Nachrichten

 

Ausgezeichneter Klimaforscher: Schellnhuber erhält höchstrangige Ehrungen

08.09.2011 - Für seine weltweit führenden Beiträge zur Erdsystemforschung und für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Politik wird Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), in diesem Herbst gleich mehrfach ausgezeichnet. Der als höchste internationale Ehrung für Umweltwissenschaften geltende Preis der Volvo-Stiftung wird ihm Anfang November in Schweden übergeben. Bereits im Oktober verleiht ihm der Bundespräsident persönlich im Berliner Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Von der renommierten Universität Kopenhagen erhält Schellnhuber zudem die Ehrendoktorwürde.
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„Braunkohle ist nicht zukunftsfähig“: Forscher zu Gast im Landeskabinett

01.09.2011 - Wenn Brandenburg seine Klimaziele erreichen will, kann es mit Strom aus Braunkohle nicht einfach weitermachen wie bisher. Das und mehr haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) diese Woche in der Kabinettsitzung der Landesregierung vorgetragen. „Ein so offenes und intensives Gespräch zwischen Wissenschaft und Politik ist alles andere als selbstverständlich“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. Bereits zum vierten Mal hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck ihn und seine Kollegen zur Diskussion über Energiepolitik und Klimawandel eingeladen.
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Studie zur kleinen Eiszeit: Geringe Sonnenaktivität kühlt das Klima nur unwesentlich ab

01.09.2011 - Die schwächelnde Sonne war nicht der bestimmende Faktor für die kleine Eiszeit. Vor allem Vulkanausbrüche sowie eine geringere Menge von Treibhausgasen in der Atmosphäre haben entscheidend zu dieser Phase kühleren Klimas im 16.und 17. Jahrhundert beigetragen, wie eine kürzlich erschienene Studie zeigt. Entsprechend kann von einer geringen Sonnenaktivität, wie sie von einigen Forschern für die kommenden Jahrzehnte erwartet wird, keine spürbare Abkühlung für das vom Menschen mit seinen Treibhausgas-Emissionen aufgeheizte Erdklima erwartet werden.
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Energie aus Biomasse rechnet sich langfristig auch mit Waldschutz

18.08.2011 - Werden Wälder weltweit vor der Abholzung und Umwandlung in Felder für Energiepflanzen geschützt, verringert dies das wirtschaftliche Potenzial der Bioenergie nur vorübergehend. Denn wenn es weniger zusätzliche Anbauflächen gibt, so können ertragssteigernde Investitionen in der Landwirtschaft dies langfristig durchaus ausgleichen. Das zeigt eine jetzt erschienene Studie. Allerdings würde in diesem Szenario die Nahrungsproduktion teils deutlich teurer.
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Trittbrettfahrerei ahnden: Spieltheorie zeigt Möglichkeiten für Klimaverhandler

29.8.2911 - Bei allen internationalen Bemühungen zur Verringerung von Treibhausgas-Emissionen sind Trittbrettfahrer ein Problem. Einen neuen Lösungsansatz für den Umgang mit solchen Staaten zeigt eine Studie aus der ökonomischen Spieltheorie auf, die diese Woche in der renommierten US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wird. Zumindest auf dem Papier ist es möglich, ein höheres Maß internationaler Zusammenarbeit zu erreichen, so ermittelten Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.
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„Beide Seiten profitieren“: Chinesisch-deutsche Sommerschule

29.8.2011 - Gemeinsam mit Klimaforschern aus Peking hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zu einer Sommerschule in Berlin eingeladen. Im Mittelpunkt steht die Erforschung von Wassermanagement angesichts des Klimawandels – gerade in China ist dies in vielen Flussgebieten eine drängende Frage. Chinesischer Partner ist das National Climate Centre, die zentrale Forschungseinrichtung zu dem Thema. Mehr als 40 Studenten etwa von der chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Nanjing, der Universität Frankfurt und der Bundeswehr Universität München nehmen von dieser Woche an zehn Tage lang teil.
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„Coming out“

19.08.2011 - Forscher sollen forschen, nicht sich einmischen – so heißt es oft. Philosophen und Physiker, Ökonomen und Ökologen versammelten sich diese Woche auf Initiative des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Humboldt-Viadrina School of Governance, um mit Fachleuten aus Politik und Wirtschaft hierüber zu diskutieren. „Wissenschaft muss sich stets vom Prinzip der Wahrhaftigkeit leiten lassen“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. „Gerade deshalb aber steht sie in gesellschaftlicher Verantwortung.“
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Forschung zu Algenblüten ausgezeichnet

14.07.2011 - Algenblüten können im Extremfall ganze Seen zum Kippen bringen. Welche Wirkung hier die Erderwärmung hat, das hat Veronika Huber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht. Für ihre Arbeit wurde sie nun von der Universität Potsdam mit dem Michelson-Preis ausgezeichnet – er wird von der Hochschule für die beste naturwissenschaftliche Dissertation des Jahres verliehen. Die Ehrung ist ein weiterer Ansporn für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des PIK.
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"Australien in einer heißen Welt"

12.07.2011 - Mitten in der erhitzten Debatte über die Einführung einer CO2-Steuer in Australien beleuchtet eine wissenschaftliche Konferenz in Melbourne die Folgen des Klimawandels für "down under". Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, ist von australischen Wissenschaftlern eingeladen worden, sowohl den Eröffnungsvortrag als auch die an ein breites Publikum gerichtete Hauptrede zu halten und am Abschlusspodium teilzunehmen. "Vier Grad oder mehr? Australien in einer heißen Welt" lautet der Titel der Veranstaltung.
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Indiens Umweltminister will Treffen von Wissenschaft und Politik in Potsdam

04.07.2011 - Führende Forscher und Politiker aus aller Welt sollen in Potsdam über neue Pfade für die internationalen Klimaverhandlungen debattieren – das hat der indische Umweltminister Jairam Ramesh am Montag bei einem Besuch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vorgeschlagen. Rechtzeitig vor der Ende des Jahres im südafrikanischen Durban stattfindenden neuen Verhandlungsrunde der globalen Staatengemeinschaft will Ramesh einige Akteure in Austausch mit der Wissenschaft bringen. Dabei könnte die Frage der fairen Verteilung von Anrechten auf den Ausstoß von Treibhausgasen im Mittelpunkt stehen. „Das Potsdam-Institut hat hier einiges an bahnbrechender Arbeit geleistet“, erklärte Ramesh.
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Kipp-Elemente im Klimasystem: Forscher verfeinern ihre Einschätzung

23.06.2011 - Der Eisschild der West-Antarktis ist ein mögliches Kipp-Element im Klimasystem, das teils bereits gekippt sein könnte. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Eismassen nahe der antarktischen Amundsen See bereits instabil zu werden beginnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change erschienenen neuen Einschätzung des gegenwärtigen Zustands von sechs potenziell instabilen Regionen im Klimasystem mit großen direkten Auswirkungen auf Europa. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens dieser Elemente steigt im Allgemeinen mit dem Anstieg der globalen Mitteltemperatur, als Folge des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen.
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Meeresspiegel steigt heute schneller als je zuvor in den letzten 2000 Jahren

20.06.2011 - Seit Beginn der Industrialisierung steigt der Meeresspiegel schneller als je zuvor in den letzten zweitausend Jahren. Nach vielen Jahrhunderten mit stabilen oder nur langsam steigenden Werten geht die Kurve seit Ende des 19. Jahrhunderts steil nach oben. Das zeigt eine Untersuchung von Ablagerungen an der US-Atlantikküste - es ist die erste durchgehende Rekonstruktion der Veränderungen des Meeresspiegels über einen solch großen Zeitraum. Zumindest in den letzten tausend Jahren kann das Auf und Ab der globalen Durchschnittstemperatur das Verhalten des Meeresspiegels erklären, schreibt ein internationales Forscherteam in der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. Die neuen Daten erhärten die physikalisch begründete Annahme, dass der Meeresspiegel umso rascher steigt, je wärmer das globale Klima wird.
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Der Atomausstieg ist bezahlbar – die Energiewende aber braucht einen Kraftakt

10.06.2011 - Der teils heftig umstrittene Zeitpunkt des Atomausstiegs hat nur geringe Auswirkungen auf die Strompreise für Verbraucher. Ein Ausstieg deutlich vor 2020 könnte den Ausstoß des Treibhausgases CO2 in Deutschland allerdings kurzfristig in die Höhe treiben. Knackpunkt ist jedoch die Versorgungssicherheit. Sie kann nur gewährleistet werden, wenn gleichermaßen die erneuerbaren Energien und die fossile Stromerzeugung sowie die Netze ausgebaut werden, so haben Wissenschaftler jetzt erstmals umfassend errechnet. Dabei könne der Einsatz von Gaskraftwerken statt Kohlekraftwerken beim etwa gleichen Preis zu weniger Emissionen und mehr Wettbewerb im Strommarkt führen.
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Ausstieg aus der Atomkraft, Einstieg in die Energiewende

06.06.2011 - Der Atomausstieg ist in Deutschland heute Konsens – weit weniger klar ist aber, wie der Einstieg in ein neues Energiesystem aussehen soll. Was sind die Kosten des Ausstiegs, abhängig vom Zeitpunkt? Welche Kraftwerkskapazitäten müssen jetzt aufgebaut werden, und zwar neben den erneuerbaren Energien auch für die zusätzliche Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig, die am Freitag 10. Juni in Berlin öffentlich vorgestellt wird.
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Gute Fortschritte auf dem Weg zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien – trotz einiger Hindernisse

31.5.2011 - Gute Fortschritte gibt es auf dem Weg zu einer Stromversorgung zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien bis 2050. Das zeigt ein Bericht für Europa und Nordafrika, der heute in Brüssel veröffentlicht wurde. Bei der Entwicklung grenzüberschreitender Netze allerdings sind vor Ort wenig Fortschritte zu verzeichnen. Grund sei eine mangelnde Angleichung der Regelwerke und ein Mangel an Verfahren, wie mit wachsenden öffentlichen Widerständen umgegangen werden kann. Der Bericht – Ergebnis einer Zusammenarbeit des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), des International Institute for Applied System Analysis (IIASA) und der Unternehmensberatung PwC – baut eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Finanzwelt, um die Veränderungen des Stromsektors zu untersuchen. (Gemeinsame Pressemitteilung von PIK, IIASA, PwC, SEFEP)
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Lange Nacht der Wissenschaften: Tausende strömen auf den Telegraphenberg

31.05.2011 – Die zum 11. Mal stattfindende „Klügste Nacht des Jahres“ lockte am Wochenende zahlreiche Interessierte ans PIK. Neben Fachvorträgen und Führungen fand besonders die kleine Klimaprinzessin, ein Theaterstück für Kinder, großen Anklang.
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Mehr Stürme, mehr Fluten in Deutschland

25.05.2011 - Wetterextreme werden wegen des Klimawandels auch in Deutschland deutlich mehr Schäden verursachen. Erstmals haben jetzt Wissenschaftler konkrete Szenarien zu den möglichen Auswirkungen bis Ende des Jahrhunderts entwickelt. „Größere Fluten werden in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland etwa zwei bis drei Mal häufiger auftreten“, sagt Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Sturmschäden könnten um möglicherweise mehr als 50 Prozent zunehmen.
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Nobelpreisträger übergeben UN-Vertretern Empfehlungen: „Erkenntnisgestützte statt ideologiegetriebene Politik“

18.05.2011 - Nobelpreisträger und führende Umweltforscher haben die Entscheider in Politik und Wirtschaft aufgefordert, ihrer Verantwortung für den Planeten gerecht zu werden. „Wir sind die erste Generation, die die globalen Gefahren für die Menschheit erkennt“, heißt es in dem nach zweitägigen Beratungen beschlossenen Stockholm-Memorandum. Die Wissenschaftler übergaben es am Mittwoch in der Königlichen Akademie, wo sonst die Nobelpreise verkündet werden, der vom UN-Generalsekretär eingesetzten hochrangigen Expertengruppe zur globalen Nachhaltigkeit. Dieser gehören Minister und Staatspräsidenten an. Die Empfehlungen der Nobelpreisträger fließen ein in die Vorbereitung der großen UN-Umweltkonferenz „Rio plus 20“ im kommenden Jahr.
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Geniegipfel diskutiert globale Wende zur Nachhaltigkeit

16.05.2011 - Fast zwanzig Nobelpreisträger aller Fachrichtungen treffen diese Woche in Stockholm auf viele der weltweit führenden Forscher im Bereich Klima, Energie, Umwelt. Im Mittelpunkt ihrer Debatten stehen Visionen für die Schaffung von nachhaltigem Wohlstand innerhalb der Belastungsgrenzen unseres Planeten, insbesondere Strategien zur Stabilierung des Klimasystems und zur Sicherung der Welternährung. Eine vom UN-Generalsekretär eingesetzte hochrangige Expertengruppe zur globalen Nachhaltigkeit, der neben mehreren Staatspräsidenten und Ministern auch die EU-Umweltkommissarin Connie Hedegard angehört, wird am Mittwoch in der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften die Schlussfolgerungen der Nobelpreisträger entgegennehmen. Diese fließen ein in die Vorbereitung der großen UN-Konferenz „Rio plus 20“ im nächsten Jahr.
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Mexiko, Äthiopien, Norwegen zu Gast am PIK

13.05.2011 - Hochrangige Gäste aus der internationalen Politik besuchten diese Woche gleich reihenweise das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. So unterschiedlich auch die Länder sind, aus denen sie stammen, so übereinstimmend ist ihr Interesse an der Arbeit des Instituts, das mit seinem fächerübergreifenden Ansatz und der klaren Fokussierung auf die Klimaforschung weltweit als eine der führenden Einrichtungen gilt.
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Detlef Sprinz zum Honorarprofessor der Universität Potsdam ernannt

13.5.2011 - Detlef Sprinz, am PIK im Forschungsbereich „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“ beschäftigt, wurde kürzlich zum Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam berufen.
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Potenziale erneuerbarer Energien: PIK-Chefökonom stellt Bericht des Weltklimarats vor

12.05.2011 – Fast 80 Prozent der weltweiten Energieversorgung könnten bis 2050 aus erneuerbaren Quellen kommen – wenn politische Maßnahmen dies unterstützen. Der Anteil erneuerbarer Energien im globalen Energiemix der Zukunft wird in den wissenschaftlichen Szenarien unterschiedlich beziffert. Aber eine umfassende Begutachtung durch den Weltklimarat IPCC – dessen zuständige Arbeitsgruppe Ottmar Edenhofer leitet, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – zeigt das große Potenzial erneuerbarer Energien für die Vermeidung des Ausstoßes von Treibhausgasen und damit für eine Verringerung des menschgemachten Klimawandels.
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Vom Vatikan versammelte Wissenschaftler: Gletscherschmelze ist Vorbote des Klimawandels

09.05.2011 - Der Vatikan hat einen Bericht zur weltweiten Gletscherschmelze veröffentlicht, in dem führende internationale Wissenschaftler eindringlich vor den Folgen des Klimawandels warnen. Der Report listet zahlreiche Fälle des Rückgangs von Gletschern auf – in den Alpen ist bereits die Hälfte der Eismasse verschwunden, Tausende kleiner Gletscher im Himalayagebiet schrumpfen. „Wir rufen alle Nationen auf, unverzüglich effektive und gerechte Maßnahmen zur Verringerung der Ursachen und der Folgen des Klimawandels zu entwickeln und umzusetzen“, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Erklärung der Arbeitsgruppe. Das Papier wird Papst Benedikt XVI vorgelegt.
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Welthandel: Reiche Länder verursachen zunehmend CO2-Emissionen in ärmeren Ländern

26.04.2011 - Reiche Länder sind zunehmend für den Ausstoß von Treibhausgasen in ärmeren Ländern verantwortlich. Dort verursachen sie durch ihren Konsum mehr CO2 als sie in ihren eigenen Grenzen einsparen. Dies hat ein internationales Wissenschaftlerteam in der ersten umfassenden Studie zu diesem Thema herausgefunden. In den Industrieländern werden mehr und mehr Waren konsumiert, die in Entwicklungsländern produziert werden. Während in Industrieländern der Emissionsanstieg zwischen 1990 und 2008 insgesamt gebremst wurde, betrug er weltweit 39 Prozent. Die CO2-Emissionen für die Produktion von Gütern, die in Industrieländern konsumiert werden, ist dabei überdurchschnittlich gewachsen. Eine Verlagerung von Emissionen in die ärmeren Länder könnte auf Dauer die Wirkung von Emissionsbegrenzungen etwa in Deutschland oder Europa unterlaufen, so die Autoren. (Gemeinsame Presseerklärung der Technischen Universität Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung)
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Energiewende erfordert neuen Gesellschaftsvertrag

07.04.2011 - Um den Übergang in ein „effizient-erneuerbares Zeitalter“ zu bewerkstelligen, fordert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nicht weniger als einen Umbau der Zivilgesellschaft. Dies könne nur gelingen, wenn Bürger besser in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Erforderlich seien massive Investitionen in eine Energiewende, Änderungen im Konsumverhalten und globale Abgaben auf das Treibhausgas CO2. Das sind die Botschaften des unabhängigen Expertengremiums, das heute sein Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ vorgestellt hat.
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„Pionierarbeit bei der Entwicklung von Erdsystem-Modellen”: EGU ehrt Forscher

07.04.2011 - Für seinen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Mechanismen eiszeitlichen Klimawandels ist Andrey Ganopolski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ausgezeichnet worden. Die Europäische Vereinigung der Geowissenschaftler (European Geosciences Union, EGU) verlieh ihm auf ihrer an diesem Freitag in Wien zuende gehenden Jahrestagung die Milutin Milankovitch Medaille. Ganopolski werde geehrt „für seine Pionierarbeit bei der Entwicklung von Erdsystem-Modellen mittlerer Komplexität“, erklärte die EGU. Diese Modelle – Systeme mathematischer Gleichungen, die Vorgänge in der Atmosphäre, den Ozeanen und so weiter abbilden – bieten hohe Recheneffizienz, also relativ geringe Kosten. Im Gegensatz zu Erdsystem-Modellen höchster Komplexität erlauben es jene mittlerer Komplexität, mehr und längere Projektionen rechnen zu lassen. Erstmals konnten dank der Arbeit von Ganopolski und seinen Mitarbeitern wichtige Aspekte der Übergänge zwischen Warmzeiten und Eiszeiten realistisch simuliert und erklärt werden. Die Ergebnisse helfen, den menschgemachten Klimawandel unserer Tage besser einschätzen zu können.
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Straßenverkehr kann mehr zum Klimaschutz beitragen

30.03.2011 - Autos, Lastwagen, Schiffe und Flugzeuge sind Hauptverursacher des globalen Ölverbrauchs. In der EU ist der Transportsektor die einzige Wirtschaftsbranche, deren Treibhausgasaustoß ständig weiter wächst, und dies gerade auch im Straßenverkehr. Die hoch umstrittene Einführung von E10 Biotreibstoff in Deutschland löst dieses Problem nicht. Der Straßenverkehr könnte aber in Zukunft das Klima weniger belasten, wenn ein ausgewogener Mix von Instrumenten zum Einsatz käme, berichten Wirtschaftsforscher der Technischen Universität Berlin (TU) und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Zwei Maßnahmen werden von Ihnen hervor gehoben: Zum einen könnte bei der Zulassung von Neuwagen statt des CO2-Ausstoßes der Energieverbrauch zum Maßstab für Effizienzstandards gemacht werden. Zum anderen könnte der Straßenverkehr in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden. (Gemeinsame Pressemitteilung von TU Berlin und PIK)
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"Die Diktatur des Jetzt": Schellnhuber im Spiegel-Interview

22.03.2011 - Angesichts der nuklearen Tragödie von Japan hält Hans Joachim Schellnhuber einen neuen Gesellschaftsvertrag für nötig. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung erklärt im Spiegel-Interview, warum die Rechte künftiger Generationen mehr Bedeutung bekommen sollten. "Wir müssen ein für alle Mal beschließen, unseren Nachkommen mehr als nur Atomgefahren und Klimawandel zu hinterlassen", sagt er. "Das bedeutet Mitgefühl über Raum und Zeit hinweg."
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Graduate School zu Landnutzung punktet im Exzellenzwettbewerb

03.03.2011 - Im Exzellenzwettbewerb der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat sich die Graduate School „FutureLand“ für die Endrunde qualifiziert. In dem hauptsächlich von Berliner und Potsdamer Forschern entwickelten Projekt sollen rund 80 Doktoranden zur nachhaltigen Landnutzung forschen – Themen wie Klimawandel, Agrarwirtschaft, Entwaldung oder Biodiversitätsverlust stehen im Mittelpunkt. Die Humboldt-Universität (HU) leitet das Projekt, maßgeblich beteiligt sind das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und weitere außeruniversitäre Einrichtungen.
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Erhebliche Klimarisiken für Afrikas Bauern: IPCC lag richtig

01.03.2011 - Für die Ernteerträge von Afrikas Bauern ist der Klimawandel ein Risiko. Diese Aussage im letzten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) war vor einem Jahr teils heftig attackiert worden – sie sei nicht wissenschaftlich fundiert, so die Kritik, die damit auf die Glaubwürdigkeit des Weltklimarats zielte. Eben diese Aussage wird aber nun von der neueren Forschung bestätigt, schreiben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in der renommierten US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. „Keine der afrikanischen Agrarregionen ist auf der sicheren Seite“, sagt der Leitautor Christoph Müller. „Das ist ein belastbares Ergebnis, auch wenn wir vieles noch nicht genau genug wissen.“
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