PIK beteiligt sich an EU-Projekt zur Analyse und zum Management von Waldbränden

 
03.06.2021 - Gemeinsam mit 38 Partnerinstitutionen aus 19 Ländern wird das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eine wissenschaftlich fundierte Strategie zum Management, zur Überwachung und zur Analyse von großen Waldbränden in Europa entwickeln. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt FirEUrisk bringt Forschende, Praktiker, politische Entscheidungsträgerinnen und Bürger zusammen, um die Verwundbarkeit und Widerstandsfähigkeit von Gemeinden und Ländern gegenüber Waldbränden in Nord-und Mitteleuropa sowie dem Mittelmeerraum zu untersuchen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Anpassung von Brandmanagementstrategien an erwartete klimatische und sozioökonomische Veränderungen.
PIK beteiligt sich an EU-Projekt zur Analyse und zum Management von Waldbränden
Foto: Karsten Windegeart/Unsplash

Die PIK-Arbeitsgruppe "Ökosysteme im Wandel", geleitet von der Feuerökologin Kirsten Thonicke, wird das bestehende Feuersimulationsmodell SPITFIRE ausbauen und weiterentwickeln. Gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden und dem Senckenberg-Forschungszentrum Biodiversität und Klima (SBiK-F) wird das PIK Methoden des maschinellen Lernens einsetzen, um Waldbrände in Europa besser zu überwachen.

Außerdem werden die PIK-Forschenden Landnutzungsszenarien verwenden, die die EU-Strategien des Green Deals, insbesondere zur Aufforstung, berücksichtigen. Mit Hilfe dieser Szenarien werden Thonicke und ihr Team dann abschätzen, wie sich das Risiko von Waldbränden unter dem Klimawandel allgemein, aber speziell in diesen Aufforstungsgebieten, verändern wird, und Anpassungsstrategien entsprechend korrigieren.

FirEUrisk wird von Domingos Xavier Viegas von der Universität Coimbra, Portugal, koordiniert. Die Initiative, so Viegas, "ist ein sehr ehrgeiziges Projekt, das einer sehr anspruchsvollen und kompetitiven Ausschreibung entspricht, die ein Forschungs- und Innovationsprojekt forderte, das sich mit allen Aspekten des Waldbrandmanagements auf integrierte Weise befasst. Es befasst sich mit der Verringerung des Risikos extremer Waldbrände, insbesondere für die Bevölkerung, indem Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden, aber unter Berücksichtigung dessen, was die zukünftigen Veränderungen des Klimas und der sozioökonomischen Aktivitäten für ganz Europa bringen könnten."