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„Städte entwickeln, den Planeten schützen“ - Zum ersten Mal in Asien: Nobelpreisträgersymposium zum Klimawandel

23.04.2015 - Nobelpreisträger aus aller Welt und aus vielen verschiedenen Fachrichtungen versammeln sich diese Woche in Hong Kong, um die Debatte über den Klimawandel auf eine neue Ebene zu heben. Zum ersten Mal treffen sie sich in Asien zu einem solchen Symposium. „4C: Changing Climate, Changing Cities“ lautet der Titel – denn um vier Grad Celsius, kurz 4C, kann die Erde sich bis Ende des Jahrhunderts aufheizen, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen nicht stark verringern. Und vor allem in den Städten wird sich entscheiden, ob wir dem Klimawandel wirksam entgegen treten können. Zu den Teilnehmern des Symposiums zählen unter anderem die Nobelpreisträger Yuan T. Lee (Chemie, 1986) aus Taiwan, Brian Schmidt (Physik, 2011) aus Australien, und James Mirrlees (Ökonomie, 2006) aus Großbritannien. Hinzu kommen hochrangige Experten wie K.S. Wong, Umweltminister Hong Kongs, oder Aromar Revi vom Indischen Institut für menschliche Siedlungen.
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Städte können Treibhausgasemissionen weit über ihre Stadtgrenzen hinaus senken

07.11.2017 - Der Ausstoß von Treibhausgasen, den Städtebewohner durch den Einkauf von Waren und Dienstleistungen außerhalb der Stadtgrenzen verursachen, ist viel größer als bisher angenommen. Diese indirekten Emissionen sind in etwa gleich groß wie die Gesamtemissionen aus dem eigenen Stadtgebiet, wie eine neue Studie zeigt. Das ist keine schlechte Nachricht sondern bietet im Gegenteil der lokalen Politik die Chance, mehr gegen den Klimawandel tun zu können, so argumentieren die Autoren mit Blick auf den gerade gestarteten UN-Klimagipfel COP23. Für vier Städte aus Industrie- und Entwicklungsländern berechneten sie den ersten international vergleichbaren Treibhausgas-Fußabdruck: Berlin, New York, Mexico City und Delhi. Entgegen der landläufigen Auffassung sind hierbei nicht Konsumgüter wie Computer oder Turnschuhe am wichtigsten, sondern Gebäude und Verkehr – Sektoren, in denen der Handlungsspielraum von Städten vergleichsweise groß ist.
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Stärkere Belege für Abschwächung des Golfstromsystems

11.04.2018 - Die als Golfstromsystem bekannte Umwälzströmung im Atlantik – eines der wichtigsten Wärmetransportsysteme der Erde, das warmes Wasser nach Norden und kaltes Wasser nach Süden pumpt – ist heute schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Temperaturdaten von der Meeresoberfläche liefern neue Belege dafür, dass sich diese große Ozeanzirkulation seit Mitte des 20. Jahrhunderts um etwa 15 Prozent verlangsamt hat. Das zeigt eine Studie, die jetzt von einem internationalen Wissenschaftlerteam in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist der Hauptverdächtige für diese beunruhigenden Beobachtungen.
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Standing up for a Sustainable World - Ein neues Buch, herausgegeben von Johan Rockström, erforscht Widerstand gegen systemische Naturzerstörung

11.12.2020 - Das natürliche Kapital unserer Welt – Biodiversität, Luft, Wasser, Boden und Klima – ist unter Beschuss. Ungehemmtes Wirtschaftswachstum und individuelle Geschäftsinteressen haben nicht zu einer Gesellschaft geführt, die allen zugutekommt, sondern drohen, dem Planeten irreversible Schäden zuzufügen. Doch es gibt Wege in eine bessere Zukunft. In einem neuen Buch, herausgegeben von Claude Henry (Professor für nachhaltige Entwicklung an der Sciences Po), Johan Rockström (Direktor, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) und Nicholas Stern (Professor für Wirtschaft und Regierung und Vorsitzender des Grantham Research Institute an der London School of Economics), stellen über 60 Denker aus verschiedenen Disziplinen neue Ansätze vor, um den Lebensstandard zu erhöhen und die Armut in der Welt zu bekämpfen – und gleichzeitig eine sicherere und attraktivere Umwelt zu schaffen.
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Start einer neuen Generation Wissenschaftler: Die Earth-Docs

18.03.2015 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bietet herausragenden jungen Wissenschaftlern eine neuartige Position in der Forschung: Sie können Earth-Doc werden - und damit Teil eines internationalen Forschungsteams, das institutsübergreifend und interdisziplinär arbeitet. Ins Leben gerufen wurde das Programm von der Earth League, einem internationalen Zusammenschluss von 17 führenden Wissenschaftlern und Instituten, mitbegründet vom PIK. Die neue Stelle konzentriert sich auf die Rolle von gesellschaftlichen Akteuren in der Dynamik des Erdsystems. Bewerber sollten fundierte Kenntnisse in globaler Nachhaltigkeit und Modellierung mitbringen.
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Start WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien mit PIK-Forscherin Sabine Gabrysch

03.09.2021 - Die World Health Organization (WHO) hat diese Woche in Berlin ein Pandemiefrühwarnzentrum gestartet, das bei der besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien unterstützen soll. Das Zentrum wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus eröffnet – mit einer Podiumsdiskussion, an der auch Sabine Gabrysch vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) teilnahm.
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Statement zu den aktuellen Waldbränden in Kalifornien

12.11.2018 - Die kalifornischen Waldbrände brennen derzeit im ganzen US-Bundesstaat. Hunderttausende Einwohner sind gezwungen ihr Zuhause zu verlassen, darunter auch Stars wie Miley Cyrus, Gerard Butler, Kim Kardashian oder Lady Gaga. Es sind die wohl schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens.
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Statement zum 1,5°-Bericht des Weltklimarats IPCC

5.10.2018 - Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) führt derzeit in Süd-Korea die finalen Beratungen mit den Vertretern von Staaten weltweit zur Verabschiedung seines Berichts über 1,5 Grad globaler Erwärmung. An dem Dokument sind auch Wissenschaftler des Potsdam-Instituts beteiligt. Im Klimavertrag von Paris hatte 2015 die internationale Staatengemeinschaft vereinbart, die Erwärumg auf "deutlich unter zwei Grad" begrenzen zu wollen, die 1,5 Grad waren dabei als anzustrebendes Ziel genannt worden. Der Bericht zu Machbarkeit und Folgen des ehrgeizigeren Klimaziels wird an diesem Montag veröffentlicht. Die neue Doppelspitze des Potsdam-Instituts hat hierzu ein Statement veröffentlicht.
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Statement zur COP24: Es geht nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie

03.12.2018 - Am Montag beginnt der UN-Klimagipfel COP24 im polnischen Kattowitz. Führende Wissenschaftler des Potsdam-Instituts werden an einer ganzen Reihe hochrangiger Treffen und Veranstaltungen teilnehmen. Johan Rockström, designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, hat zum Start der Klimaverhandlungen ein Statement veröffentlicht.
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Stefan Rahmstorf wird mit Alfred-Wegener-Medaille geehrt

17.04.2024 - Stefan Rahmstorf, Co-Leiter der Forschungsabteilung Erdsystemanalyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), erhält die renommierte Alfred-Wegener-Medaille und Ehrenmitgliedschaft der Europäischen Geowissenschaftlichen Union (EGU).
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Stefan Rahmstorf erhält ZEIT Wissen-Preis Mut zur Nachhaltigkeit

09.04.2019 – Für seine Verdienste um die Vermittlung von Klimawissen hat Stefan Rahmstorf den „ZEIT Wissen-Preis Mut zur Nachhaltigkeit“ erhalten. Mit dem Preis würdigt das Magazin der ZEIT Verlagsgruppe Pioniere aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die herausragend dazu beitragen, im Bereich nachhaltiger Entwicklung „die Kluft zwischen Wissen und Handeln“ zu schließen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
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Stefan Rahmstorf mit Stephen Schneider Preis ausgezeichnet

13.06.22 - Stefan Rahmstorf ist mit dem Stephen H. Schneider Preis für herausragende Klimakommunikation ausgezeichnet worden. Rahmstorf leitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die Abteilung Erdsystemanalyse und ist Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam.
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Steuervorteile nach Dieselskandal beenden

19.09.2017 - Als Reaktion auf den Dieselskandal sollten die Steuervorteile des Diesels innerhalb der Europäischen Union (EU) komplett gestrichen werden. In Deutschland beispielsweise würde Diesel dann zwar an der Zapfsäule etwa 20 Cent pro Liter teurer. Im Gegenzug könnten aber die CO2-Emissionen und der Ausstoß von Stickoxiden (NOX) innerhalb von fünf Jahren in Deutschland oder auch in Frankreich um jeweils etwa 10 Prozent gesenkt werden. Denn vor allem Dieselfahrer reagieren auf Spritsteuererhöhungen deutlich preissensibler als bisher angenommen: Bei einem Preisanstieg von 20 Cent pro Liter würden sie etwa 14 Prozent weniger Kraftstoff tanken.
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Strengere CO2-Bepreisung durch den EU Green Deal könnte bereits 2030 das Ende der Kohleverstromung in Europa bedeuten

27.04.2021 - Eine Verschärfung des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) im Einklang mit dem Green Deal der EU könnte die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors dramatisch beschleunigen - und wahrscheinlich ein Ende der Kohleverstromung herbeiführen. In einer neuen Studie zeigt ein Potsdamer Forschungsteam die erheblichen Veränderungen auf, die Europas Stromsystem durchlaufen wird, sobald das neu beschlossene Klimaziel von minus 55% zu einer Verknappung der ETS-Mengen führt. Höhere CO2-Preise, so zeigen die Autoren, sind nicht nur ein unvermeidlicher Schritt, um die Emissionen zu senken – sie werden auch viel schneller zu einem kostengünstigen, von erneuerbaren Energien geprägtem Stromsystem führen.
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Pressemitteilung

Studie: Billiger Grünstrom führt in ein Zeitalter der Elektrifizierung

25.11.2021 - Der rasante technische Fortschritt bei den Erneuerbaren Energien führt zu einer fundamentalen Umwälzung der globalen Energienutzung: Während Strom als bisher teuerster Energieträger nur 20% des Weltenergiebedarfs deckt, könnte Grünstrom bei konsequenter Klimapolitik langfristig drei Viertel der Energienutzung ausmachen. In Verbindung mit einem umfassenden CO2-Preis ließen sich damit die Treibhausgasemissionen so weit drücken, dass die Pariser Klimaziele erreicht würden. Gleichzeitig müsste man sich weniger auf umstrittene Technologien zur Kohlenstoffentnahme aus der Atmosphäre verlassen, so eine neue Studie.
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Successful forecast of onset and withdrawal of the Indian Summer Monsoon

14.11.2016 - A team of scientists of the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) was able to predict the withdrawal of the Indian Summer Monsoon 70 days in advance and therefore much earlier than previously possible. While their assessment on the expected onset earlier this year already proved correct, the actual weather observations from NOAA now confirm that their unprecedentedly early forecast on the monsoon withdrawal was accurate as well. The heavy summer rains are of crucial relevance for agriculture and accordingly for millions of people on the subcontinent. The improved monsoon predictions are based on a cutting-edge methodology developed at the Potsdam Institute.
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Südtansania: Verspätete Monsun-Regenfälle bedrohen Ernte kleiner Landwirtschaftsbetriebe

22.12.2020 - Traditionell beginnen die saisonalen Regenfälle im Süden Tansanias in der zweiten oder dritten Novemberwoche. Doch in diesem Jahr verzögerte sich der Beginn der Monsun-Saison (oder auf Suaheli: Msimu) auf den 10. Dezember, wie PIK-Forscherin Elena Surovyatkina im Oktober richtig vorausgesagt hatte. Dies hat potenziell schwerwiegende Folgen für das Land, in dem der Agrarsektor etwa ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht.
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Podcast zu Nachhaltigkeit und Klimawissenschaft startet: "Sustain Ability. The Potsdam Dialogues"

18.05.2021 - Wissenschaft für die Ohren: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat einen eigenen Podcast gestartet. Der Titel ist Programm: "Sustain Ability. The Potsdam Dialogues - Science for a Safe Tomorrow". Die Gesprächsreihe zu Nachhaltigkeit und Klima bringt führende Denker und Macher zusammen, um zu diskutieren, wie wir auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse ein sicheres Morgen für alle gewährleisten können. Es geht um Risiken, aber viel mehr noch um Lösungen. Gast der ersten Folge ist EU Kommissions-Vize Frans Timmermans.
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Szenarien aus der Klimaforschung können Risikobewertung von Zentralbanken dienen

24.06.2020 - Stabilität ist das Kernziel von Zentralbanken. Um die Risiken aus der Destabilisierung des Klimas abzuschätzen, planen die großen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, Klimaszenarien zu verwenden, die von einem Forschungsteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung entwickelt wurden. Diese Szenarien werden in die Klimastresstests einfließen, die Zentralbanken wie die Bundesbank, die Bank of England oder die Banque de France für die von ihnen regulierten Finanzinstitute durchführen wollen. Die Arbeit wurde vom "Network of Central Banks and Supervisors for Greening the Financial System" (NGFS) in Auftrag gegeben, einer Gruppe von 66 Zentralbanken und Aufsichtsbehörden rund um den Globus, die das Ziel hat, ein Klima-Risikomanagement im Finanzsektor zu entwickeln.
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