GeoClimRisk: Neue Länder-Risikoprofile zu Klima- und Wirtschaftsrisiken in Indien, Indonesien und Nigeria

06. 10. 2026 – Drei jetzt veröffentlichte Länderrisikoprofile beleuchten die doppelte Kostenbelastung, vor der Indien, Indonesien und Nigeria stehen: Sie müssen sich mit zunehmenden Klimarisiken auseinandersetzen und gleichzeitig ihre Volkswirtschaften transformieren. Die Profile untersuchen, wie Klimarisiken, wirtschaftliche Entwicklung und die Transformation zusammenwirken, und zeigen mögliche Risiken, Zielkonflikte und Investitionsbedarfe auf. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit Forschenden aus allen drei Ländern im Rahmen des vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleiteten Projekts GeoClimRisk erarbeitet und werden heute auf der Berliner Klima- und Sicherheitskonferenz vorgestellt.
GeoClimRisk: Neue Länder-Risikoprofile zu Klima- und Wirtschaftsrisiken in Indien, Indonesien und Nigeria
Nigeria steht vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen die Auswirkungen des Klimawandels bewältigen und gleichzeitig in eine widerstandsfähige, klimaneutrale Zukunft investieren. Foto: Unsplash/Joshua Oluwagbemiga

Die Profile bieten eine länderspezifische Analyse physischer Klimarisiken, der Wirtschafts- und Energiestrukturen sowie des politischen Umfelds. Mithilfe von Klima- und Transformationsszenarien wird untersucht, wie sich die Folgen des Klimawandels und der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft auf Wachstum, Produktivität, finanzpolitische Handlungsspielräume und Investitionen auswirken könnten. Die Ergebnisse zeigen politische Handlungsoptionen, Investitionsbedarfe und mögliche Zielkonflikte auf und beleuchten zudem die geopolitischen, geoökonomischen und sicherheitspolitischen Auswirkungen.

Indien, Indonesien und Nigeria sehen sich einer doppelten Kostenbelastung gegenüber: Während sie bereits erhebliche wirtschaftliche Folgen des Klimawandels spüren, müssen sie zugleich in Anpassung, Resilienz und die Transformation ihrer Volkswirtschaften investieren. Angesichts zunehmender Klimarisiken sind diese Investitionen unerlässlich, um langfristiges Wirtschaftswachstum und Entwicklung zu sichern.

Eine Verzögerung der Energiewende könnte die Klimarisiken weiter erhöhen und damit auch künftige Schäden sowie den Anpassungs- und Finanzierungsbedarf. Die Analyse unterstreicht daher die Notwendigkeit, Klimarisiken und Transformationskosten gemeinsam zu adressieren.

Gemeinsam mit den internationalen Projektpartnern werden die Ergebnisse des Projekts am 6. Oktober 2026 im Rahmen der Breakout-Session „The Double Cost Crunch: Why Climate Investments Are Essential for Security“ auf der Berlin Climate and Security Conference (BCSC) im Auswärtigen Amt von 15:50 bis 16:50 Uhr vorgestellt und diskutiert.

GeoClimRisk – Die Geopolitik der Klimarisiken

GeoClimRisk wird vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt. Die internationalen Forschungspartner sind das Centre for Social and Economic Progress (CSEP) in Indien, das Institute for Economic and Social Research (IESR) in Indonesien sowie das Resource and Environmental Policy Research Centre (REPRC) von Environment for Development (EfD) an der University of Nigeria in Nsukka.

Das Projekt wird im Auftrag des Auswärtigen Amtes im Rahmen des Aktionsprogramms Klimadiplomatie (CDAP) durch die Internationale Klimainitiative (IKI) gefördert und von der GIZ durchgeführt.

Livestream „The Double Cost Crunch: Why Climate Investments Are Essential for Security“

Die Projektergebnisse werden am 6. Oktober 2026 von 15:50 bis 16:50 Uhr auf der Berlin Climate and Security Conference (BCSC) im Auswärtigen Amt vorgestellt.

Link zum Livestream:

https://berlin-climate-security-conference.de/en/bo-raume-willy-brandt-room-1

Kontakt:

PIK-Pressestelle
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: press@pik-potsdam.de
Web: https://www.pik-potsdam.de/de
Social Media: https://www.pik-potsdam.de/social