Bürgerbeteiligung für Energiewende in Hessen und Berlin

 
25.04.2022 - Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ist ein wichtiges Element moderner Politik für die Energiewende. Der Soziologe Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ist an entsprechenden Ansätzen in den beiden Bundesländern Hessen und Berlin beteiligt und wird dort diese Woche bei Veranstaltungen mitwirken. Seine Forschungsgruppe arbeitet unter anderem zu Energiekonflikten.
Bürgerbeteiligung für Energiewende in Hessen und Berlin
Foto: Unsplash/iStock, Dmytro Varavin

"Klimaschutz und Ukraine-Krieg deuten in die gleiche Richtung: Es muss schneller gehen mit dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern,“ erklärt Reusswig. „Das ist eine Herausforderung für alle. Wenn möglichst viele an der Debatte darüber beteiligt werden, wie das genau gehen soll, können wir diese Herausforderung demokratisch gestalten. Darum unterstützen wir Beteiligungsprozesse in ganz Deutschland."

Beim Auftakt des „Berliner Klimabürger:innenrat“ mit Umwelt-Senatorin Bettina Jarrasch diese Woche wird Reusswig als Experte sprechen. Der Rat besteht aus 100 zufällig ausgelosten Bürgerinnen und Bürgern und soll acht Wochen lang Empfehlungen zu Energie, Verkehr, Gebäuden entwickeln. Ebenfalls diese Woche startet die Öffentlichkeitsbeteiligung für den Klimaplan Hessen mit Umweltministerin Priska Hinz, an dessen Erstellung Reusswigs Team beteiligt war. 300 Beteiligte sollen den Plan diskutieren, darunter auch hier 50 ganz normale Bürgerinnen und Bürger, die sich beworben haben und nach regionalen und sozialen Kritierien augewählt wurden.