Umweltrat SRU: Umsteuern im Verkehrssektor erforderlich
23.11.2017 – Der Sachverständigenrat für Umweltfragen SRU hat sich in einem neuen Sondergutachten für eine Quote für Elektrofahrzeuge ausgesprochen. Mindestens 25 Prozent aller neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge sollen demnach im Jahr 2025 mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein. Mit Blick auf den zusätzlichen Strombedarf des Verkehrssektors sei zudem ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich. Außerdem solle in der neuen Legislaturperiode das Ende der Dieselprivilegierung eingeleitet werden. Vorschläge macht das Gutachten unter anderem auch zur Weiterentwicklung streckenabhängiger Pkw- und Lkw-Mautsysteme. Der Verkehrssektor ist derzeit für etwa ein Fünftel der Treibhausgasemissionen Deutschlands verantwortlich.
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Umweltsteuern könnten hunderte Milliarden Euro mobilisieren – und damit Haushalte an anderer Stelle entlasten
02.06.2021 - Klimawandel, Luftverschmutzung, Überdüngung, Plastikmüll oder Staus verursachen jährlich erhebliche Folgekosten für die Gesellschaft. Fachleute des Kopernikus-Projekts Ariadne haben jetzt erstmals die Kosten verschiedener Umwelt- und Gesundheitsschäden für Deutschland heruntergebrochen - ihre Schätzungen gehen von mehr als 13 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Durch Umwelt- oder Lenkungssteuern können diese Schäden als Kosten den Verursachern angelastet werden und damit starke Anreize für nachhaltigeres Wirtschaften gesetzt werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen in der Größenordnung von 348-564 Milliarden Euro können andere Steuern gesenkt werden, um Bürgerinnen und Bürger erheblich zu entlasten und einen sozialen Ausgleich herzustellen.
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UN-Klimagipfel einigt sich auf Regelwerk – jetzt muss gehandelt werden: Führende Forscher bei COP24 warnen vor "Heißzeit"
17.12.2018 - Das beim UN-Klimagipfel in Kattowitz vereinbarte Regelwerk ist "eine Erleichterung", so erklären die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dringend nötig wäre aber nun, den Ausstoß von Treibhausgasen stärker zu verringern - und hierbei haben die fast 200 bei COP24 versammelten Staaten versagt, sagen Johan Rockström und Ottmar Edenhofer. Bislang steuern die Regierungen den Planeten weiter in Richtung einer Heißzeit. Hierzu haben führende PIK-Forscher, darunter der Direktor Emeritus Hans Joachim Schellnhuber, unlängst eine wissenschaftliche Studie vorgelegt. Der in diesem Zusammenhang geprägte Begriff der Heißzeit wurde nun in Deutschland zum "Wort des Jahres 2018" gewählt.
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UN-Klimaziele sind ökonomisch sinnvoll: Ambitionierter Klimaschutz zahlt sich aus
13.07.2020 - Klimaschutz ist nicht billig – aber Klimaschäden sind es auch nicht. Wie viel Klimaschutz ist also wirtschaftlich gesehen am sinnvollsten? Diese Frage hat Ökonomen jahrzehntelang beschäftigt, insbesondere seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2018 für William Nordhaus, dessen Berechnungen nach eine Erwärmung um 3,5 Grad bis 2100 ein ökonomisch wünschenswertes Ergebnis sei. Ein internationales Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat nun die Computersimulation, die diesen Schluss gezogen hat, mit den neuesten Daten und Erkenntnissen aus Klima- und Wirtschaftswissenschaften aktualisiert. Sie stellten fest, dass die Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2 Grad ein wirtschaftlich optimales Gleichgewicht zwischen künftigen Klimaschäden und den heutigen Kosten für den Klimaschutz herstellt. Das würde einen CO2-Preis von mehr als 100 US-Dollar pro Tonne erfordern.
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UN-Nachhatligkeitsziele nur begrenzt wirksam, warnen Forschende
20.06.2022 - Nie stand Nachhaltigkeit weiter oben auf der Tagesordnung. Eine internationale Bewertung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) - die 17 globalen Ziele, die von Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen weltweit als Richtschnur für Maßnahmen in Richtung einer wohlhabenden und gerechten Zukunft verwendet werden - zeigt jedoch, dass sie nur begrenzte Auswirkungen haben und im Gegenteil sogar möglicherweise zum Greenwashing beitragen. Das entscheidende Jahrzehnt für die Zukunft der Menschheit auf der Erde ist schon zwei Jahre alt und noch immer sind grundlegende Änderungen erforderlich, wenn wir einen nachhaltigen und widerstandsfähigen Weg einschlagen wollen, so die Autorinnen und Autoren der in Nature Sustainability veröffentlichten Studie.
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UN-Wasserpreis für PIK-Forscher Zbigniew Kundzewicz
23.03.2021 - In einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit des UN-Generalsekretärs António Gutteres wurde dem PIK-Forscher Zbigniew Kundzewicz vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Polnischen Akademie der Wissenschaften ein renommierter Preis verliehen. Es handelt sich um einen der diesjährigen „Prince Sultan Bin Abdulaziz International Prizes for Water“, die vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen und der ständigen Vertretung Saudi-Arabiens bei der UNO gesponsert werden. Kundzewicz erhielt den Preis in der Kategorie „Oberflächenwasser“.
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UN-Ziele für Nachhaltigkeit: Besseres Wassermanagement ist entscheidend wichtig
20.7.2017 - Die Nutzung von Wasser für den Nahrungsanbau geschieht heute zu einem erheblichen Teil auf Kosten von Ökosystemen. Rund 40 Prozent des für die Bewässerung in der Landwirtschaft verwendeten Wassers ist nicht nachhaltig - die Entnahme schädigt Fluss-Systeme. Würde dieses Wasser nicht entnommen, könnten Ernteerträge in der Hälfte aller bewässerten Gebiete um mindestens ein Zehntel sinken. Dies deutet auf eine Spannung zwischen den UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) einerseits bei der Ernährung und andererseits bei Wasser hin. Allerdings könnte eine Verbesserung der Bewässerungsmethoden auf nachhaltige Weise die sonst zu erwartenden Produktionsrückgänge ausgleichen. Mehr noch: Würde Regenwasser stärker in das Management einbezogen, könnte sogar ein Produktionszuwachs von rund einem Zehntel erreicht werden.
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Neuer Bericht: Ungebremster Klimawandel gefährdet Entwicklungsfortschritte in Asien
14.07.2017 - Ein ungebremster Klimawandel hätte für Länder in Asien und Ozeanien verheerende Folgen und würde sich stark auf ihr zukünftiges Wachstum auswirken. Aktuelle Entwicklungserfolge könnten sich umkehren und die Lebensqualität abnehmen. Das zeigt ein Bericht, den die asiatische Entwicklungsbank (ADB) und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt haben.
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„Unbequeme Wahrheiten brauchen Freiheit“: Forscherin Winkelmann bei Allianz der Wissenschaftsorganisationen mit Bundespräsident Steinmeier
27.09.2019 - Wissenschaft solle sich einmischen, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Abschluss der Kampagne „Freiheit ist unser System“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen unter Federführung der Leibniz-Gemeinschaft. Beim Festakt im Berliner Futurium sprach auch die Physikerin Ricarda Winkelmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
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Unsere Energie in die Zukunft führen: Kopernikus-Projekte diskutieren Technologien und Pfade durch das Brückenjahrzehnt
02.07.2024 - Den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik & Gesellschaft fördern, Technologien und Transformationspfade entwickeln, die Weichen stellen für eine erfolgreiche Energiewende hin zu Klimaneutralität: Gut ein Jahr vor der Bundestagswahl dreht sich beim Kopernikus-Symposium alles um konkrete Wege zur Gestaltung der Energiewende, von Power-to-X-Technologien über flexible Energienetze und energieflexible Industrieprozesse hin zu Politikpfaden und -instrumenten. Die Gastgeber der Veranstaltung am 2. Juli 2024 in Berlin sind die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekte Ariadne, ENSURE, P2X und SynErgie. Gemeinsam gehören sie zu den größten deutschen Forschungsinitiativen zur Energiewende.
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„Unter 2 Grad“: Edenhofer in Buch zum Pariser Abkommen
18.4.2016 - Nationale Mindestpreise für CO2-Emissionen kombiniert mit einem internationalen Finanzausgleich könnten ein Weg sein, um das Klima-Abkommen von Paris real umzusetzen. Das schreibt Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, in seinem Beitrag zu dem Buch „Unter zwei Grad“. Der Sammelband bringt viele prominente Stimmen zusammen: von der Präsidentin des Umweltbundesamtes über mehrere Bundestagsabgeordnete bis zum Leiter des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Diese Woche wird die Neuerscheinung von der Bundesstiftung Umwelt mit dem Staatssekretär aus dem Bundesumweltministerium, Ko-Autor Jochen Flasbarth, in Berlin öffentlich vorgestellt.
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Unterernährt, übergewichtig, vergeudet: Neue Studie zeigt Folgen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte
18.11.2020 - Nur eine Handvoll Reis und Bohnen – ein Teil unserer Welt hungert. Pizza Hawaii und Eiscreme - ein anderer Teil unserer Welt ist übersättigt. Diese Kluft wird sich voraussichtlich vergrößern, während Lebensmittelverschwendung und der Druck auf die Umwelt zunehmen: Das ist das Ergebnis der neuen Studie eines Teams des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte, von spärlichen, auf Stärke basierenden Mahlzeiten hin zu tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln; ihre Berechnungen fassen erstmals Schätzungen für Unter- und Übergewicht, Ernährungszusammensetzung und Essensabfälle zusammen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Bis 2050 könnten mehr als 4 Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – übergewichtig sein, davon 1,5 Milliarden fettleibig. Gleichzeitig würden weiterhin 500 Millionen Menschen an Untergewicht leiden.
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Untergang der Kohle zu früh ausgerufen
07.02.2018 - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.
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Update planetare Grenzen: Grenze für Süsswasser überschritten
26.04.2022 - Eine Neubewertung der planetaren Grenze im Bereich Süßwasser deutet darauf hin, dass diese nun überschritten ist, so ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre und unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese Schlussfolgerung ist auf die erstmalige Einbeziehung von "grünem Wasser" - dem für Pflanzen verfügbaren Wasser - in die Bewertung der planetaren Grenze zurückzuführen.
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Urbane Interventionen: Künstler zu Gast am PIK
07.05.2015 - Zwei rumänische Architekten sind in diesem Mai zu Gast am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Alex Axinte and Cristi Borcan, die gemeinsam unter dem Namen studioBASAR tätig sind, suchen den Austausch mit der Wissenschaft. Sie treffen eine ganze Reihe von Forschern, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Städte beschäftigen. Die beiden Künstler sind als "Artists in residence" am PIK - neben dem Berliner Künstlerprogramms des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) ist in diesem Jahr erstmals auch die Stadt Potsdam als Partner mit dabei.
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Ursachen für Extrem-Hitzewelle 2021 in den USA ermittelt
17.01.2024 - Immer wieder kam es in den letzten Jahrzehnten zu beispiellosen Hitzewellen mit schwerwiegenden Folgen. Eine Erklärung für die extremen Ausmaße einiger dieser Hitzeereignisse gibt es bislang nicht. In einer neuen Studie zeigen Forschende der Universität von Pennsylvania und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt, dass der extreme „Hitzedom“ 2021 im Nordwesten der USA teils durch die resonante Verstärkung planetarischer Wellen verursacht wurde. Die Theorie, dass der Klimawandel durch einen Resonanz-Mechanismus wiederholt die atmosphärische Zirkulation rund um die Nordhalbkugel stört, hatte der kürzlich verstorbene PIK-Wissenschaftler Vladimir Petoukhov entwickelt. Die heute in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlichte Studie kann zu besseren Vorhersagen potenziell verheerender Wetterextreme beitragen.
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US-Botschafter diskutiert das Paris-Abkommen mit Klimaforschern
14.1.2016 - Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, hat diese Woche das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung besucht, um über die Konsequenzen des jüngsten UN-Gipfels von Paris zu diskutieren. Nach einem Treffen hinter verschlossenen Türen mit PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber hielt der hochrangige Gast eine Rede vor Forschern und Studenten. Sowohl der Botschafter als auch der PIK-Direktor betonten, wie dringlich es ist, jetzt Fortschritte auf dem Weg zu tatsächlichen Stabilisierung des Klimas zu erzielen.
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US-Präsidentschafts-Wahl: "Beispiellose Chance zur Stabilisierung unseres Klimas"
8.11.2020 - Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA ist Joe Biden mit Kamala Harris zum Gewinner erklärt worden, der amtierende Präsident Donald Trump gilt als geschlagen. Dies hat erhebliche Bedeutung für die internationale Klimapolitik. Hierzu Statements der wissenschaftlichen Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), dem Ökonomen Ottmar Edenhofer und dem Erdsystemforscher Johan Rockström.
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US-Rechnungshof will von Klimaforschern lernen
23.2.2015 - Der dem US-Kongress unterstellte Rechnungshof betrachtet die Auswirkungen des Klimawandels, etwa Überflutungen oder Dürren, als finanzielle Risiken. Um sich über die deutschen Blickwinkel auf dieses Thema zu informieren, hat die als "Government Accountability Office" (GAO) bekannte Einrichtung eine Delegation zum Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und zu einigen anderen Institutionen in Europa geschickt. Ergebnis wird ein Report sein, der Möglichkeiten zur Verbesserung von Informationen und Dienstleistungen der US-Regierung zum Klimawandel aufzeigen soll.
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Mit einem "Carbon Law" Emissionen bis 2050 auf Netto-Null bringen
24.03.2017 - Angesichts der Kluft zwischen wissenschaftlich basierten Zielen zur Emissionsreduktion einerseits und den nationalen Selbstverpflichtungen zur Klimastabilisierung andererseits haben jetzt internationale Experten in der hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschrift ‚Science‘ einen Fahrplan weg von Kohle und Öl vorgelegt. Mit diesem könnten die CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts unter dem Strich auf Null reduziert werden – orientiert an einem „Carbon Law“ der Halbierung der Emissionen aus fossilen Brennstoffen alle zehn Jahre. „Ein 'Carbon Law' kann auf allen Ebenen angewendet werden, in allen Sektoren und Ländern, und zu entschlossenem Handeln in naher Zukunft ermutigen“, sagen Johan Rockström und seine Kollegen. Ein „Carbon Law“ kann durch die Verbindung kurzfristiger Maßnahmen mit langfristigen Zielen „Schlüsselelemente für nationale und internationale Klimastrategien hervorbringen“, erklären Rockström, Direktor des Stockholm Resilience Centre, und Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Der umfassende und auf Jahrzehnte ausgerichtete Fahrplan würde sich über vier Dimensionen erstrecken: Innovation, Institution, Infrastruktur und Investition – und er würde Sektoren von Landwirtschaft und Finanzwesen bis zu Industrie und Transportwesen umfassen.
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