Sie sind hier: Startseite Forschung Nachhaltige Lösungsstrategien Forschung Energiestrategien Europa und Deutschland (ESED)

Energiestrategien Europa und Deutschland (ESED)

Willkommen auf der ESED-Homepage!

Bisher wurde Klimaschutz überwiegend von Vorreitern auf nationaler und subnationaler Ebene betrieben, meist mit dem Anstreben eine langfristige Transformation des Energiesystems einzuleiten. Seit dem Pariser Abkommen im Jahr 2015 ist der Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft auch zu einem globalen Bestreben geworden. Die ESED-Gruppe untersucht die ökonomischen, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Energiewende auf nationaler und multilateraler Ebene. Unser Fokus liegt auf Deutschland und Europa, unsere Forschung hat jedoch einen allgemeinen Anspruch hinsichtlich nationaler und multilateraler Politiken. Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe ermöglicht es relevante Perspektiven und Methoden ganzheitlich zu betrachten. Unsere Gruppe veröffentlicht in referierten Zeitschriften und bietet wissenschaftliche Politikberatung über Gutachten und Studien.

Team

 

Kernthemen

 

Methoden

  • Numerische und analytische ökonomische Modellierung, z.B. europäisches Stromsektormodell LIMES
  • Qualitative Politikanalyse
  • Stakeholder-Dialog

 

Aktuelle Projekte

  • 2016- AHEAD: Unilateral Action to Make a Global Difference: Towards Horizontal Leadership and Vertical Latitude for Germany & California, Stiftung Mercator.
  • 2015-2019 CD-LINKS: Linking Climate and Development Policies - Leveraging International Networks and Knowledge Sharing, Europäische Kommission.
  • 2015-2018: Wissenschaftliche Unterstützung zu Fragen der Entwicklung eines Governance-Systems für den 2030 Klima- und Energierahmen, BMWi.
  • 2015-2017: Hintergrundberichte zu aktuellen Entwicklungen in der Klimapolitik auf nationaler und subnationaler Ebene in den USA und Kanada mit Schwerpunkt Emissionshandel, BMUB.
  • 2013-2017 de.zentral: Institutionell und technologisch konsistente Energiestrategien für eine dezentral oder zentral organisierte Energiewende in Deutschland.

 

Details zu den Kernthemen...

  • Deutsche und europäische Energiewende

Planung & Infrastruktur

Die Dekarbonisierung des europäischen Stromsektors ist von zentraler Bedeutung für den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft. Lange Laufzeiten beim Ausbau der notwendigen Infrastruktur zusammen mit der technischen Komplexität des Stromsystems bedürfen einer langfristigen und systematischen Analyse von Übergangspfaden. Die Modellierung der Grundeigenschaften des Stromsystems und ihrer Interaktionen mit anderen Sektoren des Energiesystems ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Unsere Forschungsgruppe arbeitet an der Entwicklung intelligenter Lösungen, die die grundlegenden Dynamiken einer klimaschonenden Infrastruktur erfassen, aber auch großskalige Sensitivitätsanalysen ermöglichen.

Zentrale Forschungsfragen:

Welche Kosten, Nutzen und Trade-Offs sind mit unterschiedlichen Pfaden für die deutsche und europäische Energiewende verbunden?
Welche Technologien werden benötigt um steigende Anteile an erneuerbaren Energien in das bestehende Energiesystem erfolgreich zu integrieren?

Mitarbeiter: Eva Schmid


Gesellschaftliche Aspekte der Transformation des Energiesystems

Gesellschaftliche Teilhabe und Akzeptanz sind eine bedeutende Herausforderung in der Transformation des Energiesystems. ESED untersucht diesen Aspekt hauptsächlich in Bezug auf die deutsche Energiewende. Die deutsche Energiewende ist einer der wenigen Fälle weltweit, in denen die Transformation (zumindest im Stromsektor) gesetzlich verankert ist.

Zentrale Forschungsfragen:

In Bezug auf Technologien, Institutionen und Akteure - was sind die Unterschiede zwischen einer zentral oder dezentral umgesetzten Energiewende in Deutschland?

Wie sieht eine konsistente zentrale oder dezentrale Energiestrategie für Deutschland aus?

Mitarbeiter: Eva Schmid, Christina Roolfs (PI-Gruppe)

  • Strommarktdesign

Die Integration erneuerbarer Energien stellt eine große Herausforderung für den derzeitigen Strommarkt dar. Kernprobleme betreffen Wetterabhängigkeit (Wind und Sonne) und Kostenstruktur (hohe Investitionskosten, niedrige Betriebskosten). ESED analysiert mögliche Anpassungen des Strommarktes um erneuerbare Energien so effizient wie möglich zu integrieren und eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Zentrale Forschungsfragen:

Wie sollten Strommärkte mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien optimal gestaltet werden? Welche Politikinstrumente können uns dorthin bringen – und was sind die Eigenschaften und Implikationen von möglichen Pfaden?

Wie können die hohen Marktrisiken von erneuerbaren Energien effizient verteilt werden?

Was ist der soziale Nutzen von preissensitiver Nachfrage und wie kann diese über dynamische Bepreisung implementiert werden?

Mitarbeiter: Christian Gambardella, Oliver Tietjen, Michael Pahle

  • Nationale Klima- und Energiepolitiken

Entscheidungsträger auf der ganzen Welt haben eine Vielzahl an verschiedenen Klima- und Energiepolitiken eingeführt. ESED untersucht aktuelle Politikansätze nicht nur in Hinblick auf ihre Klimaauswirkungen sondern auch hinsichtlich anderer Motive (z.B. Arbeitsplätze, Zugang zu Energie, Versorgungssicherheit, Gesundheit), welche häufig einen Mehrwert über den Klimaschutz hinaus darstellen. ESED schaut sich insbesondere Vorreiterstaaten in diesem Gebiet an und analysiert eine mögliche Übertragung erfolgreicher Ansätze auf andere Länder.

Zentrale Forschungsfragen:

Was bedeutet „Vorreiterschaft im Klimaschutz“ und wie kann man diese Vorreiterschaft nutzen um Nachfolger zu gewinnen?

Was sind die Haupterkenntnisse von Klimavorreitern?

Was ist der aktuelle Stand des Klimaschutzes in anderen Ländern und welche Hürden muss die Klimapolitik hier überwinden?

Mitarbeiter: Michael Pahle, Anne Zimmer, Karoline Steinbacher (assoziiert)

Artikelaktionen