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Bundesregierung beruft Klimaforscher Schellnhuber in Kohle-Kommission
06.06.2018 - Die Bundesregierung hat den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, in ihre Kohle-Kommission berufen. Die hochrangig besetzte „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, so der offizielle Name, soll bereits bis Ende des Jahres einen Plan für die Kohle vorlegen. Der fossile Brennstoff ist für einen bedeutenden Teil des Ausstoßes von Treibhausgasen in Deutschland und der Welt verantwortlich, und damit für Klimarisiken. Um die Zusammensetzung der Expertenrunde war lange gerungen worden, sie wird gesteuert von nicht weniger als vier Ministerien: Wirtschaft, Umwelt, Arbeit, Innen.
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Arm und Reich: Steuern auf Landbesitz und Erbschaften können Ungleichheit verringern
22.03.2018 - Um die zunehmend ungleiche Verteilung von Vermögen in Industriegesellschaften zu verringern, ohne die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen, könnte ein Politikpaket aus Steuern auf Landbesitz und Erbschaften die optimale Lösung sein. Ein solches Maßnahmenpaket hätte gegenüber der Besteuerung von Unternehmen große Vorteile, wie eine neue Studie in der Zeitschrift International Tax and Public Finance feststellt. Es ist die erste Analyse, die den bisher vernachlässigten Faktor des Bodenwertes bei der Ungleichheit von Vermögen berücksichtigt. Der Grundbesitz ist auch deshalb von großem Interesse, da der Klimawandel die Bodenpreise und damit die Wohnkosten erhöhen könnte. Dem könnte durch intelligente Steuern entgegengewirkt werden, die gleichzeitig die allgemeine Ungleichheit in einem Land verringern - und damit möglicherweise ein Beitrag gegen den Populismus sind.
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PIK Expertinnen und Experten bei der Klimakonferenz in Bonn
11.05.2018 - Im Vorfeld der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Katowice (Polen) trafen sich rund 3000 Experten und Beobachter in Bonn, um über die Umsetzung des Pariser Abkommens zu beraten, das 2020 in Kraft treten soll. Zwei Kernpunkte dieser Zwischentagung waren die Weiterentwicklung des Regelwerks des Pariser Abkommens und die erste persönliche Phase des Talanoa-Dialogs, der letztes Jahr auf der COP23 eingeführt wurde. Mehrere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) nahmen an den zahlreichen Sitzungen und Präsentationen in Bonn teil.
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Klimarisiken für die Finanzwirtschaft: neuer Bericht von Banken, UN und Wissenschaft
Zusammen haben 16 Banken, die Vereinten Nationen, Wirtschaftsberater und Wissenschaftler erste Leitlinien erarbeitet, die dem Finanzsektor helfen sollen klimabezogene Risiken und Chancen besser zu erkennen. Der gemeinsam veröffentlichte Bericht "Extending our horizons" basiert auf ökonomischen Szenarien des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), des International Institute for Applied Systems Analyses (IIASA) und der Internationalen Energieagentur (IEA). Die innovative Methodologie soll Banken dabei unterstützen die bahnbrechenden Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) des Financial Stability Boards (FSB) umzusetzen. Im Fokus stehen dabei die Veränderungen, die durch einen Wandel zur kohlenstoffarmen Wirtschaft entstehen. Ein zweiter Bericht mit Blick auf die Folgen des Klimawandels für die Wirtschaft ist für Juni dieses Jahres geplant.
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Aman Malik
Aman Malik is a Post doctoral researcher in RD3.
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Edenhofer begleitet Außenminister Maas zu den Vereinten Nationen
29.03.2018 - Der designierte Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, begleitete diese Woche Außenminister Heiko Maas bei dessen Antrittsbesuch bei den Vereinten Nationen in New York. Edenhofer war der einzige Gast der Delegation des Ministeriums. Deutschland strebt für 2019 und 2020 einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an. Minister Maas führte dazu eine Reihe von Gesprächen und warb für eine Stärkung der Vereinten Nationen in Zeiten zunehmender nationaler Alleingänge.
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Wenn Emissionen jetzt rasch sinken, spart das spätere Kosten – und es muss nicht soviel CO2 nachträglich aus der Luft geholt werden
29.03.2018 - Eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen ist notwendig, wenn Regierungen sowohl die Kosten der Klimastabilisierung begrenzen wollen – als auch die Menge des CO2 möglichst klein halten wollen, das mit viel technischem Aufwand nachträglich aus der Atmosphäre wieder herausgeholt werden soll. Dazu müssten die Emissionen im Jahr 2030 mindestens 20 Prozent unter dem liegen, was die Länder im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt haben, so eine neue Studie – eine Erkenntnis, die für die beim UN-Klimagipfel in Polen geplante globale Bestandsaufnahme Ende des Jahres unmittelbar relevant ist. Die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre durch technische Verfahren wie Kohlenstoffabscheidung und unterirdische Speicherung (CCS) oder die verstärkte Nutzung von Pflanzen zum Absaugen von CO2 ist mit einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten verbunden.
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PIK als weltbeste Klima-Denkfabrik ausgezeichnet
14/02/2018 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist die weltweit einflussreichste Denkfabrik zum Thema Umweltpolitik. Zum neunten Mal in Folge zählt das PIK damit zu den weltweit führenden Denkfabriken für Umweltpolitik. Der kürzlich von der University of Pennsylvania veröffentlichte "Global Go To Think Tank Index Report 2017" berücksichtigt im Ranking mehr als 6.500 Institute aus der ganzen Welt.
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Untergang der Kohle zu früh ausgerufen
07.02.2018 - Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht.
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Biomasse-Plantagen nicht vereinbar mit Planetaren Belastungsgrenzen
22.01.2018 - Im großen Stil Bäume oder Gräser in Plantagen anzupflanzen, um der Atmosphäre gezielt CO2 zu entziehen – das könnte zwar langfristig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, es würde den Planeten jedoch in anderen Bereichen über ökologische Belastungsgrenzen treiben. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) im Fachjournal Nature Climate Change stellt jetzt erstmals einen Zusammenhang her zwischen ambitionierten internationalen Klimazielen und dem umfassenderen Konzept der Planetaren Grenzen. Wenn Biomasse-Plantagen, in denen Pflanzen beim Wachstum Kohlendioxid binden, massiv ausgeweitet werden, würde das für ohnehin belastete Bereiche wie Biodiversität, Nährstoffkreisläufe, Wasserhaushalte und Landnutzung enorme Risiken bedeuten. Biomasse als CO2-Speicher kann daher nur in begrenztem Umfang einen Beitrag leisten, so die Studie. Um das Klima zu stabilisieren, ist das alles Entscheidende die rasche Senkung von Treibhausgas-Emissionen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.
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