Sie sind hier: Startseite PIK Members Ottmar Edenhofer

Homepage von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer

Direktor des MCC - designierter Direktor und Chefökonom des PIK

Foto_Ottmar Edenhofer_2013.jpg

 

Aktuelles

In einem am 18. Oktober 2018 veröffentlichten Interview des Handelsblatts appelliert Ottmar Edenhofer vor dem Hintergrund der bayerischen Landtagswahl und im Vorfeld der COP24 in Kattowitz an die Politik, vor allem durch die Einführung eines CO2-Preises ein deutliches Signal für eine ambitionierte deutsche Klimapolitik zu setzen.

Ottmar Edenhofer zieht im Handelsblatt-Artikel "Die Öko-Lüge - Wie Deutschland seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verspielt" vom 18. Oktober 2018 das Fazit, dass Deutschland in Sachen Klimaschutz eine verlorene Dekade hinter sich hat. Was in Sachen Strukturwandel und Automobilindustrie verpasst wurde.

Am 5. Oktober 2018 erschien der Artikel “Charge €30 a tonne for CO2 to avoid catastrophic 4C warming” von Ottmar Edenhofer und Johan Rockstrom im “The Guardian”.

DIE ZEIT veröffentlichte am 4. Oktober 2018 ein Interview mit Ottmar Edenhofer über den "Sonderbericht 1,5 Grad" des Weltklimarats. 

In der Washington Post warnt Ottmar Edenhofer vor den Folgen, sollte der Bau von Kohlekraftwerken weltweit nicht gebremst werden: "[...] when we continue with the existing coal fired power plants, and build the new ones, we are closing the door to the 2 degree target”.

In der F.A.Z. plädierte Ottmar Edenhofer für einen ambitionierten CO2-Mindestpreis als Instrument für effiziente Emissionssenkung und leichtere internationale Kooperation (17. November 2017).

Deutschland 2030In dem mit Kira Vinke und Dr. Jacob Schewe verfassten Beitrag "Warum Sicherheitspolitik auf eine effektive Klimapolitik angewiesen ist" betont Ottmar Edenhofer, dass der gefährliche Klimawandel zunehmend die Sicherheit von Staaten bedroht. Diese haben grundsätzlich eine doppelte Ordnungsfunktion: Aufrechterhaltung der inneren Stabilität sowie Einflussnahme auf die internationale Ordnung, um sich vor externen Sicherheitsrisiken zu schützen. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Krisen, zwischenstaatliche Kriege, innerstaatliche Konflikte, die Proliferation von Waffen sowie transnational organisierte Kriminalität beeinträchtigen diese Ordnungsfunktion. Bereits heute wird der gefährliche Klimawandel als das Sicherheitsrisiko wahrgenommen, das das 21. Jahrhundert prägen wird.

12 Jahre europäischer Emissionshandel in Deutschland

In einem Buch herausgegeben von Dr. Michael Angrick, Christoph Kühleis, Dr. Jürgen Landgrebe und Jan Weiß aus der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) legen Ottmar Edenhofer, Christian Flachsland und Lisa Katharina Schmid Reformoptionen für den EU ETS vor. Eine Reihe weiterer Autoren aus Wissenschaft, Politik und von einflussreichen Verbänden haben ebenfalls aufschlussreiche Artikel zum Emissionshandel vorgelegt. 

Global Carbon PricingWeltweite CO2-Bepreisung für effektivere Kooperation

Das Erreichen der Paris-Ziele erfordert mehr internationale Kooperation. Wie das gelingen kann, steht in einem neuen Buch, das MCC-Direktor Edenhofer mitverfasst hat.
Obwohl das Abkommen von Paris das bisher stärkste Symbol internationaler Zusammenarbeit beim Klimaschutz ist, klaffen Anspruch und politische Umsetzung weiterhin auseinander. Statt individueller Zusagen zur Emissionsminderung der einzelnen Staaten sollte daher es gemeinsame Zusagen geben. Das schlägt das neue Buch „Global Carbon Pricing: The Path to Climate Cooperation“ vor – führende Wirtschafts- und Klimawissenschaftler aus aller Welt haben es jetzt veröffentlicht.  Zu den Herausgebern des Buches zählt unter anderem der renommierte Wirtschaftsprofessor Axel Ockenfels von der Universität Köln.

Klimapoltik_Cover

Das Buch „Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen“, geschrieben von Ottmar Edenhofer und Michael Jakob ist nun erhältlich. Es gibt einen kurzen Überblick über die Klimapolitik sowie die daraus erwachsenden Konflikte und Möglichkeiten zu deren Lösung. Ziel ist es, den aktuellen Stand der Forschung und die komplexen Zusammenhänge, die es zur Vermeidung des Klimawandels zu  berücksichtigen gilt, in allgemeinverständlicher Sprache darzustellen.

 

Kurzbiografie

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer ist Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und designierter Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Gegenwärtig leitet er den Forschungsbereich III - Nachhaltige Lösungsstrategien, dessen Forschung sich auf das Gebiet der Ökonomie der Klimastabilisierung konzentriert. 2012 wurde er zum Direktor des gemeinsam von der Stiftung Mercator und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im gleichen Jahr in Berlin gegründeten: Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ernannt. Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC, dem 2007 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Edenhofer ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech sowie Mitglied der  Leopoldina - Nationalen Akademie der Wissenschaften. Im Juli 2018 wurde ihm der Romano-Guardini-Preis von der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Die FAZ rechnet Edenhofer wiederholt zu den 15 einflussreichsten Ökonomen in Deutschland. Zudem gehört er zu den 1% der weltweit einflussreichsten Wissenschaftlern aufgrund seiner bedeutenden Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

Er hat Beiträge sowohl in Science, PNAS, Nature Climate Change und in führenden umwelt-, energie- und ressourcenökonomischen Zeitschriften veröffentlicht und zahlreiche Bücher verfasst.

Prof. Dr. Ottmar Edenhofers Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit den Strategien zur Eindämmung des Klimawandels, mit Fragen der Wachtums- und Entwicklungstheorie, Public Finance, mit Fragen der Verteilungswirkungen klimapolitischer Instrumente, mit spieltheoretischen Fragen zur Ausgestaltung Internationaler Abkommen und nicht zuletzt mit energiewirtschaftlichen Fragen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Ökonomie der Klimastabilisierung, Soziale Kosten-Nutzen-Analysen, Nachhaltigkeitstheorie, die Theorie des Wirtschaftswachstums, Umweltökonomie, Wohlfahrtstheorie und Allgemeine Intertemporale Gleichgewichtstheorie. Unter seiner Leitung entstand der IPCC Sonderbericht zu Eneuerbaren Energien und der Vermeidung des Klimawandels (SRREN). Im April 2014 wurde der Fünfte Sachstandsbericht "Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change" des Weltklimarats (IPCC) unter der Leitung von Ottmar Edenhofer als einem von drei Co-Chairs der WG III veröffentlicht. Er leitet und koordiniert mehrere durch Drittmittel finanzierte Forschungsprojekte und war von 2004 bis 2008 Mitautor des Vierten Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC. Zurzeit betreut er mehrere Doktoranden und Diplomstudenten.

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer (Jahrgang 1961, geboren in Bayern) studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Universität München und hat sein Diplom in Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München abgelegt (Prädikatsexamen). Er besitzt einen Abschluss in Philosophie („summa cum laude“) der Hochschule für Philosophie München. Während seiner Studienzeit gründete er sein eigenes Unternehmen und leitete von 1991 bis 1993 eine humanitäre Hilfsorganisation in Bosnien. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Darmstadt und schrieb 1999 seine Doktorarbeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften („summa cum laude“). Den Ruf an die Technische Universität Berlin nahm er 2008 an.

Zusätzlich zu seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit ist er aktiv an der politischen und öffentlichen Debatte in Deutschland und der EU beteiligt. Bis 2009 beriet er Bundesaußenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier in Fragen der Klimapolitik.

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer wurde mehrmals von ARD und ZDF für deutschlandweit ausgestrahlte Sendungen interviewt. Interviews mit ihm wurden in Nature, DIE ZEIT, DIE WELT und in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Er hat vielbeachtete Artikel für die FAZ und die Süddeutsche Zeitung verfasst. Über seine Forschung wurde sowohl in Rundfunksendungen wie im Deutschlandfunk als auch durch Nachrichtenagenturen wie Reuters und ap berichtet.

 


(Foto: Thomas Köhler/phototek.net)

 

Artikelaktionen