Aktuelles

 

„Braunkohle ist nicht zukunftsfähig“: Forscher zu Gast im Landeskabinett

01.09.2011 - Wenn Brandenburg seine Klimaziele erreichen will, kann es mit Strom aus Braunkohle nicht einfach weitermachen wie bisher. Das und mehr haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) diese Woche in der Kabinettsitzung der Landesregierung vorgetragen. „Ein so offenes und intensives Gespräch zwischen Wissenschaft und Politik ist alles andere als selbstverständlich“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. Bereits zum vierten Mal hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck ihn und seine Kollegen zur Diskussion über Energiepolitik und Klimawandel eingeladen.
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Studie zur kleinen Eiszeit: Geringe Sonnenaktivität kühlt das Klima nur unwesentlich ab

01.09.2011 - Die schwächelnde Sonne war nicht der bestimmende Faktor für die kleine Eiszeit. Vor allem Vulkanausbrüche sowie eine geringere Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre haben entscheidend zu dieser Phase kühleren Klimas im 16.und 17. Jahrhundert beigetragen, wie eine kürzlich erschienene Studie zeigt. Entsprechend kann von einer geringen Sonnenaktivität, wie sie von einigen Forschern für die kommenden Jahrzehnte erwartet wird, keine spürbare Abkühlung für das vom Menschen mit seinen Treibhausgas-Emissionen aufgeheizte Erdklima erwartet werden.
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Energie aus Biomasse rechnet sich langfristig auch mit Waldschutz

18.08.2011 - Werden Wälder weltweit vor der Abholzung und Umwandlung in Felder für Energiepflanzen geschützt, verringert dies das wirtschaftliche Potenzial der Bioenergie nur vorübergehend. Denn wenn es weniger zusätzliche Anbauflächen gibt, so können ertragssteigernde Investitionen in der Landwirtschaft dies langfristig durchaus ausgleichen. Das zeigt eine jetzt erschienene Studie. Allerdings würde in diesem Szenario die Nahrungsproduktion teils deutlich teurer.
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Trittbrettfahrerei ahnden: Spieltheorie zeigt Möglichkeiten für Klimaverhandler

29.8.2911 - Bei allen internationalen Bemühungen zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen sind Trittbrettfahrer ein Problem. Einen neuen Lösungsansatz für den Umgang mit solchen Staaten zeigt eine Studie aus der ökonomischen Spieltheorie auf, die diese Woche in der renommierten US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wird. Zumindest auf dem Papier ist es möglich, ein höheres Maß internationaler Zusammenarbeit zu erreichen, so ermittelten Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.
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„Beide Seiten profitieren“: Chinesisch-deutsche Sommerschule

29.8.2011 - Gemeinsam mit Klimaforschern aus Peking hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu einer Sommerschule in Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Erforschung von Wassermanagement angesichts des Klimawandels – gerade in China ist dies in vielen Flussgebieten eine drängende Frage. Chinesischer Partner ist das National Climate Centre, die zentrale Forschungseinrichtung zu dem Thema. Mehr als 40 Studenten etwa von der chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Nanjing, der Universität Frankfurt und der Bundeswehr Universität München nehmen von dieser Woche an zehn Tage lang teil.
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„Coming out“

19.08.2011 - Forscher sollen forschen, nicht sich einmischen – so heißt es oft. Philosophen und Physiker, Ökonomen und Ökologen versammelten sich diese Woche auf Initiative des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Viadrina School of Governance, um mit Fachleuten aus Politik und Wirtschaft hierüber zu diskutieren. „Wissenschaft muss sich stets vom Prinzip der Wahrhaftigkeit leiten lassen“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. „Gerade deshalb aber steht sie in gesellschaftlicher Verantwortung.“
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Forschung zu Algenblüten ausgezeichnet

14.07.2011 - Algenblüten können im Extremfall ganze Seen zum Kippen bringen. Welche Wirkung hier die Erderwärmung hat, das hat Veronika Huber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht. Für ihre Arbeit wurde sie nun von der Universität Potsdam mit dem Michelson-Preis ausgezeichnet – er wird von der Hochschule für die beste naturwissenschaftliche Dissertation des Jahres verliehen. Die Ehrung ist ein weiterer Ansporn für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des PIK.
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"Australien in einer heißen Welt"

12.07.2011 - Mitten in der erhitzten Debatte über die Einführung einer CO2-Steuer in Australien beleuchtet eine wissenschaftliche Konferenz in Melbourne die Folgen des Klimawandels für "down under". Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, ist von australischen Wissenschaftlern eingeladen worden, sowohl den Eröffnungsvortrag als auch die an ein breites Publikum gerichtete Hauptrede zu halten und am Abschlusspodium teilzunehmen. "Vier Grad oder mehr? Australien in einer heißen Welt" lautet der Titel der Veranstaltung.
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Indiens Umweltminister will Treffen von Wissenschaft und Politik in Potsdam

04.07.2011 - Führende Forscher und Politiker aus aller Welt sollen in Potsdam über neue Pfade für die internationalen Klimaverhandlungen debattieren – das hat der indische Umweltminister Jairam Ramesh am Montag bei einem Besuch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vorgeschlagen. Rechtzeitig vor der Ende des Jahres im südafrikanischen Durban stattfindenden neuen Verhandlungsrunde der globalen Staatengemeinschaft will Ramesh einige Akteure in Austausch mit der Wissenschaft bringen. Dabei könnte die Frage der fairen Verteilung von Anrechten auf den Ausstoß von Treibhausgasen im Mittelpunkt stehen. „Das Potsdam-Institut hat hier einiges an bahnbrechender Arbeit geleistet“, erklärte Ramesh.
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Kipp-Elemente im Klimasystem: Forscher verfeinern ihre Einschätzung

23.06.2011 - Der Eisschild der West-Antarktis ist ein mögliches Kipp-Element im Klimasystem, das teils bereits gekippt sein könnte. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Eismassen nahe der antarktischen Amundsen See bereits instabil zu werden beginnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change erschienenen neuen Einschätzung des gegenwärtigen Zustands von sechs potenziell instabilen Regionen im Klimasystem mit großen direkten Auswirkungen auf Europa. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens dieser Elemente steigt im Allgemeinen mit dem Anstieg der globalen Mitteltemperatur, als Folge des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen.
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