Konsum ist der Flaschenhals für nachhaltige Entwicklung
01.12.2017 - Von der Beseitigung der Armut bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter, widerstandsfähigeren Städten oder Maßnahmen zum Klimaschutz – positive Wechselwirkungen zwischen den meisten Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) können Fortschritte befördern. Doch es gibt auch Zielkonflikte, die ein Hindernis für die erfolgreiche Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für 2030 sein können. Das ist das Ergebnis einer neuen, umfassenden Analyse eines Teams von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ein Flaschenhals ist der verantwortungsbewusste Konsum, wie Daten der letzten Jahrzehnte zeigen.
Mehr
Konsum, Klimawandel und Landwirtschaft
16.12.2016 - Weihnachten steht vor der Tür und für viele geht es dabei auch ums Schlemmen – und um gute Vorsätze, sich im neuen Jahr gesünder zu ernähren. Was wir essen, ist mehr als eine private Entscheidung – Landwirtschaft und Landnutzung spielen bei den Bemühungen um eine Begrenzung der Erderwärmung eine zentrale Rolle. Allerdings stehen Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft häufig mit Fragen der Nahrungssicherheit im Konflikt. Ein Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat die Auswirkungen verschiedener Klimaschutzmaßnahmen auf Lebensmittelpreise analysiert – aufgeschlüsselt für die Produzenten- und die Kosumentenseite. Sie konnten zeigen, dass Bildungsmaßnahmen zur Veränderung von Ernährungsvorlieben ungewollte Nebenwirkungen anderer Klimaschutzaktivitäten auf die Nahrungsmittelsicherheit vermeiden können.
Mehr
Sicherer und gerechter Lebensraum für Mensch und Planet: Earth Commission Studie
14.03.2021 - Die Grenzen des Planetensystems nicht überschreiten, im Einklang mit den nachhaltigen Entwicklungszielen stehen: In einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Earth's Future veröffentlicht wurde, hat ein internationales Team von Forschenden der Earth Commission seinen Ansatz zur Definition eines "sicheren und gerechten Lebensraums für Menschen und Planeten" dargelegt. Dieser Ansatz wird der Earth Commission dabei helfen, abzuschätzen, welche Bedingungen unserem Planeten dabei helfen können, gefährliche Kipppunkte vermeiden und eine gerechte Verteilung von Risiken, Verantwortlichkeiten und Ressourcen für alle sicherstellen.
Mehr
Neue Kooperation mit Holland – mit königlichem Segen
17.02.2017 - Mit einem großen Festessen mit dem niederländischen Königspaar haben der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, und Jérôme Dangerman von der Kiemt Stiftung einen Kooperationsvertrag für zukünftige Forschungsvorhaben rund um die Themen Energie und Dekarbonisierung besiegelt. Die niederländische Außenhandelsministerin Lilianne Ploumen hatte zu dem exklusiven Dinner in Leipzig mit handverlesenen Gästen aus Politik und Wirtschaft eingeladen, darunter auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
Mehr
Künstliche Intelligenz: Anwendung von 'Deep Reinforcement Learning' für nachhaltige Entwicklung
Zum ersten Mal wurde eine spezielle Art des maschinellen Lernens genutzt, um neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu finden. Bisher wurde das so genannte 'Deep Reinforcement Learning' vor allem dafür verwendet, um Computer in bestimmten Spielen, wie z.B. AlphaGo, gegenüber menschlichen Spielern überlegen zu machen oder Roboter durch unwegsames Gelände zu navigieren. Jetzt haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ein mathematisches Gerüst entwickelt, das neu entwickelte Techniken des maschinellen Lernens mit klassischeren Analysen von Verläufen in Computersimulationen des globalen Klimasystems und der Weltwirtschaft kombiniert. Die Ergebnisse, die in der interdisziplinären Zeitschrift zu nichtlinearen Wissenschaft 'Chaos' veröffentlicht wurden, sind vielversprechend.
Mehr
Lancet Report: Gesund leben auf einem gesunden Planeten - anders essen und anders produzieren
17.01.2019 - Eine wachsende Bevölkerung von 10 Milliarden bis 2050 nachhaltig und gesund zu ernähren ist möglich, erfordert jedoch substanzielle Veränderungen unseres Speiseplans - das zeigt der neue Report der EAT-Lancet Kommission. Internationale Experten haben mit der wichtigsten medizinischen Fachzeitschrift erstmals umfassende und detaillierte wissenschaftsbasierte Ziele für eine Ernährungsweise vorgelegt, die sowohl die Gesundheit des Menschen als auch die Gesundheit des Planeten schützt. Dazu gehört eine Verdopplung des Gemüseanteils auf dem Teller und eine Halbierung des Konsums von rotem Fleisch und Zucker. Ungesunde Ernährung ist bereits heute eine der größten Ursachen für Gesundheitsrisiken weltweit und zugleich ein Risiko für die Klimastabilität. Johan Rockström, der als designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und ehemaliger Direktor des Stockholm Resilience Centre einer der führenden Forscher zum Thema planetarer Grenzen ist, ist Ko-Leiter der Lancet Kommission und einer der Hauptautoren des Berichts.
Mehr
Landwirtschaft im Klimawandel: Freier Handel könnte ökonomische Verluste ausgleichen
25.08.2016 - Rund um den Globus stellt der Klimawandel ein Risiko für die landwirtschaftliche Produktivität dar und könnte Nahrungsmittelpreise hochtreiben – das zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Finanzielle Gewinne und Verluste fallen für Produzenten wie Konsumenten zwar je nach Region unterschiedlich aus, unterm Strich müssen die Konsumenten künftig jedoch wohl mehr für den gleichen Einkaufskorb bezahlen. Da die zusätzlichen Kosten der Konsumenten die Gewinne der Produzenten übersteigen, ist bis zum Ende des Jahrhunderts mit steigenden Nettoverlusten im Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor zu rechnen. Je nach Handelspolitik könnten ökonomische Verluste jedoch auf 0,3 Prozent des globalen BIP begrenzt werden.
Mehr
Die Lange Nacht der Wissenschaften am PIK
20.05.2019 - Nur noch wenige Wochen, dann öffnen in Berlin und Potsdam wieder mehr als 60 Wissenschaftseinrichtungen ihre Türen und Tore für Besucher aus der Umgebung. Von Vorträgen und Infoständen über Experimente und Führungen - am 15.Juni von 17-24 Uhr können interessierte Menschen wieder vielfältige Einblicke gewinnen in die Forschung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und mit Forschenden direkt ins Gespräch kommen.
Mehr
Lange Nacht der Wissenschaften: Eisforscher, Computerexperten, Waffelbäcker
13.06.2016 - Bei der Langen Nacht der Wissenschaften öffnete am vergangenen Samstag auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung seine Türen für die Öffentlichkeit. Dutzende Freiwillige zeigten wieder vollen Einsatz - Eisforscher bei der Kindervorlesung, Computerexperten bei der Führung am neuen Hochleistungsrechner. Und auch die Waffeln wurden kundig von Wissenschaftlern und ihren Mitarbeitern zubereitet. Rund 29.000 Neugierige besuchten die 70 teilnehmenden wissenschaftlichen Einrichtungen in Berlin und auf dem Potsdamer Telegrafenberg, etwa 1000 mehr als im Vorjahr.
Mehr
Lange Nacht der Wissenschaften in sommerlicher Hitze
14.06.2018 - Trotz drückender Hitze besuchten zur Langen Nacht der Wissenschaften dieses Jahr knapp 2000 Besucherinnen und Besucher aus Berlin und Brandenburg lieber den Potsdamer Telegrafenberg, um das vielfältige Angebot des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der anderen Forschungsinstitute wahrzunehmen, statt in einen der nahegelegenen Badeseen zu springen.
Mehr
Lebensmittelverschwendung vermeiden heißt Klimafolgen mindern
07.04.2016 - Etwa ein Zehntel der globalen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft könnte bis zur Mitte des Jahrhunderts allein auf die Verschwendung von Nahrungsmitteln zurückgehen, wie eine neue Studie zeigt. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben erstmals für Länder rund um den Erdball umfassend untersucht, mit welchen Nahrungsmittelverlusten zu rechnen ist, und welche Emissionen damit verbunden sind. Derzeit findet ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion nicht den Weg auf unsere Teller. Dieser Anteil wird noch drastisch ansteigen, wenn Schwellenländer wie China oder Indien den westlichen Ernährungsstil übernähmen, so zeigt die Analyse. Dass ein umsichtigerer Umgang mit Lebensmitteln zur Ernährungssicherheit beitragen kann, ist bekannt. Gleichzeitig könnte das jedoch auch helfen, gefährlichen Klimawandel zu vermeiden.
Mehr
Lehren aus der Corona-Krise für die Stabilisierung des Klimas
17.08.2020 - Der Umgang mit der aktuellen COVID-19-Pandemie könnte wertvolle Erkenntnisse für die Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels liefern. Ein Forschungsteam des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat die Parallelen zwischen der globalen Gesundheits- und der Klimakrise aufgezeigt und analysiert, was politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Bürgerinnen und Bürger von der Corona-Pandemie lernen können und wie man die Lektionen daraus auf die Reduzierung der globalen CO2-Emissionen anwenden kann. Ihr Vorschlag: Ein "Klima-Corona-Vertrag", der die jüngere und die ältere Generation gleichermaßen mit einbezieht.
Mehr
Leibniz-Doktoranden treffen sich zur Generalversammlung am PIK
26.09.2019 - Doktoranden aller Fachrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft treffen sich in dieser Woche in Potsdam, um ihre Forschung zu diskutieren, Ideen auszutauschen und sich zu vernetzen. Gastgeber der zweitägigen Generalversammlung des Leibniz PhD Netzwerks ist dieses Jahr das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ingo Bräuer, Leiter Wissenschaftskoordination und Transfer am PIK, begrüßte die Studierenden auf dem Telegrafenberg.
Mehr
Leibniz-Einrichtungen starten Initiative „Integrierte Erdsystemforschung“
9.07.2021 - Forschende verschiedenster Disziplinen aus den Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft starten eine Initiative für eine „Integrierte Erdsystemforschung“. Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Europa und weiteren Ländern werden sie das aktuelle, stark durch die Menschen geprägte Erdzeitalter in einer bisher nicht dagewesenen Weise koordiniert und interdisziplinär untersuchen.
Mehr
Leibniz-Gründerpreis für "elena international" vom PIK
25.03.2019 - "Electricity network analysis" - die Ausgründung "elena" des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ist mit dem Leibniz-Gründerpreis 2019 ausgezeichnet worden. Sie erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für eine neue Anwendung zum Ausbau Erneuerbarer Energien in Mikro- und Inselstromsystemen.
Mehr
Leibniz im Bundestag 2022
01.06.2022 - Mit dem Format „Leibniz im Bundestag“ bietet die Leibniz-Gemeinschaft den Abgeordneten des Deutschen Bundestags seit nunmehr 14 Jahren Einzelgespräche mit Forschenden der Leibniz-Gemeinschaft zu einer Vielzahl von Themen an.
Mehr
PIK-Expertise bei "Leibniz im Bundestag"
26.05.2023 - Von Wasserstoff bis zu den EU-Klimazielen, von Moorschutz bis hin zur Tierwohlabgabe: Forschende des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) waren quer durch alle Forschungsbereiche mit zahlreichen Themen bei "Leibniz im Bundestag" vertreten. Mit dem Politikformat bietet die Leibniz-Gemeinschaft jährlich den Abgeordneten des Deutschen Bundestags Einzelgespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an.
Mehr
Leibniz im Bundestag: Meet-a-Climate-Scientist
10.06.2020 – Die Politik hört die Wissenschaft – was unter Corona sehr deutlich wurde, hat die Leibnizgemeinschaft bereits seit einigen Jahren institutionalisiert. In der jährlichen Aktion „Leibniz im Bundestag“ boten in diesem Jahr 329 Forscherinnen und Forscher aus 67 Leibniz-Instituten ihre Themen den Volksvertreterinnen und –vertretern an. Aus dieser üppigen Speisekarte von gut 500 Angeboten konnten diese dann Themen wählen und Termine mit den Forschenden buchen. Das Thema Klima war auch in diesem Jahr wieder beliebt: 21 Themen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Potsdam-Instituts angeboten, 14 Gespräche wurden mit PIK-Beteiligung geführt.
Mehr
Vom Abkommen zur Umsetzung: Leibniz-Lunch nach der Weltnaturkonferenz
14.06.2023 - Anregender Austausch zwischen Wissenschaft und Politik: Im Nachgang der Weltnaturkonferenz in Montreal 2022 hat das Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität mit Bundestagsabgeordneten über die Umsetzung des „Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework“ in Deutschland gesprochen.
Mehr
Leibniz-Präsident Kleiner besucht das PIK
27.01.2016 - Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besucht, um sich über aktuelle Projekte und Entwicklungen zu informieren. Im Mittelpunkt der Gespräche standen dabei auch wissenschaftsstrategische Überlegungen. Neben Treffen mit PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber tauschte sich Kleiner auch mit den Leitern der vier PIK-Forschungsbereichen aus.
Mehr