Kohle-Ausstieg: Ankündigen von CO2-Bepreisung führt zu Divestment
29.01.2018 - Die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens wird bei Investoren auf der einen Seite und Eignern von fossilen Brennstoffen auf der anderen Seite gegensätzliche Reaktionen auslösen. Manche befürchten, entschiedene politische Maßnahmen zur CO2-Reduktion könnten – ein 'grünes Paradox' – eben diese Emissionen in die Höhe treiben: die Eigner fossiler Brennstoffe beschleunigen deren Ausbeutung, um noch maximale Profite zu erzielen, bevor die neuen Regeln greifen. Andererseits könnten aber Investoren auch ihr Geld aus der Kohle-Industrie abziehen, um einem Wertverlust ihrer Investitionen zuvor zu kommen. Dieses Abziehen und Umschichten von Kapital findet als Divestment bereits heute statt. In einer Studie wurden jetzt die beiden Effekte, die bislang nur unabhängig voneinander diskutiert wurden, erstmals gemeinsam untersucht. Unter dem Strich schlägt das Divestment das grüne Paradox, wenn ein substantieller CO2-Preis glaubhaft angekündigt wird, fand ein Team von Energie-Ökonomen heraus. Im Ergebnis würden die CO2-Emissionen insgesamt effektiv verringert.
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Real-Labor "Klimaneutral leben in Berlin": Teilnehmer diskutieren klimafreundlichen Alltag
28.02.2018 - 100 Haushalte, 365 Tage: Im PIK-Projekt „Klimaneutral leben in Berlin (KliB) erproben derzeit Privathaushalte in der Hauptstadt, wie sich der persönliche CO2-Fußabdruck zusammensetzt und sich im Verlauf eines Jahres die eigene Klima-Bilanz verbessern lässt. Jetzt treffen sich die Teilnehmer des Real-Labors erstmals persönlich, um Tipps für den klimafreundlichen Alltag zu diskutieren. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung am Mittwochabend in der ufa-Fabrik Berlin geht es um den Austausch der Erfahrungen aus den ersten Wochen des Real-Labors, Probleme und Lösungsansätze, sowie neue Impulse für einen kleineren CO2-Fußabdruck im privaten Alltag.
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PIK als weltbeste Klima-Denkfabrik ausgezeichnet
14/02/2018 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist die weltweit einflussreichste Denkfabrik zum Thema Umweltpolitik. Zum neunten Mal in Folge zählt das PIK damit zu den weltweit führenden Denkfabriken für Umweltpolitik. Der kürzlich von der University of Pennsylvania veröffentlichte "Global Go To Think Tank Index Report 2017" berücksichtigt im Ranking mehr als 6.500 Institute aus der ganzen Welt.
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Untergang der Kohle zu früh ausgerufen
07.02.2018 - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.
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Biomasse-Plantagen nicht vereinbar mit Planetaren Belastungsgrenzen
22.01.2018 - Im großen Stil Bäume oder Gräser in Plantagen anzupflanzen, um der Atmosphäre gezielt CO2 zu entziehen – das könnte zwar langfristig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, es würde den Planeten jedoch in anderen Bereichen über ökologische Belastungsgrenzen treiben. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) im Fachjournal Nature Climate Change stellt jetzt erstmals einen Zusammenhang her zwischen ambitionierten internationalen Klimazielen und dem umfassenderen Konzept der Planetaren Grenzen. Wenn Biomasse-Plantagen, in denen Pflanzen beim Wachstum Kohlendioxid binden, massiv ausgeweitet werden, würde das für ohnehin belastete Bereiche wie Biodiversität, Nährstoffkreisläufe, Wasserhaushalte und Landnutzung enorme Risiken bedeuten. Biomasse als CO2-Speicher kann daher nur in begrenztem Umfang einen Beitrag leisten, so die Studie. Um das Klima zu stabilisieren, ist das alles Entscheidende die rasche Senkung von Treibhausgas-Emissionen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.
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Abrupte Veränderungen entdecken – ob bei Ozeanwärme oder Finanzmärkten
03.01.2018 - Zeitreihen enthalten viele relevante Daten, sei es von Aktienindexen oder den Temperaturen der Meeresoberfläche. Ein verlässlicher Nachweis abrupter Veränderungen wie eine Talfahrt von Aktienwerten oder die Erwärmung des Pazifiks während eines El Niño ist natürlich wertvoll, aber die meisten Analysen berücksichtigen die Unsicherheiten in den Daten nicht. Die Herausforderung ist, plötzliche Veränderungen zu identifizieren und die zugrundeliegenden Unsicherheiten dabei zu kennen. Auch wenn es eine Reihe von Methoden zur Erkennung von Wechselpunkten gibt, stellen Wissenschaftler nun zum ersten Mal einen Ansatz vor, der die Unsicherheiten in Zeitreihen akkurat wiedergibt und somit eine robustere Analyse bietet.
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