Eva Lüdke ist Doktorandin in der Arbeitsgruppe Vergangenheit und Zukunft der Erde (PATH) am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dort beschäftigt sie sich mit einem Zeitraum der Erdgeschichte vor 2,5 bis 2 Milliarden Jahren, in dem sich die Erde grundlegend wandelte: Der erste Anstieg von freiem Sauerstoff in der Erdatmosphäre, die sogenannte Große Sauerstoffkatastrophe (Great Oxidation Event), veränderte die Zusammensetzung der Atmosphäre und die chemischen Bedingungen an der Erdoberfläche dauerhaft.
In diesem Zeitraum, dem Paläoproterozoikum, ereigneten sich auf der Erde außerdem erste große Vereisungen, welche den Planeten möglicherweise in einen „Schneeball Erde“ Zustand versetzten. In ihrer Forschung möchte Eva diese Vereisungen und ihre Ursachen mit dem Erdsystemmodell CLIMBER-X genauer untersuchen und besser verstehen. Dabei arbeitet sie mit dem Forschungsbohrprojekt GOE-DEEP zusammen, das Bohrkerne aus dieser Zeit gewinnt. Die Bohrkerne liefern Proxydaten für die Modellsimulationen. Umgekehrt können die Simulationen helfen, die Nachweise der Vereisungen in den GOE-DEEP-Bohrkernen zu deuten.
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