Schellnhuber im Goldenen Buch der Stadt Potsdam

 
05.09.2018 – „Von Potsdam nach Paris und zurück – Operation Klimarettung“ – so lautete der Titel eines Salongesprächs, das gestern Abend im Rathaus Potsdam stattfand. Eingeladen hatte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jacobs den Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, der sich an diesem Tag für seine langjährigen Verdienste auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eintrug.
Schellnhuber im Goldenen Buch der Stadt Potsdam
Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des PIK, beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Potsdam - neben ihm seine Familie und Oberbürgermeister Jann Jakobs. Foto: PIK

Bei dem durchaus heiteren Gespräch ging es um die großen Fragen einer drohenden Heißzeit und unumgänglichen Transformation zu nachhaltiger Entwicklung weltweit, aber auch für die Stadt Potsdam. Jacobs betonte die Notwendigkeit konkreter Schritte. Es mangele nicht an Ideen für Maßnahmen zum Klimaschutz, aber man brauche für die dafür benötigte breite Akzeptanz einen kulturellen Wandel. Schellnhuber sagte, Potsdam gehöre zu den wunderbarsten Städten der Welt und sollte in jeder Hinsicht – auch im Klimaschutz – in der Schwergewichtsliga boxen. Es lohne sich, um jede kleine Temperaturminderung zu kämpfen, denn es sei nicht sicher, bei welchem Zehntelgrad sogenannte Kipppunkte im Klimasystem ins Rutschen geraten könnten.

Im Anschluss an das Salongespräch würdigte der Oberbürgermeister Hans Joachim Schellnhuber als Koriphäe der Klimafolgenforschung, der wie kein Zweiter die internationale Debatte um nachhaltige Lösungen geprägt und das Ansehen Potsdams in der Welt gemehrt habe. Jacobs schloss mit den Worten: „Bringen Sie sich ein. Wir brauchen Ihre warnenden Worte, wir brauchen Ihre Hinweise auf
Veränderungen.“ Anschließend trug sich Schellnhuber in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.

Rede von Oberbürgermeister Jann Jacobs zur Würdigung Hans Joachim Schellnhubers: https://www.potsdam.de/575-ehrung-fuer-den-doyen-der-klimafolgenforschung