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Forschung

Daten aus Gegenwart und Vergangenheit des Erdsystems sowie Daten über ökonomische und soziale Entwicklungen sind der Stoff, mit dem die meisten PIK-Wissenschaftler arbeiten. Die Analyse der weltweit ständig erhobenen Messwerte und Informationen dient dazu, komplexe Vorgänge besser zu verstehen. Dies gilt genauso für Fließprozesse im antarktischen Eisschild wie für die Entwicklung von Preisen im europäischen Emissionshandel. Beides betrifft das Klima.

Die so gewonnenen Erkenntnisse werden am PIK vielfach eingespeist in Modelle – mehrdimensionale Gleichungssysteme, die im Computer Vorgänge in Teilen des Erdsystems oder auch in Wirtschaftssystemen simulieren. Getestet werden die Modelle meist an der Vergangenheit. Ob sie zuverlässig etwa Temperaturverläufe in den vergangenen Kalt- und Warmzeiten nachbilden, lässt sich anhand von Daten aus natürlichen Klima-Archiven überprüfen. Hierzu gehören Eisbohrkerne aus den Polarregionen oder Sedimente von den Küsten. Sind die Modelle auf diese Weise geeicht, so lassen sich mit ihnen auch Entwicklungen in der Zukunft berechnen – immer aufgrund von bestimmten Annahmen, beispielsweise über den Anstieg von CO2-Emissionen.

Szenarien sind dann das Ergebnis: Nicht Vorhersagen, sondern Wenn-Dann-Aussagen. Oft sind die Szenarien mit Unsicherheiten etwa statistischer Art behaftet. Diese werden, wie es in der Wissenschaft üblich ist, klar benannt.

Bei aller gesellschaftlichen Relevanz und Dringlichkeit der Forschungsthematik steht das Streben nach wissenschaftlicher Exzellenz stets im Zentrum der Institutsaktivitäten. Die meisten Forschungsergebnisse werden nach strenger Begutachtung durch Forscher anderer Einrichtungen in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht. Das PIK selbst wird regelmäßig extern evaluiert. Erst auf der Grundlage dieser umfassenden Qualitätskontrolle stellt das PIK seine Forschungsergebnisse Entscheidern aus Politik und Wirtschaft zur Verfügung.

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