Die Klimaforscherinnen von morgen? Bereits zum 15. Mal fand am 23. April 2026 am PIK der Girls’ Day statt. Los ging es mit einer Führung über den Wissenschaftspark Albert Einstein auf dem Potsdamer Telegrafenberg. Dabei erhielten die Schülerinnen nicht nur einen Überblick über die dort ansässigen Institute, sondern lernten auch die Geschichte der Gebäude und ihre heutige Nutzung kennen. Über das Süring-Haus führte der Rundgang vom Supercomputer zum Michelson-Haus, dem Hauptgebäude des PIK.
Dort knüpfte der nächste Programmpunkt direkt an die Eindrücke aus dem Rundgang an: Die Physikerin Maria Martin vom PIK griff nicht nur Fragen zum namensgeben Wissenschaftler Albert A. Michelson und seinem berühmten Experiment auf, sondern schlug auch die Brücke zur praktischen Forschungsarbeit. Sie berichtete von ihrem eigenen Werdegang in der Wissenschaft und gab Einblicke in ihre Tätigkeit als Forscherin, etwa auf Expedition in die Antarktis. Besonders die persönlichen Erlebnisse stießen bei den Schülerinnen auf großes Interesse.
Einblick in die Klimaforschung anhand von Experimenten und Rollenspiel
Nachdem die Teilnehmerinnen schon einiges über die Arbeit mit Klimamodellen gehört hatten, wurden sie selbst aktiv: In einem Meeresströmungs-Experiment stellten sie die atlantische Umwälzzirkulation (AMOC) nach. Dabei wurde deutlich, wie empfindlich dieses System auf Veränderungen wie die Erderwärmung und das Abschmelzen der Polkappen reagiert und welche weitreichenden Folgen dies für das globale Klima haben könnte.
Zum Abschluss wurde es politisch: In einem Rollenspiel simulierten die Teilnehmerinnen eine internationale Klimakonferenz. In Ländergruppen vertraten sie ganz unterschiedliche Interessen, schmiedeten Bündnisse und verhandelten über den zukünftigen Verbrauch fossiler Energien. Es wurde deutlich, wie schwierig es ist, gemeinsame Lösungen zu finden - selbst wenn das Problembewusstsein vorhanden ist. Der von den Schülerinnen ausgehandelte Kompromiss hätte eine globale Erwärmung von etwa zwei bis vier Grad zur Folge.
Erstmals hatten die Teilnehmerinnen zudem die Möglichkeit, offene Fragen zur Klimaforschung an das Presseteam des PIK zu richten. Diese werden im Nachgang von PIK-Forschenden aufgegriffen und über die Social-Media-Kanäle beantwortet.
Der Girls’ Day ist ein Projekt zur Berufsorientierung von Schülerinnen, das Mädchen Einblicke in Berufsfelder ermöglicht, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Ziel ist es, Interesse für diese Bereiche zu wecken und langfristig zu fördern. Der Girls'Day leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Mädchen in MINT-Berufen und wird vom Bundesbildungsministerium gefördert.
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