"Die größte Geschichte unserer Zeit" PIK@Gamescom 2020

 
Extreme Wetterereignisse, der Anstieg des Meeresspiegels oder durch das Klima ausgelöste gewaltsame Konflikte: Der Klimawandel hat ein enormes narratives Potenzial für Spiele-Entwicklerinnen und -Entwickler. Auf der diesjährigen devcom digital conference 2020, dem zweiwöchigen digitalen Event im Vorfeld der weltgrößten Videospiele-Expo Gamescom, präsentierte Anders Levermann den Kreativen in der Spieleindustrie die neuesten Erkenntnisse der Klimafolgenforschung. Sein Ziel: mehr Spiele-Entwicklerinnen und -Entwickler zu ermutigen, das Thema Klima in ihre zukünftigen Projekte aufzunehmen.
"Die größte Geschichte unserer Zeit" PIK@Gamescom 2020
Anders Levermann hält einen Online-Vortrag bei der devcom 2020 (Foto: Screenshot)

In seinem Vortrag mit dem Titel "Die größte Geschichte unserer Zeit" erklärte Levermann die physikalischen Grundlagen des Klimawandels und wies auf mehrere aktuelle Klimaphänomene hin, die zum interaktiven Geschichtenerzählen inspirieren könnten: das Kippen des westantarktischen Eisschildes, zunehmende Hitzewellen in Europa, extreme Schneefälle an der Ostküste der USA oder Dürreperioden in Syrien, die zu dem anhaltenden Konflikt in der Region beigetragen haben. Außerdem beschrieb er die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen, die gleichzeitig auftretende Wetterereignisse hervorrufen könnten.

"Egal, ob wir uns der Herausforderung wirklich stellen und das Pariser Klimaabkommen von 2015 einhalten, oder ob wir gar nichts unternehmen und einer Verschärfung der Wetterextreme gegenüberstehen: Der Klimawandel wird - und ist bereits jetzt - die größte Geschichte unserer Zeit", betonte Levermann in seinem Vortrag. Wie und ob die Spiele-Entwicklerinnen und -Entwickler die geschilderten Klimaphänomene letztendlich in innovativen Plots und Spielmechanismen verarbeiten werden, bleibt ihnen überlassen - aber Levermann lieferte überzeugende Argumente dafür, dass Klimafragen das Potenzial haben, Millionen von Spielerinnen und Spielern auf der ganzen Welt zu bewegen.

Sehen Sie sich den gesamten Vortrag hier an:

https://www.youtube.com/watch?v=kIjiX1uEOTU&t=1s

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
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