange Erfahrung in Systemökologie und mathematischer Modellierung ein, die ein Eckpfeiler des Institutes ist und die Grundlage der Abteilung „Globaler Wandel und Natürliche Systeme“ darstellt. Seine Kollegen erinnern sich an Klaus Bellmann als einen engagierten Wissenschaftler, dem die Umweltzerstörung ebenso sehr Sorge bereitete wie das, was er als einen Verlust menschlicher Werte in der modernen Gesellschaft empfand. Klaus Bellmann war ein inspirierter und humorvoller Chef, und er war jederzeit bereit, seinen Kollegen mit Rat und Motivation zu helfen.
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Bundesumweltminister begrüßt Ottmar Edenhofers TU-Professur

05.11.2008 - Am gestrigen Dienstag hat Ottmar Edenhofer, Chefökonom und stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), seine Antrittsvorlesung an der Technischen Universität (TU) Berlin gehalten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel würdigte Edenhofer in seiner Rede zu diesem Anlass als exzellenten Wissenschaftler. Gabriel unterstrich zudem die Bedeutung der universitären Ausbildung für die Herausforderung der Industriegesellschaften, ihren wirtschaftlichen Erfolg auf nachhaltige Weise zu sichern.
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Klimaforscher Ramanathan: Luftverschmutzung verzögert Erderwärmung

05.11.2008 - Der renommierte Atmosphären- und Klimawissenschaftler Veerabhadran Ramanathan von der University of California in San Diego hat kürzlich am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung seine Forschung über die Klimaeffekte von Luftverschmutzung vorgestellt. Danach könnte ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur um mehr als zwei Grad Celsius über das vorindustrielle Niveau bislang nur durch einen braunen Verschmutzungsschleier verhindert worden sein.
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Erfahrungen der Finanzmarktkrise für den Klimaschutz nutzen

Teilnehmer der Potsdamer Klimakonferenz diskutieren über gemeinsame Verantwortung im Klimawandel
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Warum wie viel Wasser die Flüsse hinab fließt

22.10.2008 - Der Mensch verändert zunehmend die Menge Wasser, die vom Land ins Meer oder in Binnengewässer fließt. Berechnungen mit einem Computermodell der Vegetation und des Wasserhaushalts der Erde zeigen, dass im 20. Jahrhundert der Niederschlag die globale Abflussmenge bestimmt hat. Regional variiert der Abfluss dagegen mit Faktoren wie der Landnutzung und Bewässerung, der Temperatur oder der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), berichten Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“. Der Einfluss dieser vor allem von menschlichen Aktivitäten abhängenden Faktoren auf den Abfluss und damit auf die Verfügbarkeit von Wasser wird künftig wahrscheinlich noch stärker werden.
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„Zögern im Klimaschutz unverantwortlich“

Einige Risiken des Klimawandels müssen auf Grundlage neuer Erkenntnisse in der Klimaforschung höher eingeschätzt werden als im letzten Sachstandsbericht des Weltklimarats von 2007. Dazu zählt insbesondere die Gefahr eines beschleunigten Meeresspiegelanstiegs. Selbst eine Halbierung der globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 birgt ein hohes Risiko, dass die globale Mitteltemperatur um mehr als zwei Grad Celsius über vorindustrielles Niveau steigt. Bei zögerlichem Klimaschutz könnte die Schwelle zu unkontrollierbaren Folgen des Klimawandels überschritten werden.
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Schnupperkurs Klimaschutz

19.09.2008 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist in diesem Jahr Partner des „Tags der Talente“, der vom 20. bis 22. September in Berlin stattfindet. Der Talentetag ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderung begabter Jugendlicher. Rund 300 Preisträgerinnen und Preisträger der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe sind eingeladen. Für einen Tag werden die Jugendlichen eine Partnerinstitution ihrer Wahl besuchen. In Workshops können sie die Einrichtungen und die Anwendungsbereiche der Forschung kennenlernen.
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Gute Aussichten für die ostdeutsche Landwirtschaft

16.09.2008 - Die Landwirtschaft hängt stärker als andere Wirtschaftszweige von klimatischen Bedingungen ab. Im Auftrag der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) haben Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) nun die Auswirkungen des Klimawandels auf die ostdeutsche Landwirtschaft untersucht. Nach ihrer Einschätzung ist das Risiko gering, dass die Anbauflächen in den ostdeutschen Bundesländern an Wert verlieren, wie der Studienleiter Frank Wechsung am vergangenen Freitag auf einer Pressekonferenz der BVVG in Berlin sagte. Mithilfe geeigneter Anpassungsmaßnahmen könnten die negativen Auswirkungen des Klimawandels ausgeglichen und Erträge möglicherweise sogar gesteigert werden.
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Ottmar Edenhofer übernimmt Vorsitz im Weltklimarat

04.09.2008 - Ottmar Edenhofer wurde auf der 29. Versammlung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Genf zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe 3 ernannt. Der Chefökonom und stellvertretende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin, teilt sich den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Vermeidung des Klimawandels“ mit Ramón Pichs Madruga aus Kuba und Youba Sokona aus Mali. In den kommenden sieben Jahren sollen Lösungsstrategien für die Klima- und Energieproblematik aufgezeigt und das Fundament für einen weltweiten Emissionshandel gelegt werden.
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