3. Bauinformation

 

                                                                                                                                           3. Quartal 2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Grundsteinlegung unseres Neubaus am vergangenen Mittwoch möchten wir zum Anlass für die dritte Bauinformation nehmen.

Seit der letzten Bauinformation im Januar ist viel passiert. Die Baustelle wurde vorbereitet, in dem die gefällten Bäume samt Wurzeln entfernt und Bauzäune aufgestellt wurden. Ein schmaler Weg durch den Wald wurde zur Baustraße befestigt und die umstehenden Bäume vor etwaigen Verletzungen durch Baufahrzeuge mittels Holzplanken sowie Wegbegrenzungen geschützt. Dann begannen die Erdaushubarbeiten. Viele Tonnen des auf dem Telegrafenberg vorherrschenden märkischen Sandes wurden teilweise auf der Messbahn hinter dem Einsteinturm zwischengelagert und teilweise abtransportiert. Der zwischengelagerte Sand wird nach Fertigstellung des Rohbaus verwendet um die Baugrube aufzufüllen und den Außenbereich rund um den Neubau zu gestalten. Nach und nach hat der Grundriss des Neubaus Gestalt angenommen. Inzwischen lässt sich die Form und Größe des Kleeblatts erahnen. Nun beginnen bereits die Arbeiten am Untergeschoß, welches den Großrechner und den Konferenzraum für 198 Personen aufnehmen wird.

Vor dieser Kulisse fand – leider im Nieselregen – der erste feierliche Akt des Bauablaufs statt. Mit der Grundsteinlegung wurde auch das 20jährige Jubiläum des PIK begangen und so würdigten, eingeleitet durch Prof. Schellnhuber, Bundesforschungsministerin Schavan und Kulturstaatssekretär Gorholt die Leistungen des PIK der vergangenen Jahre und betonten die Relevanz der geleisteten und zu leistenden Forschung. Prof. Dr. Mayer (Direktor der Leibniz-Gemeinschaft)  verwies auf den Pik (russisch für "Berg“) Leibniz in Kirgistan als geeignetes Symbol für die Zugehörigkeit des Instituts zur Leibniz-Gemeinschaft. Schließlich wurden Aspekte des Baus und des Forschungsprojekts durch den Architekt Stefan Tebroke und Prof. Dr.-Ing. Grunewald von der TU Dresden (TUD) erläutert.

Anschließend füllte Prof. Schellnhuber eine sogenannte Zeitkapsel, ein luftdicht verschließbares Kupferrohr, mit drei kleinen Glasbehältern,  einer Übersicht der Publikationen der PIK-Mitarbeiter aus dem Jahr 2011 und dem Nature-Artikel „Earth system’ analysis and the second Copernican revolution“ erschienen zur Jahrtausendwende. Die Glasbehälter wiederum enthalten Sand aus der Baugrube, Regenwasser vom Messfeld der Säkularstation sowie Luft (mit einer CO2-Konzentration von etwa 400ppm). Diese Zeitkapsel wird als Zeugnis für mögliche spätere Archäologen durch eine Glasplatte sichtbar in das Fundament eingebettet. Ein paar Fotos von diesem Ereignis und der Baustelle finden sich unter: http://www.pik-potsdam.de/forschungsneubau/bilder.

Im Rahmen des Forschungsprojekts zum Neubau wurden in den letzten Monaten zwei Fragestellungen schwerpunktmäßig bearbeitet. Zum einen wurde durch die TUD gemeinsam mit den Fachplanern ein Konzept für das Monitoring des Neubaus entwickelt. Durch begleitende Messungen in den ersten Jahren nach Inbetriebnahme des Gebäudes soll der Betrieb optimiert und die Energieeffizienzmaßnahmen überprüft werden. Zum anderen wurden vom Fachbereich Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der TUD Vorüberlegungen zur Entwicklung eines Wärmeenergieverbundes auf dem Telegrafenberg präsentiert und gemeinsam mit Vertretern der übrigen Institute (GFZ, AWI und AIP) diskutiert.

 

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