Konfliktkultur

Eine neue Konfliktkultur für die Energiewende
 

Das dreijährige Forschungsprojekt untersucht die Konflikte und die Konfliktkultur der deutschen Energiewende. Dabei hat es zum Ziel, Konfliktdynamiken, Argumentationen und Strategien der jeweiligen Akteure zu erforschen. Ein Schwerpunkt des Projektes liegt dabei bei der Identifikation populistischer Rhetorik und Narrative, die im gesellschaftlichen und politischen Diskurs gegenwärtig verstärkt präsent sind. Neben dem Ausbau der Windkraft und des Stromnetzes ist der Ausstieg aus der Braunkohle eine weitere spannungsreiche „Großbaustelle“ der Energiewende. Die interdisziplinär zusammengesetzte Forschungsgruppe geht primär der Frage nach, welche Ursachen der beobachteten Konfliktverschärfungen ausgemacht werden können. Ausgehend von diesen Ergebnissen sollen Ansätze für eine demokratische und konstruktive Streitkultur entwickelt werden, die als Grundlage für eine faire Ausgestaltung der Energiewende betrachtet wird.

Das PIK begleitet das Projekt federführend. Ziel dabei ist es, neben der Erforschung von Einstellungen, Deutungsmustern und lokalen Konfliktdynamiken schließlich auch Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und zu erproben, die möglichst breit übertragen werden können. Sie sollen dazu beitragen, lokale Polarisierungen zu vermeiden, die Anliegen der Bevölkerung besser einzubeziehen, eine demokratische Streit- und Aushandlungskultur zu stärken und die Anfälligkeit für populistische Interventionen zu verringern. Das Projekt wird zusammen mit dem Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen, das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam, die Universität Siegen, die Fachhochschule Mönchengladbach und das Institut für Raum und Energie in Wedel bei Hamburg durchgeführt. Gefördert wird das Vorhaben durch die Stiftung Mercator (Essen).

Duration

Aug 01, 2019 until Jul 31, 2022

Budget

527.000 €

Funding Agency

Stiftung Mercator

Contact

Fritz Reusswig