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Kommunikation von klimawissenschaftlichen Erkenntnissen für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik

Wie kommuniziert man klimawissenschaftliche Ergebnisse so, dass jeder sie verstehen kann?

KlimaschutzWie kann man die Bedeutung des 2-Grad-Ziel erklären und wie würde das Leben in einer 4 Grad wärmeren Welt aussehen? Welche Rolle spielen die Kippelemente bei der Klimaerwärmung und wo ist der Unterschied zwischen natürlichem und anthropogenen Treibhauseffekt? 

Die Komplexität der wissenschaftlichen Zusammenhänge und die wissenschaftliche Sprache erschweren die Kommunikation außerhalb der Wissenschaftsgemeinde. Diese Tatsache treibt auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit(BMUB) bei der Vermittlung ihrer Klimaschutzaktivitäten. Die Anforderungen an das Wissen über klimawissenschaftliche Zusammenhänge sind komplex und die am Rechner simulierten Projektionen mit Unsicherheiten behaftet. Außerdem variieren Szenarien über zukünftige Treibhausgasemissionen stark, je nach sozioökonomischer Entwicklung und zukünftigen Klimapolitikmaßnahmen. Diese Unsicherheiten stellen eine Herausforderung für die Kommunikation der damit zusammenhängenden zukünftigen Ausmaße des Klimawandels und seiner Folgen dar. Die Studie von Andreas Ziegler und seinen Kollegen von der Uni Kassel bestätigt den Zusammenhang zwischen Klimapolitik und privatem Klimaschutz; diejenigen, die die internationale Klimapolitik grundsätzlich für wichtig erachten, möchten auch persönlich mehr für den Klimaschutz tun. Um die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung für die Ziele der Klimapolitik zu erhöhen, erscheint deshalb die Verbesserung der Kenntnisse wissenschaftlicher Grundlagen ein wirksames Mittel zu sein.

 

Ziel des Projekts

Mit diesem Vorhaben soll die Akzeptanz einer ambitionierten Klimapolitik in der Bevölkerung gefestigt werden. Dazu sollen die klimawissenschaftlichen Grundlagen einem breiten Publikum vermittelt, das Bewusstsein für die Bedeutung der 2-Grad-Obergrenze verbreitet und die Akzeptanz für eine ambitionierte nationale und internationale Klimapolitik und die verbindlichen Klimaschutzziele gestärkt werden.

 

Vorgehensweise

Durch fortlaufende Beobachtung der aktuellen Trends der Klimawissenschaft und der politischen Diskussion werden jeweils halbjährlich Themen identifiziert und in Absprache mit dem BMUB im Rahmen des Projektes für unterschiedliche Kanäle textlich und grafisch technisch aufbereitet und in Form von konkreten Kommunikationsprodukten zur Verfügung gestellt.

Die aufbereiteten Themen werden über die bestehenden Kommunikationskanäle des BMUB verbreitet: www.bmub.bund.de und/oder www.klimaschutz.de; Newsletter des Service- und Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz (SK:KK).

Für die bildungsorientierten Wochenthemen sowie für die Vorschläge für Themen und Formate auf der Website und im Newsletter des BMUB-Bildungsservice bieten sich Synergien mit dem bereits bestehenden Umweltbildungsprojekt des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dem PIKee-Projekt an.

 

Leistungen

Häufigkeit

Newsreihe (online): Neues aus der Klimawissenschaft

insgesamt 36 Texte (in der Regel 1 x monatlich)

Klimazahl des Monats mit kurzem Textbeitrag (online)

insgesamt 36 Texte (in der Regel 1 x monatlich)

FAQs zu typischen Fragen zur Klimaschutzwissenschaft

bis zu 50 Fragen und Antworten über einen Zeitraum von 3 Jahren

Redaktionelle Aufbereitung von Texten (z. B. Hintergrundinformationen, Fachartikel)

8 Texte pro Jahr

Erstellen von Schaubildern

10 Bilder pro Jahr

Auswahl und Vorbereitung von Datenmaterial für interaktive Grafiken oder Webanwendungen

3 pro Jahr

Vorschläge für bildungsorientierte Wochenthemen für die bestehenden Kanäle des BMUBs: www.umwelt-im-unterricht.de sowie Vorschläge für Themen und Formate auf der Website und im Newsletter des BMUB-Bildungsservice (www.bmub.bund.de/bildungsservice) zu unterbreiten und inhaltlich aufzubereiten

8 Textbeiträge pro Jahr.

 

Dieses Projekt ist eine Kooperation mit e-fect, einer Genossenschaft, die auf Kommunikation und Dialog spezialisiert ist. Die Mitarbeiter von e-fect entwickeln einen Leitfaden mit Empfehlungen für die Kommunikation von klimawissenschaftlichen Erkenntnissen für das BMUB. Weiterhin sind die Mitarbeiter von e-fect für die Durchführung von sechs regionalen Journalistenworkshops zuständig.

 

Ansprechpartner

Ines Blumenthal
blumenthal@pik-potsdam.de
Tel. 0331 288 2656, Fax 0331 288 2695

Telegraphenberg A 62 / 1.13, 14473 Potsdam
Postanschrift: Postfach 60 12 03, 14412 Potsdam

www.pik-potsdam.de/klimakomm

Bekanntmachungsnummer 2014/S 241-424448

Projektdauer: Mai 2015 bis April 2018

 

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