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Eine Reihe von Wetterkatastrophen
hat im Jahr 2002 erneut die Verwundbarkeit der menschlichen Gesellschaft
gegenüber Unwettern vor Augen geführt. In Deutschland
wird 2002 vor allem als das Jahr der großen Elbflut in Erinnerung
bleiben – als das Jahr, in dem Dresden unter Wasser stand. Anfang
August braute sich im Süden eine Genua-Zyklone zusammen: Luftmassen
sogen sich über dem erhitzten Mittelmeer mit Feuchtigkeit voll,
und brodelnde Wolkentürme stiegen in den Himmel. Diese feuchte
Luft zog nach Nordosten über die Alpen, das Riesengebirge und
die Karpaten – eine Situation, die unter Meteorologen als ›5b-Wetterlage‹
berüchtigt ist und die bereits 1997 zur Oderflut mit verheerenden
Schäden vor allem in Polen geführt hatte. Trifft die gesättigte
Luft auf Gebirge, so wird sie ausgedrückt wie ein Schwamm.
Je wärmer die Luft, desto größer der Schwamm: Die
Aufnahmekapazität für Wasserdampf in der Luft steigt mit
der Temperatur stark an. So ergossen sich im August sintflutartige
Regenfälle über Teile von Österreich, Tschechien
und Ostdeutschland, die die erst wenige Wochen zuvor aufgetretenen
Schäden durch ungewöhnlich schwere Sommergewitter in Vergessenheit
geraten ließen. Kaum bekannte Flüsschen wie Weißeritz
und Müglitz verwandelten sich in reißende Sturzbäche;
eine große Flutwelle bewegte sich wochenlang von Prag über
Dresden die Elbe hinunter. Die im November veröffentlichte
offizielle Schadensbilanz der Elbflut betrug allein für Deutschland
9,2 Milliarden Euro.
Doch die Elbflut verblasst im
internationalen Vergleich. Zur gleichen Zeit wie in Europa herrschten
im August auch in Süd-Korea, Indien, Nepal, Vietnam und China
schwere Überschwemmungen, die zahlreiche Menschenleben forderten.
Bereits die 1990er-Jahre hatten als Jahrzehnt der Überflutungen
gegolten. Es gab acht Fluten mit über 1 000 Todesopfern;
am schlimmsten war jene im April 1991 in Bangladesh, die 140 000
Menschenleben kostete.
Wetterbedingte Katastrophen wie
Überschwemmungen, anhaltende Dürren, verheerende Waldbrände
und schwere Stürme verursachen den Statistiken der großen
Rückversicherungsunternehmen zufolge mehr als die Hälfte
aller Schäden durch Naturereignisse, und die Anzahl solcher
Katastrophen hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Doch
hat dies etwas mit Klimawandel zu tun? Die Antwort ist notwendigerweise
kompliziert und erfordert zunächst die Klärung einiger
Hintergründe.
Ursachen von Klimawandel
Das Klima der Erde war schon immer veränderlich,
nicht erst seit der Mensch begonnen hat, in großem Stil
in den Naturhaushalt einzugreifen. In der Kreidezeit, vor rund
einhundert Millionen Jahren, stapften Saurier durch subtropische
Vegetation, auch in der Nähe der Pole – dies zeigen Fossilienfunde
und Ablagerungen. Die Atmosphäre enthielt damals viel mehr
Kohlendioxid als heute – man schätzt etwa das Zehnfache.
Seither hat sich das Klima allmählich abgekühlt, wahrscheinlich
weil durch plattentektonische Prozesse Kohlendioxid langsam aus
der Atmosphäre entfernt wurde. Seit rund drei Millionen Jahren
gibt es regelmäßige Eiszeitzyklen, die sich etwa alle
100 000 Jahre wiederholen.
Diese und andere Klimawechsel
quantitativ zu verstehen ist die Aufgabe der Klimaforschung, bei
der u. a. Meteorologen, Ozeanographen, Glaziologen, Physiker,
Geologen und Ökologen zusammenarbeiten. Das Klima der Erde
ergibt sich aus einem einfachen Strahlungsgleichgewicht: Die eingestrahlte
Sonnenenergie muss von der Erde entweder reflektiert oder durch
abgestrahlte Wärmestrahlung (Infrarot) ausgeglichen werden.
Je wärmer die Erde, desto mehr wird abgestrahlt: So stellt
sich bei einer bestimmten Temperatur ein stabiles Gleichgewicht
ein. Klimaänderungen treten auf, wenn dieses Gleichgewicht
gestört wird.
Die eingestrahlte Sonnenenergie
kann sich aus zwei Gründen ändern: entweder durch Schwankungen
in der Leuchtkraft der Sonne oder durch Änderungen der Erdbahn.
Die Leuchtkraft der Sonne schwankt geringfügig mit den Sonnenfleckenzyklen;
damit verbundene Klimaschwankungen lassen sich z. B. anhand von
Ablagerungen am Meeresgrund (Sedimentbohrkerne) nachweisen. Eine
größere Bedeutung haben die Unregelmäßigkeiten
der Erdbahn, die so genannten Milankovich-Zyklen: sie sind die
Ursache der oben erwähnten Eiszeitzyklen und von Änderungen
der Monsunzirkulation, die u. a. die Trockenheit der Sahara bestimmen.
Der reflektierte Anteil des Sonnenlichts
hängt von der Helligkeit der Oberflächen ab und wird
somit durch Wolkenbedeckung, Schnee- und Eisflächen und die
Vegetationsdecke reguliert. Dabei handelt es sich um Rückkopplungen
im Klimasystem, die zum Teil wie ein kräftiger Verstärker
von Klimawandel wirken. Kühlt sich etwa das Klima ab, gibt
es auch mehr Schnee und Eis, was durch die Zurückspiegelung
der Sonnenstrahlen zu noch stärkerer Abkühlung führt.
Die abgestrahlte Wärmestrahlung
der Erde muss durch die Atmosphäre ins All entweichen und
wird dabei zum Teil durch Treibhausgase wie Wasserdampf und Kohlendioxid
abgefangen und wieder zurückgestrahlt. Durch diesen Treibhauseffekt
wird die Oberfläche der Erde stark erwärmt: Ohne diesen
Effekt wäre sie –18 °C kalt statt der jetzt herrschenden
mittleren Temperatur von +15 °C. Durch Änderungen in
der Zusammensetzung der Atmosphäre kann also dieser natürliche
Treibhauseffekt verstärkt oder abgeschwächt und damit
die Gleichgewichtstemperatur geändert werden. In den letzten
420 000 Jahren, über die es aus Eisbohrkernen verlässliche
Daten gibt, haben sich Temperatur und Kohlendioxidgehalt in einem
engen Gleichklang entwickelt.
Verändert der Mensch das Klima?
Die Menschheit verbrennt derzeit jährlich
etwa so viel fossile Brennstoffe, wie sich in einer Million Jahre
gebildet haben. Knapp die Hälfte des dabei freigesetzten
Kohlendioxids (CO2) verbleibt in der Atmosphäre. Seit Beginn
der Industrialisierung ist der CO2-Gehalt der Luft um etwa ein
Drittel angestiegen, auf 370 ppm (parts per million). Damit ist
er weit höher als je zuvor in den abgelaufenen 420 000 Jahren,
in denen er zwischen dem Eiszeitwert von 190 ppm und dem Warmzeitwert
von 280 ppm pendelte. Die Treibhauswirkung des CO2 ist seit der
Arbeit von SVANTE ARRHENIUS (1896) bekannt, durch moderne Labormessungen
nachgeprüft und auch durch die Klimageschichte bestätigt.
Danach sollte der Anstieg des CO2 (sowie einer Reihe weiterer
Gase mit ähnlicher Wirkung, u. a. Methan) bis heute zu einer
Erwärmung der Erdoberfläche um etwa 0,5 bis 1,0 °C
geführt haben.
Tatsächlich ist im 20. Jahrhundert
eine globale Erwärmung von 0,6 bis 0,8 °C gemessen worden.
Gebirgsgletscher sind weltweit auf dem Rückzug, auch die
Weltmeere haben sich entsprechend erwärmt. Auf Zehntelgrade
genaue Rekonstruktionen vergangener Temperaturen vor dem 20. Jahrhundert
über weite Gebiete sind schwierig, doch eine Zusammenschau
der verfügbaren Klimadaten aus Gletschern, Baumringen, Korallen
usw. deutet darauf hin, dass die 1990er-Jahre auf der Nordhalbkugel
wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt in den letzten tausend
Jahren gewesen sind. Dies gilt nicht für jeden einzelnen
Ort, denn lokal können andere, größere Schwankungen
den globalen Erwärmungstrend überlagern.
Könnte dieser Erwärmungstrend
natürliche Ursachen haben? Die Milankovich-Zyklen der Erdbahn
würden derzeit eher zu einer (allerdings sehr langsamen)
Abkühlung beitragen. Schwankungen der Leuchtkraft der Sonne
sowie Vulkanaktivität waren die Hauptursachen der natürlichen
Klimaschwankungen der abgelaufenen eintausend Jahre; einige der
kälteste Phasen dieser Zeit fielen mit Minima in der Sonnenfleckenaktivität
zusammen. Doch betrugen solche Schwankungen im großräumigen
Mittel nur wenige Zehntel Grad; die derzeitige Erwärmung
geht offenbar bereits über das normale Schwankungsmaß
hinaus. Abschätzungen der Stärke der Leuchtkraftänderungen
der Sonne aus Satellitenmessungen, Sonnenfleckenbeobachtungen
und Isotopendaten zeigen zudem, dass die anthropogene (vom Menschen
verursachte) Störung des Strahlungshaushalts bereits ein
Mehrfaches dieser solaren Schwankungen beträgt. Dazu kommt,
dass gerade in der Phase der schnellsten Erwärmung, seit
ca. 1975, die Sonnenaktivität eher abgenommen hat und von
daher eine Abkühlung zu erwarten gewesen wäre. Vulkanausbrüche
tragen ebenfalls zur Abkühlung bei; so hat etwa der Ausbruch
des Pinatubo im Juni 1991 für etwa drei Jahre zu einer Abkühlung
der Nordhalbkugel um 0,2 bis 0,5 °C geführt, die mit
Klimamodellen korrekt vorausberechnet worden war.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten:
Die Erde hat in den letzten einhundert Jahren eine außergewöhnliche
Erwärmung erlebt, die auch quantitativ dem entspricht, was
aufgrund der anthropogenen Verstärkung des Treibhauseffekts
zu erwarten war. Andere plausible Gründe für diese Erwärmung
sind bislang nicht gefunden worden. Alles spricht daher dafür,
dass der Mensch derzeit die Hauptursache des Klimawandels ist.
Klimawandel und Unwetterhäufigkeit
Wenn der Mensch also die derzeitige
Erderwärmung selbst herbeigeführt hat – ist er auch
für die Elbflut und andere Unwetterkatastrophen verantwortlich?
Für ein einzelnes Ereignis lässt sich diese Frage grundsätzlich
nicht beantworten, denn ein Zusammenhang zwischen Klimawandel
und Unwettern kann nur statistisch belegt werden (wie etwa der
Zusammenhang zwischen Rauchen und der Häufigkeit von Lungenkrebs).
Die richtige (weil wissenschaftlich beantwortbare) Frage lautet
daher nicht, ob speziell die Elbflut eine Folge der Erderwärmung
war, sondern ob die Häufigkeit solcher Unwetter durch die
Erderwärmung zunimmt. Dieser Frage kann man sich auf zweierlei
Weise nähern: durch das physikalische Verständnis der
Klimaprozesse und durch eine Analyse der Beobachtungsdaten.
Physikalisch gesehen ist eine
Zunahme der Niederschläge in einem wärmeren Klima zu
erwarten, da bei höheren Temperaturen mehr Wasser verdunstet
und damit auch mehr Niederschlag fallen muss. Der gesamte Wasserkreislauf
wird angefacht. Das Klima der letzten Eiszeit war dagegen sehr
trocken, wie der u. a. im Eis von Grönland und Antarktis
nachgewiesene stark erhöhte Staubgehalt der damaligen Luft
belegt. Diese Trockenheit des Eiszeitklimas und zunehmende Niederschläge
bei einer globalen Erwärmung zeigen auch die Simulationsrechnungen
mit Klimamodellen, in denen die relevanten physikalischen Prozesse
quantitativ durchgerechnet werden können.
Der Nachweis aus den Beobachtungsdaten
der letzten Jahrzehnte ist dagegen nur schwierig zu führen.
Niederschläge sind in Zeit und Raum viel variabler und weniger
genau zu messen als etwa die Temperatur, und Extremereignisse
treten definitionsgemäß nur selten auf, sodass man
über sehr lange Zeitspannen Statistiken führen muss,
um signifikante Aussagen zu erhalten. Trotz dieser prinzipiellen
Schwierigkeiten stützen die Beobachtungsdaten einen Trend
zu stärkeren Niederschlägen besonders in mittleren und
hohen Breiten, z. B. im nördlichen Europa. Ein gutes, weil
über große Räume integrierendes Maß für
zunehmende Niederschläge sind die Abflussmengen großer
Flüsse. Für die großen nordeurasischen Flüsse
gibt es seit den 1930er-Jahren zuverlässige und regelmäßige
Messungen; danach hat die gesamte jährliche Abflussmenge
seither um 7 % zugenommen. In vielen Regionen zeigt sich nicht
nur eine Zunahme der Gesamtniederschläge, sondern auch eine
überproportionale Steigerung der Extremniederschläge.
Auch wenn die Elbflut also nicht
eindeutig auf einen Klimawandel zurückzuführen ist und
schon gar nicht als Beleg für diesen dienen kann, passt sie
in das Gesamtbild der globalen Erwärmung. Eine Häufung
solcher Unwetter in den kommenden Jahrzehnten muss aus wissenschaftlicher
Sicht erwartet werden.
Weitere Entwicklung
und Folgen
Durch den zu erwartenden weiteren
Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre werden die Temperaturen
in diesem Jahrhundert höchstwahrscheinlich weiter deutlich
ansteigen – bis zum Jahr 2100 um etwa 1,4 bis 5,8 °C. Zu diesem
Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des Intergovernmental Panel
on Climate Change (IPCC). Dessen Berichte entstehen in einem offenen
Prozess unter Beteiligung von mehr als 2 000 Klimawissenschaftlern
(also den meisten aktiven Forschern); sie fassen den aktuellen
Stand der Klimawissenschaft zusammen und geben Auskunft über
gesicherte Erkenntnisse sowie über die noch vorhandenen Unsicherheiten
und offenen Fragen. Die angegebene Spanne von 1,4 bis 5,8 °C
berücksichtigt unterschiedliche ökonomische Szenarien
sowie die Unsicherheiten über die Reaktion des Klimasystems.
Die Berichte des IPCC sind Grundlage der unten diskutierten internationalen
Vereinbarungen zum Klimaschutz.
Der Klimawandel wird danach für
Mensch und Natur vorwiegend negative Folgen haben. Bereits jetzt
sind in einer Reihe von Ökosystemen Veränderungen zu
beobachten, die auf die Erwärmung der Erde zurückgehen:
Gletscher schmelzen ab, Vögel brüten früher, die
Vegetationsperiode vieler Pflanzen hat sich verlängert. In
den Alpen hat sich die Winterzeit mit geschlossener Schneedecke
verkürzt, und Vegetationszonen haben sich zu größeren
Höhen verschoben. Im Mittelmeerraum haben aufgrund der trockeneren
und wärmeren Verhältnisse die Waldbrände zugenommen.
Besonders verwundbar gegenüber
dem Klimawandel sind Ökosysteme, die sich nur langsam anpassen
können, wie zum Beispiel Gletscher, Feuchtgebiete, Mangroven,
Ökosysteme in der Arktis und den Gebirgen, aber auch die
borealen und tropischen Wälder. Die Mehrzahl der Korallenriffe
wird einen Temperaturanstieg von 2 °C nicht überleben.
Der riesige Eispanzer Grönlands könnte bereits bei einer
Erwärmung um 3 °C vollständig abschmelzen. Noch
mehr Tiere und Pflanzen als bisher werden vom Aussterben bedroht
sein.
Eine wichtige Folge der Erwärmung
ist der Anstieg des Meeresspiegels, der im 20. Jahrhundert 10
bis 20 cm betrug. Im 21. Jahrhundert ist laut IPCC mit einem weiteren
Anstieg um 9 bis 88 cm zu rechnen. Dadurch werden etliche tief
liegende Inseln (etwa pazifische Atolle und die Malediven) sowie
Mündungsgebiete von Flüssen (etwa in Bangladesh) existenziell
bedroht. Einmal angestoßen, wird der Meeresspiegelanstieg
aufgrund der verzögerten Reaktion über mehrere Jahrhunderte
unaufhaltsam weitergehen, selbst wenn eine weitere Erwärmung
der Erde aufgehalten wird.
Maßnahmen zum Klimaschutz
Die Probleme der Menschheit werden
sich durch den Klimawandel wahrscheinlich gravierend verschärfen;
seine Begrenzung ist daher eine der größten politischen
und technologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Beim
Umweltgipfel in Rio de Janeiro im Jahr 1992 einigten sich fast
alle Staaten der Erde auf das grundsätzliche Ziel des Klimaschutzes
und verabschiedeten die United Nations Framework Convention on
Climate Change (UNFCCC). Konkrete Maßnahmen mit bindenden
Reduktionsverpflichtungen für die Industriestaaten wurden
1997 im Kyoto-Protokoll zum UNFCCC festgelegt, das inzwischen
von 97 Staaten (Stand November 2002) ratifiziert wurde und voraussichtlich
2003 in Kraft treten wird (nach der Ratifizierung durch Russland).
Die USA, mit 4 % der Weltbevölkerung verantwortlich für
ca. 20 % der weltweiten CO2-Emissionen, haben allerdings derzeit
nicht die Absicht, das Klimaprotokoll zu ratifizieren.
Das Kyoto-Protokoll kann auch
bei seiner Einhaltung nur einen ersten kleinen Schritt zum Klimaschutz
darstellen, da es die weltweiten Emissionen bis 2012 nur geringfügig
reduzieren dürfte. Um den weiteren Anstieg der klimawirksamen
Gase (CO2, Methan, Stickoxide u. a.) in der Atmosphäre zu
stoppen und damit das Klima zu stabilisieren, müssten die
Emissionen dieser Gase weltweit um rund 60 % verringert werden.
Je später dies geschieht, desto mehr wird sich das Klima
bereits verändert haben; daher sollte diese Reduktion auf
jeden Fall innerhalb dieses Jahrhunderts erreicht werden. Anzustreben
ist deshalb eine kontinuierliche Verringerung der globalen Emissionen
um rund 1 % pro Jahr. Ziel der 2002 gewählten Bundesregierung
ist laut Koalitionsvertrag eine Reduktion der deutschen Emissionen
von Klimagasen um 40 % unter das Niveau von 1990 bis zum Jahr
2020; im Jahr 2000 lagen die Emissionen bereits 19 % unter diesem
Niveau.
Prof. Dr. Stefan Rahmstorf
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
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