Nachrichten

 

Schellnhuber spricht auf Konferenz zum Klimavertrag 2015

17.04.2013 - Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für einen Klimavertrag, der im Jahr 2015 vereinbart werden soll - und die europäische Zivilgesellschaft ist gefragt, den Findungsprozess der EU zu begleiten und zu unterstützen. Heute treffen sich dazu in Brüssel auf Einladung von Connie Hedegaard, Klimaschutzkommissarin der EU, Experten und Entscheidungsträger, um über die Gestaltung des neuen Klimaabkommens zu sprechen. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ist eingeladen, in einem Eröffnungsvortrag den neuesten Stand der Klimaforschung zu erläutern.
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Hochrangige Auszeichnung: Lewis Fry Richardson Medaille für Jürgen Kurths

09.04.2013 - Jürgen Kurths ist Preisträger der diesjährigen Lewis Fry Richardson Medaille. Diese sehr angesehene Auszeichnung der European Geosciences Union (EGU) ehrt herausragende Leistungen in den nichtlinearen Geowissenschaften. An den Leiter des Forschungsbereichs „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“ des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung wird die Medaille auf der derzeit in Wien stattfindenden Generalversammlung der EGU verliehen, an der mehr als 10.000 internationale Wissenschaftler aus den verschiedensten Disziplinen teilnehmen, von den Erdwissenschaften bis hin zur Raumfahrt.
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Risikomanagement in der Klimafolgenforschung

04.04.2013 - Auch die beste Forschung kann die Zukunft nicht voraussagen. Antworten auf die Herausforderungen von Klimaschutz und Anpassung erfordern deshalb oft Entscheidungen, die auf Unsicherheiten beruhen – etwa wenn neue Deiche gebaut werden, die auch schwere Sturmfluten abhalten sollen. Gezielte Strategien zum Risikomanagement könnten solche Entscheidungsprozesse verbessern und eine wichtige Rolle in der Entwicklung solider Politikoptionen spielen, schreibt ein Team internationaler Wissenschaftler, unter ihnen Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), im Fachmagazin Nature Climate Change. Ihre Studie „Risk Management and Climate Change“ untersucht, wie entsprechende Instrumente für die Einschätzung von Projektionen möglicher Klimaauswirkungen genutzt werden könnten.
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Forscher unterstützen Berlin auf dem Weg zur Klima-Neutralität

02.04.2013 - Berlin will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden – wie das machbar ist, soll jetzt ein vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geführtes Expertenteam zeigen. Auftraggeber ist der Berliner Senat. „Auf die Metropole Berlin schaut man in Europa und der ganzen Welt“, so PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. „Wenn die deutsche Hauptstadt ein Pionier wird für Klimaschutz, dann ist das ein Beitrag zur Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze globaler Erwärmung – denn hierfür braucht es nicht nur Staaten, sondern auch mutige Kommunen.“ Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, unterstreicht die Bedeutung der Machbarkeitsstudie: „Berlin muss eine energetisch hocheffiziente und topmoderne Stadt werden und die besten Innovations- und Investitionschancen nutzen! Damit wollen wir nicht nur unseren Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten. Wir wollen auch unserer Zukunftsverantwortung gerecht werden und mit gutem Beispiel vorangehen.“
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Ein kalter März trotz Klimawandel

28.03.2013 - Der diesjährige März in Europa war kalt. Wie das im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung stehen könnte, hat bereits 2010 PIK-Wissenschaftler Vladimir Petoukhov in einer Studie aufgezeigt: Durch das Schrumpfen der Eisflächen in der Arktis - Folge des Aufheizens der Atmosphäre durch Treibhausgase - können die großen Luftströme gestört werden. Dies hat eine höhere Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass es unter bestimmten Bedingungen in Europa öfter kalte Winter geben kann.
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Wilhelm-Foerster-Preis 2013 für Hans Joachim Schellnhuber

28.03.2013 - Für seinen „wichtigen Beitrag, die globale Wirkung der Zivilisation auf das Klima zu erforschen und die Ergebnisse in das Bewusstsein der Menschen, in die Gesellschaft und Politik zu tragen“ wurde der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, gestern Abend mit dem Wilhelm-Foerster-Preis 2013 der Urania Potsdam ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten unter anderem Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Sabine Kunst, und der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs.
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Vom Erdklima bis zur Medizin: Die Wissenschaft komplexer Systeme ist breit anwendbar

21.03.2013 - Forscher aus vielen verschiedenen Bereichen der Wissenschaft komplexer Systeme, und aus verschiedenen Ländern, treffen sich diese Woche in Potsdam. Von der Astrophysik bis zum Klimawandel, von der Neurowissenschaft bis zur Physiologie reichen ihre Themen - was einerseits den stark fächerübergreifenden Charakter der mathematischen Methoden zur Analyse nicht-linearer Daten zeigt. Und andererseits ihre breite Anwendbarkeit. Die Konferenz findet statt aus Anlass des 60. Geburtstags von Jürgen Kurths, der am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) einer der beiden Leiter des Bereichs Transdisziplinäre Methoden und Konzepte ist. Der international hoch anerkannte Wissenschaftler hat sich während seiner Laufbahn mit sämtlichen jener Themen befasst, die nun Gegenstand der Konferenz sind.
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Das Auftauen von Permafrost-Böden beschleunigt den Klimawandel – trotz mehr Pflanzenwachstum

13.02.2013 - Die globale Erwärmung hat zwei gegenteilige Effekte auf Permafrost-Böden wie die in Sibirien. Das Auftauen der normalerweise dauerhaft gefrorenen Erdschichten verstärkt einerseits Zersetzungsprozesse im Boden, was zu höheren CO2-Emissionen führt. Anderseits nimmt wegen der höheren Temperaturen das Pflanzenwachstum zu, und das dabei aufgenommene CO2 wird letztlich im Boden gespeichert. Dieser – oft vernachlässigte – zweite Effekt kann den ersten aber auf Dauer nicht ausgleichen, wie eine jetzt veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Kimafolgenforschung zeigt. Unter dem Strich steigen die Treibhausgas-Emissionen.
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Naturkundemuseum und PIK verknüpfen Vergangenheit und Zukunft

08.03.2013 - Das Berliner Naturkundemuseum und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung haben Anfang März eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Bei einem Besuch einer Delegation des Naturkundemuseums unter der Leitung des Generaldirektors, Prof. Dr. Johannes Vogel, wurden im Rahmen von Vorträgen und Gesprächen bereits zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine engere Vernetzung identifiziert.
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Aufruf zur Bewerbung: Global Sustainability Summer School 2013

06.03.2013 - "Complex(c)ity – Urbanization and energy transitions in a changing climate": unter diesem Titel findet die Global Sustainability Summer School 2013 statt. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) rufen jetzt zur Bewerbung für auf. Das intensive zweiwöchige Programm ist fokussiert auf globale Nachhaltigkeitsfragen aus der Sicht komplexer Systeme mit besonderem Schwerpunkt auf Urbanisierung, Energiewende und Klimawandel.
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Vom Regenwald des Amazonas bis zu Zellen im menschlichen Körper: Wie man Stabilität quantifiziert

07.01.2013 - Der Regenwald des Amazonas, Energienetze und Zellen im menschlichen Körper teilen alle eine beunruhigende Eigenschaft: Sie haben mehrere stabile Zustände. Wenn der weltgrößte tropische Wald bei fortgesetztem Klimawandel plötzlich schrumpft, die Energieversorgung kurzfristig zusammenbricht, oder wenn gesunde Zellen zu Krebszellen werden, so ist das ein Übergang von einem stabilen Zustand in einen anderen – und offenkundig unerwünschten. So erfasst es die Wissenschaft komplexer Systeme. Weil diese Übergänge typischerweise Ergebnis einer äußeren Störung sind, ist es wichtig zu wissen, wie stabil der erwünschte Zustand ist. Überraschenderweise hat diese Frage bislang wenig Aufmerksamkeit erhalten. Jetzt haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in Nature Physics ein neues Konzept zur Quantifizierung von Stabilität entwickelt.
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Weltklimarat sucht Gutachter

04.03.2013 - In den Vorbereitungen zur Veröffentlichung seines fünften Sachstandsberichts, der kommendes Jahr den Stand der Klimawissenschaft zeigen wird, ruft der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) Experten dazu auf, die zweite Entwurfsfassung des Beitrags der Arbeitsgruppe III zu kommentieren, die sich mit der Minderung des Klimawandels beschäftigt. Die Wissenschaftler, die diesen Prozess organisieren, bitten um freiwillige Beiträge von Experten aus allen Bereichen, von Wissenschaftlern über Geschäftsleute bis zu Vertretern von Nichtregierungsorganisationen.
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Schellnhuber wird Präsidenten der EU-Kommission in neuer Position beraten

28.03.2013 - Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, traf gestern die neu berufenen Mitglieder seines Beirats für Wissenschaft und Technologie (Science and Technology Advisory Council, PSTAC). Der Physiker Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, wird Teil dieser unabhängigen Gruppe hochangesehener Experten sein. Der Rat ist beauftragt, Ausblicke und Empfehlungen bereitzustellen, um Chancen zu erkunden und informierte Entscheidungen auf Basis der zur Verfügung gestellten Kenntnisse und Beratung treffen zu können.
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Wetter-Extreme: Neuer Mechanismus entdeckt – die Störung riesiger Wellen in der Atmosphäre

25.02.2013 - Eine ganze Reihe regionaler Wetter-Extreme hat in jüngster Zeit die Welt erschüttert – etwa die Hitzewelle in den USA 2011 oder jene in Russland 2010, als auch Pakistan überschwemmt wurde. Hinter diesen verheerenden Einzelereignissen gibt es eine gemeinsame physikalische Ursache, wie jetzt erstmals Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) aufzeigen. Ihre Studie wird diese Woche in der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht. Das Ergebnis: Der vom Menschen verursachte Klimawandel stört wiederholt die Muster der Luftbewegungen rund um die nördliche Erdhalbkugel, und zwar wahrscheinlich durch einen raffinierten Resonanz-Mechanismus.
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Klimaforscher Schellnhuber brieft den UN-Sicherheitsrat

15.02.2013 - Weil der Klimawandel auf höchster internationaler Ebene zunehmend als Sicherheitsrisiko erkannt wird, haben Pakistan und Großbritannien Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ersucht, zu einer dreistündigen Diskussion mit Mitgliedern des UN Sicherheitsrats nach New York zu kommen. Thema des Treffens: „potentielle Bedrohungen durch mögliche nachteilige Auswirkungen des Klimawandels auf den Erhalt von Frieden und Sicherheit“. Es findet an diesem Freitag im UN-Hauptquartier statt. Generalsekretär Ban Ki-moon plant, daran teilzunehmen.
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Earth League: Führende Forschungseinrichtungen gründen weltweites Netzwerk

14.02.2013 - Führende Forschungsinstitute aus mehr als zehn Ländern haben sich in der vergangenen Woche in London zur „Earth League“ zusammengeschlossen. Als weltumspannende Allianz herausragender Wissenschaftsvertreter aus der Klimaforschung und den Umweltwissenschaften bis hin zur Ökonomie konzentriert sich das Netzwerk auf planetarische Prozesse und Nachhaltigkeitsfragen. Die Earth League wird künftig im Jahresrhythmus zusammenkommen, um zu den drängendsten Zukunftsthemen fundierte Wissensgrundlagen für Entscheidungsträger zu erarbeiten.
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Szenario 2040 für Deutschland: Wie der Klimawandel unseren Alltag verändert

08.02.2013 - „Zwei Grad mehr in Deutschland“ - was das bedeuten könnte, haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erstmals gemeinsam mit Soziologen untersucht. Das unter diesem Titel jetzt im Fischer-Verlag erschienene Buch richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. Hitzesommer mit Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius sind nur ein Beispiel für die vielfältigen Folgen des Klimawandels in Deutschland: „Unser Leben in den Städten betrifft das genauso wie die Land- und Forstwirtschaft“, sagt PIK-Wissenschaftler und Mitherausgeber Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe. Das „Szenario 2040“ entwirft ein detailliertes Bild dieser möglichen Folgen - und zeigt auf, wie der Klimawandel unseren Alltag verändert.
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Neue Köpfe in Kuratorium und Beirat

29.01.2013 - Die beiden wichtigsten Aufsichtsgremien des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben sich für 2013 neu aufgestellt. Die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Hildegard Müller, ist von diesem Jahr an Mitglied des Kuratoriums. „Die Klimaforschung liefert zentrale Erkenntnisse für einen nachhaltigen Klimaschutz“, erklärt Müller. „Das PIK leistet hierzu seit Jahren wichtige wissenschaftliche Beiträge. Die deutsche Energie- und Wasserwirtschaft bekennt sich zum Klimaschutz. Sie hält weiter an ihrem bereits im Jahr 2009 beschlossenen Ziel fest, bis zum Jahr 2050 eine CO2-neutrale Energieversorgung zu gewährleisten und somit nachhaltigen Klimaschutz und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung in Einklang zu bringen. Und sie unterstützt die Ziele der Energiewende.“
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Studie: Emissionen früh zu senken bringt mehr, als sie später und dann stärker zu senken

14.01.2013 - Das Vermeiden von Schäden durch den Klimawandel hängt stärker vom frühen Beginn des Rückgangs von Treibhausgas-Emissionen ab als von der Geschwindigkeit dieses Rückgangs. Das ist ein Ergebnis der ersten Abschätzung von weltweiten Folgen des Klimawandels über alle Sektoren hinweg, von Überflutungen an den Küsten bis zu Ernteverlusten, die jetzt in Nature Climate Change veröffentlicht wurde. Regelungen zur Emissionsreduktion, welche die globale Erwärmung unter zwei Grad Celsius halten sollen, könnten der Studie zufolge Klimaschäden um 20 bis 65 Prozent verringern. Dies gilt im Vergleich zu dem, was bei ungeminderten Emissionen zu erwarten ist.
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Monatliche Hitzerekorde haben sich durch die Erderwärmung verfünffacht

14.01.2013 - Monatliche Temperaturextreme sind deutlich häufiger geworden – das zeigen Messungen aus aller Welt. Im Schnitt kommen Rekord-Hitzemonate heute weltweit fünfmal öfter vor, als ohne die globale Erwärmung zu erwarten wäre, das belegt eine neue Studie in Climatic Change. In Teilen Europas, Afrikas und Süd-Asiens hat sich die Zahl der monatlichen Hitzerekorde sogar verzehnfacht. 80 Prozent der beobachteten monatlichen Hitzerekorde wären ohne den Einfluss des Menschen auf das Klima nicht zustande gekommen, erklärt das Autoren-Team aus dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Universidad Complutense de Madrid.
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Aktionärshaftung als Schlüssel zur Transformation der Energiesysteme

08.01.2013 – Wenn Aktionäre unbeschränkt für Auswirkungen von Unternehmen auf die Umwelt haften müssten, könnte dies die Starrheit der fossil-nuklearen Energiewirtschaft verringern – und damit den Aufbau alternativer Energiesysteme unterstützen. Das zeigt eine neue Studie. Ohne solche Änderungen bestehender Regelwerke dominiert ein dynamischer „Lock-in“ der Energiewirtschaft, auch Einsperr-Effekt genannt: Kapital fließt zu den etablierten Unternehmen und Technologien statt zu neuen und nachhaltigeren Alternativen. Dieses Muster ist bekannt als ‚Erfolg den Erfolgreichen‘. Die Studie von Jérôme Dangerman vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institute für Klimafolgenforschung, wird in dieser Woche in den US-amerikanischen Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.
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Computersimulationen von Kosten zur Minderung des Klimawandels verbessern: PIK-Forscher koordinieren EU-Projekt

28.12.2012 - Computersimulationen von Energiesystemen, Wirtschaft und Landnutzung sind notwendig, um die Folgen von Strategien zur Begrenzung des Klimawandels abzuschätzen. Entscheidungsträger sind deshalb auf diese Einschätzungen angewiesen, um auf Basis robuster Informationen zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu entscheiden. Das ADVANCE-Projekt will die komplexen Vorgänge in der Wechselbeziehung von Klimapolitik und Wirtschaft im Kern besser verstehen und darstellen. Das Akronym steht für "Advanced Model Development and Validation for the Improved Analysis of Costs and Impacts of Mitigation Policies". Das Projekt wird vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung koordiniert und wird von der Europäischen Kommission mit sechs Millionen Euro finanziert.
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"Die Welt der Zukunft lässt sich am Besten vorhersagen, wenn man sie gestaltet": Schellnhuber beim Weltklimagipfel COP18 in Doha

Der Eröffnungsfilm des Weltklimagipfels COP18 in Doha, Katar, zeigt vieles - aber nur eine wissenschaftliche Einrichtung, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Diesen Ausschnitt zeigen wir hier, einschließlich eines Interviews mit PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. "Die Zukunft lässt sich am Besten vorhersagen", sagt er, "wenn man sie gestaltet."
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Warum die frühe Erde kein Schneeball war: das „Paradoxon der schwachen jungen Sonne“

17/12/2012 - In der Frühgeschichte des Planeten Erde strahlte die Sonne etwa 25 Prozent weniger hell als heute. Dennoch gibt es Hinweise dafür, dass die Oberfläche ihrer Ozeane nicht komplett zugefroren war. Die offensichtlichste Erklärung für dieses berühmte „Paradoxon der schwachen jungen Sonne“ scheinen hohe Konzentrationen von erwärmenden Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) zu sein. Mit Computersimulationen hat ein Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht, wie viel CO2 in der Atmosphäre enthalten sein musste, um die junge Erde nicht in einen „Schneeball-Zustand“ fallen zu lassen. Die nötige Menge ist höher als bislang gedacht, so das Ergebnis ihrer jetzt im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten Studie. Die Ergebnisse helfen, die Umwelt der frühen Erde in einer Zeit besser zu verstehen, als das erste Leben auf unserem Planeten entstand.
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MCC-Eröffnung: „Eine neue Art von Dialog an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik“

16.11.2012 - Das neu gegründete Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) startet jetzt durch. Mit bereits 13 Wissenschaftlern und 17 weiteren, die in den kommenden Monaten eingestellt werden, will das MCC ein neuer Faktor in der Nachhaltigkeits-Forschungsszene werden. „Das Institut will kühn versuchen, wissenschaftliche Abschätzungen so zur Verfügung zu stellen, dass sie Entscheidern tatsächlich helfen bei der Formulierung wissensbasierter Politik auf dem Gebiet von Klima und Ökonomie“, sagte MCC-Direktor Ottmar Edenhofer vor 200 Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft bei der Eröffnungsfeier. „Wir wollen das tun, indem wir eine neue Art von Dialog an der Schnittstelle von Politik und Wissenschaft etablieren.“
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Mehr Eisverlust durch Schneefall in der Antarktis

12.12.2012 - Stärkerer Schneefall kann zu mehr Eisverlust in der Antarktis führen. Die globale Erwärmung bringt allgemein mehr Niederschlag, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit halten kann. Frühere Studien legten deshalb nahe, dass der Klimawandel zu einem Anwachsen des Antarktischen Eispanzers führen wird. Jetzt zeigt eine in Nature veröffentlichte Studie, dass viel von diesem zusätzlichen Eis wieder verloren geht, weil sich der Eisfluss in den Ozean beschleunigt. Die Antarktis trägt daher wahrscheinlich mehr zum weltweiten Anstieg des Meeresspiegels bei, als bislang geschätzt wurde, so das Autorenteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
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„Für Fakten-basierte Entscheidungen“: Katar und PIK wollen Forschungsinstitut zum Klimawandel gründen

05.12.2012 - Die Katar Stiftung hat zusammen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) heute in Doha die Gründung eines Instituts zur Erforschung des Klimawandels angekündigt. Es wird das erste seiner Art sein „in einem Land, dessen Wohlstand sich auf fossile Brennstoffe gründet“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. „Katar hat erklärt, die Herausforderungen des Klimawandels anpacken zu wollen – und zwar indem es sich einsetzt für Forschung und Fakten-basierte Entscheidungen“, erklärte er. „Dies könnte ein Wendepunkt sein für einen Übergang hin zur Nachhaltigkeit.“ Die Wissenschaft zeige klar, dass der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen aus der Nutzung fossiler Brennstoffe „ab spätestens 2020 stark zurück gehen muss, wenn wir gefährlichen Klimawandel vermeiden wollen.“
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Weltklimagipfel in Doha: Schellnhuber hält Rede vor hohen Staatsvertretern

06.12.2012 – „Frag nicht, was globaler Klimaschutz für dein Land tun kann, sondern was dein Land für den Klimaschutz tun kann...“ - in Anlehnung an die berühmten Worte des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy hat Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), in Doha zu hochrangigen Staatsvertretern gesprochen. Er war eingeladen, die Keynote bei einem Gala-Dinner am Dienstagabend zu halten, mit dem das High-Level-Segment des Weltklimagipfels COP18 eröffnet wurde – für einen Wissenschaftler eine ungewöhnliche Ehre.
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Vier-Grad-Dossier für die Weltbank: Risiken einer Zukunft ohne Klimaschutz

19.11.2012 - Die Treibhausgas-Emissionen der Menschheit brechen jedes Jahr neue Rekorde. Daher befinden wir uns auf einem Kurs, der schon bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von vier Grad Celsius führen dürfte. Und somit in eine Welt mit Risiken außerhalb der Erfahrung unserer Zivilisation. Dazu zählen Hitzewellen, besonders in den Tropen, ein Hunderte Millionen Menschen betreffender Anstieg des Meeresspiegels, und Missernten, welche die globale Ernährungssicherheit gefährden – das zeigt ein für die Weltbank erstellter Report des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und von Climate Analytics aus Berlin. Betroffen seien vor allem die Armen dieser Welt, für die Entwicklung ohne Klimaschutz nach Lage der Fakten kaum möglich sei.
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"Grünes Wachstum" - Märchen oder Strategie? Climate Lecture 2012 an der TU Berlin

03.12.2012 - Wirtschaftswachstum lässt nicht nur Umsätze und Einkommen steigen, sondern auch den Ausstoß von Treibhausgasen. Ist "Grünes Wachstum" ein Ausweg, ist es "Märchen oder Strategie"? Gerade jetzt wird beim Weltklimagipfel in Doha über Probleme wie dieses gestritten. Lösungspfade zeigten bei der Climate Lecture an der Technischen Universität Berlin (TU) an diesem Montag vor rund 1000 Gästen zwei Wissenschaftler auf – der britische Wachstumskritiker Professor Tim Jackson und der Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor an der TU, Ottmar Edenhofer.
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