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Rochade

Klimapolitik und Vermeidungsstrategien in global vernetzten und in sich entwickelnden Volkswirtschaften: Die Rolle von Strukturwandel und Verteilungseffekten

Motivation: Ambitionierte Klimapolitik könnte traditionelle Industrien in Industrieländern negativ beeinflussen und das Entstehen von Industrien, die ein langfristiges ökonomisches Wachstum in Entwicklungsländern ermöglichen, behindern. Desweiteren könnten durch eine CO2 Besteuerung infolge einer strikten Klimapolitik die Preise von Konsumgütern und Dienstleistungen erhöht und insbesondere ärmere Haushalte stärker belastet werden. In dem ROCHADE Projekt soll erforscht werden, wie der Strukturwandel ökonomisches Wachstum und den Abbau von Armut beeinflusst, wie der Ausstoß von CO2 mit der Entwicklungsstufe von Volkswirtschaften zusammenhängt und wie der Klimawandel wiederum auf den Strukturwandel zurückwirkt. Bei der Analyse von Verteilungseffekten legt dieses Projekt einen besonderen Schwerpunkt auf die Wechselwirkung von Klimapolitik und Klimaschäden im Agrarsektor, einerseits, und dem Strukturwandel, d.h. der langfristigen Transformation von landwirtschaftlich dominierten Ökonomien zu industriell- sowie später dienstleistungsbasierten Volkswirtschaften, andererseits.

Ziel: Das Ziel des Projektes besteht darin, Verteilungseffekte von Klimapolitikszenarien zu quantifizieren und Politikmaßnahmen zu untersuchen, die zur Vermeidung nachteiliger Wirkungen beitragen.

Erwartete Ergebnisse: Die im Projekt ROCHADE erarbeiteten Ergebnisse stellen einen wesentlichen Beitrag zur deutschen und internationalen Klimaökonomieforschung dar. Das Projekt liefert eine umfassende Analyse der Wechselwirkung von Strukturwandel, Klimawandel und Klimapolitik. Neben der klimapolitischen Relevanz der Projektergebnisse, sind es vor allem die Verteilungsanalysen in den Fokusländern Indien und Deutschland, von denen eine praktische Verwertbarkeit erwartet werden kann. Um den Wissenstransfer zu unterstützen und damit den Austausch zwischen Forschung und Praxis zu intensivieren, wird der Förderschwerpunkt von dem Projekt Dialog zur Klimaökonomie begleitet und unterstützt.

Laufzeit: Januar 2019 – Dezember 2021

Partner: PIK (Verbundkoordinator), Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, Leibniz Universität Hannover, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Finanzierung: Das Projekt ROCHADE wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunktes "Ökonomie des Klimawandels" gefördert.

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