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PIK Statement

PIK STATEMENT zur Präsidentschaftswahl in den USA

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA ist mittlerweile bekannt. Die USA als einer der wichtigsten politischen Player gehören zu den größten Emittenten von Treibhausgasemissionen - das Wahlergebnis ist damit auch relevant für die globale Klimastabilisierung.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK):

„Die Haltung des Wahlgewinners Donald Trump zum vom Menschen verursachten Klimawandel ist bekannt. Ironischerweise hat er zum öffentlichen Erfolg einer Serie von Berichten des Potsdam-Instituts für die Weltbank beigetragen ('Turn down the heat'), indem er sie auf Twitter attackiert hat. Abgesehen hiervon kann die Wissenschaft jedoch kein positives Handeln von ihm in Klimadingen erwarten. Die Welt muss sich nun ohne die USA vorwärts bewegen auf dem Weg zur Begrenzung von Klimarisiken und zu sauberen Technologie-Innovationen."

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PIK STATEMENT zur Unterzeichnung des Paris-Abkommens Freitag in New York

21.04.2016 - An diesem Freitag wollen in New York mehr als 160 Staaten das UN-Abkommen zum Klimaschutz unterzeichnen, das beim Pariser Klimagipfel Ende vergangenen Jahres beschlossen wurde für Deutschland ist die Bundesumweltministerin dabei:

Dazu Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC):

„Um Klimarisiken zu begrenzen, muss das Abkommen von Paris jetzt rasch umgesetzt werden – so klar die Ziele sind, so unklar ist der Weg. Weltweit werden massenweise neue Kohlekraftwerke gebaut. Helfen kann hier das ökonomische Prinzip: Wer dem Klima schadet, und damit uns allen, der muss zahlen. Dann lohnen sich Investitionen in saubere Innovationen. Auch Europas Emissionshandel ist ein Sanierungsfall – derzeit ist er nur ein Wettbüro für politische Entscheidungen, in dem man sich gegenseitig unterbietet. Ein Mindestpreis für CO2 ist hier die beste Lösung, wie die Forschung zeigt. International sollten Schwellen- und Entwicklungsländer über Transferzahlungen bei der Einführung eines CO2-Preises unterstützt werden.“


Weblink zur Unterzeichnung des Abkommens in New York: http://newsroom.unfccc.int/paris-agreement/april-22-paris-agreement-signing-ceremony-in-new-york/

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PIK STATEMENT on Friday's EU Environment ministers meeting: Putting Paris into practice

03.03.2016 - This Friday, the European Union’s Council of Environment ministers will discuss how to follow-up on the Paris Agreement reached at the UN climate summit some weeks ago.


On this issue, Professor Ottmar Edenhofer, Chief Economist of the Potsdam Institute for Climate Impact Research, Co-Chair of the latest IPCC report on mitigation and Director of the Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change:


“Putting Paris into practice is now less an issue of the much debated climate targets than of the tools how to actually achieve them. If the EU wants to effectively decrease CO2 output, it has to fix its Emissions Trading System. Introducing a minimum price would help stabilize investor’s expectations and hence boost low-carbon innovation. Second, the EU members should use the G20 – representing about three quarters of emissions worldwide – to coordinate CO2 pricing schemes. Only such pricing can deliver the transparency of every participant’s efforts that the national reduction pledges for Paris, due to their heterogeneous structure, so far could not provide. In helping to achieve this new level of transparency, Europe would be able to build what is most needed in climate policy now: trust.”

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PIK STATEMENT zum Temperaturrekord 2015

20.01.2016 - Soeben hat die US-Klimabehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) bekanntgegeben, dass 2015 weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war.

Dazu Wolfgang Lucht, Ko-Leiter des PIK-Forschungsbereichs "Erdsystemanalyse":

"Nachrichten wie jene vom neuen Rekordjahr 2015 bestätigen, dass der stetige Klimawandel längst ernste Realität ist. Natürlich gibt es immer wieder Schwankungen im Klima, aber der Trend zeigt eindeutig nach oben. Gerade deshalb war es so wichtig, dass mit dem Klimavertrag von Paris die Warnungen der Wissenschaft aufgegriffen wurden. Nun kommt es aber darauf an, auch konsequent zu handeln. Auch Deutschland sollte als Klimapionier die Umsetzung noch systematischer angehen und das Ende der fossilen Ära herbeiführen."

Link zur Global Summary Information von NOAA: http://www.ncdc.noaa.gov/sotc/summary-info/global/201512

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PIK statement on the outcome of COP21 World Climate Summit

12/13/2015 - In Paris, the COP21 UN climate summit reached an agreement.

On this issue, Professor Hans Joachim (John) Schellnhuber, Director of the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK): 

"The spirits of Paris have defeated the ghosts of Copenhagen! Reason and moral combined at the COP21 to deliver a historical climate agreement that finally transcends national egotisms. The target of limiting global warming to well below 2 degrees and aiming at 1.5 degrees is more ambitious than expected, yet fully in line with the scientific risk assessment.

If sincerely operationalized, the Paris agreement will induce the decarbonization of the world economy by the middle of this century. The current emissions reduction pledges (INDCs) of most countries, however, are insufficient and have to be adapted to the new level of ambition in the next few years. Still, this is a turning point in the human enterprise where the great transformation towards sustainability begins." 


Also on this issue, Professor Ottmar Edenhofer, chief economist of the Potsdam Institute for Climate Impact Research and Director of the Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change:

"The Paris agreement is a breakthrough. Earth's fate now depends on how fast and how strong we implement policy instruments to actually reach the great target of strictly limiting global temperature increase and the resulting climate risks.

The Paris agreement explicitly acknowledges that the current emission reduction pledges, the so-called INDCs, will lead to increasing global emissions by 2030. Nevertheless, the aspirational goal of staying below 2°C of the Paris Agreement is not consistent with the pledges unless deep emission cuts at rates of about 6 percent per year between 2030 and 2050 are pursued. We need short-term entry points for climate policies that allow emissions to peak well before 2030. However, the institutional mechanisms in the Paris Agreement for emission reduction rates are vague: The monitoring and review process has to be clearly defined.

The Paris Agreement mentions short-term entry points: carbon pricing and carbon markets. The G-20 should elaborate next steps to implement carbon prices. Financing and transfers provide the means to harmonize these carbon prices. Whoever is building more coal power plants, however, is shutting the door to reaching the two-degree-target. We now more than ever need to avoid a global renaissance of coal - so we can transform the treaty into reality, and ultimately a better future for all.”

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Zum Vorschlag der EU-Kommission zur nächsten ETS-Handelsperiode

13.07.2015 - Am Mittwoch wird die Kommission über Änderungen der kostenlosen Zuteilung von Emissionsrechten beraten.

Dazu Ottmar Edenhofer, Vize-Direktor und Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung:

"Statt nur bei der Zuteilung kostenloser Emissionsrechte rumzuschrauben, würde es dem Klimaschutz mehr helfen, den europäischen Emissionshandel auf den Prüfstand zu stellen. So klar es ist, dass bislang zuviele Emissionsrechte verschenkt wurden: Wirklich wirksam wäre es, erstens einen Mindestpreis für die bislang zu billigen CO2-Emissions-Berechtigungsscheine einzuführen. Das würde die Erwartungen der Investoren stabilisieren, damit sie Geld in die Entwicklung sauberer Technologien stecken. Und zweitens würde ein Mindestpreis helfen, dass Regierungen ihre eigene nationale Klima- und Energiepolitik betreiben können. Im jetzigen europäischen Emissionshandel werden die nationalen Zusatzanstrengungen, z.B. von Deutschland, zunichte gemacht, weil diese den Preis für Emissionsrechte einfach senken und die europäischen Emissionen werden nicht gesenkt. Bei einem Mindestpreis würden die deutschen Zusatzanstrengungen auch auf europäischer Ebene zu einer Emissionsreduktion führen."

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Die derzeitige Hitzewelle aus Sicht der Klimaforschung

03.07.2015 - Derzeit lastet eine Hitze-Welle auf Ländern wie Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland.

Hierzu Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Wir erleben aktuell eine Hitzewelle in Europa und im Westen der USA, die vielerorts Rekorde bricht. Und erst im letzten Monat haben Indien und Pakistan eine der verheerendsten Hitzewellen aller Zeiten durchgemacht. Die vom Menschen verursachte globale Erwärmung lässt die Zahl solcher Hitzewellen stark steigen: zum Beispiel sind rekordheiße Monate bereits jetzt fünfmal so oft zu verzeichnen, als sie durch Zufall auch in einer Welt ohne Klimawandel auftreten würden. Solche Hitzewellen führen oft zu Dürren und können Ernteverluste, Waldbrände und erhöhte Sterblichkeit verursachen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen unvermindert anhält."

Hierzu Dim Coumou vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Die derzeitige Hitzewelle in Europa hängt mit einer Blockade durch ein Hochdrucksystem zusammen, dadurch strömt andauernd heiße Luft aus der Sahara ein. Solche Zirkulationsmuster traten in den vergangenen Jahren in Europa häufiger auf, wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Aufschaukeln und Stehenbleiben der so genannten planetaren Wellen - gigantische Lufströme, welche die nördliche Halbkugel umkreisen und dabei von Nord nach Süd und wieder zurück schwingen. Unsere Forschung zeigt, dass die Strömungen in den oberen Schichten der Atmosphäre sich im Sommer abschwächen, und das führt dazu, dass Wettersituationen länger anhalten."


Weblink zu einer Animation: Animation of current wind patterns (weitere Informationen zur Animation hier >>)

Weblink zu Studien:
- Mehr Wetterextreme durch Aufschaukeln riesiger Wellen in der Atmosphäre
- Monatliche Hitzerekorde haben sich durch die Erderwärmung verfünffacht
- Hitze-Extreme nehmen bis 2040 um ein Vielfaches zu

Weitere Informationen:
- Contribution of changes in atmospheric circulation patterns to extreme temperature trends
- Verringerte Sturmaktivität im Sommer verstärkt Hitzewellen
- Record Heat Around the Western US, World

Die PIK-Experten Coumou und Rahmstorf werden nächste Woche über die Wetterextreme diskutieren bei einem Treffen von 2000 Klimaforschern in Paris. Die Konferenz soll den neuesten Stand der Wissenschaft aufbereiten, bevor sich Ende des Jahres die Vertreter von Regierungen aus aller Welt zum Klimagipfel COP21 in Paris versammeln, um über die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu verhandeln.

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World Economic Forum in Davos

19.01.2015 - Diese Woche treffen sich beim World Economic Forum im schweizerischen Davos Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unter dem Motto "The New Global Context" ("Der neue globale Kontext").

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der in Davos sprechen wird:

"Die Risiken ungebremsten Klimawandels - von Wetterextremen bis zu regionaler Wasserknappheit - sind zentral für den in Davos diskutierten 'neuen globalen Kontext'. Der Wärmerekord 2014 ist eine neue Normalität, er ist unbedeutend im Vergleich zu den Rekorden, die wir mit dem Ausstoß von mehr und mehr Treibhausgasen bereits heute in das Erdsystem einprogrammieren. Dieses Jahr nun bietet eine einzigartige Chance für Entscheidungsträger, sei es beim G7-Gipfel oder bei der Welt-Klimakonferenz in Paris, den Kurs der Menschheitsgeschichte zu steuern - in die eine oder die andere Richtung."

 

Link zum World Economic Forum: http://www.weforum.org/

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Weltklimagipfel COP20 in Lima

28.11.2014 - Ab Montag verhandeln Vertreter von mehr als 190 Staaten im peruanischen Lima beim UN-Weltklimagipfel COP20 über eine neue internationale Klima-Vereinbarung. 

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Zwei große Herausforderungen bestimmen das 21. Jahrhundert - die Gefahr katastrophalen Klimawandels und die unerträgliche Kluft zwischen den Reichen und den Armen der Welt. Diese größten Herausforderungen für den Frieden sind eng miteinander verbunden. Klimafolgen wie zunehmend verheerende Wetterextreme, regionale Wasserknappheit oder Missernten treffen jene am härtesten, die am wenigsten Mittel haben, dies alles zu bewältigen. Ohne ein Mehr an globaler Gerechtigkeit kann der Klimawandel nicht eingedämmt werden; und umgekehrt kann ohne eine Reduktion der Treibhausgase keine Gerechtigkeit geschaffen werden. Die Stabilisierung des Klimas und die Bekämpfung der Armut sind im Wesentlichen ein und dasselbe."

Weblinks zum vor wenigen Tagen von der Weltbank veröffentlichten Bericht "Turn down the heat" des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

- https://www.pik-potsdam.de/aktuelles/pressemitteilungen/der-neuen-normalitaet-ins-auge-sehen-weltbank-veroeffentlicht-pik-klimareport?set_language=de
- http://www.worldbank.org/

Weblink zum vor wenigen Wochen veröffentlichten Bericht des Weltklimarats IPCC:
- http://www.ipcc.ch/
- http://mitigation2014.org/

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European Council debates 2030 framework for climate and energy policy

This week, the European Council will debate and likely decide its 2030 framework for climate and energy policy.

On this issue Dr. Brigitte Knopf, head of the research group “Energy Strategies Europe and Germany” at the Potsdam Institute for Climate Impact Research:
“If the EU commission this week announces a domestic greenhouse gas reduction target of at least 40 percent until 2030, this would be in line with scientific findings of what is necessary to limit the risks of man-made global warming. It clearly is an important step. However, it is also the minimum of what needs to be done if one wants to mitigate climate change. In addition to an emissions reduction target it would make sense to have an ambitious EU target for scaling up renewables, and energy efficiency. Importantly, effort sharing within the EU has urgently to be addressed to translate the sublime targets into action on the ground.”

On this issue Prof. Ottmar Edenhofer, chief economist of the Potsdam Institute for Climate Impact Research:
“It is about time now to fix the most important instrument of the European climate policy, the emissions trading system EU ETS. Without a working ETS, it’s difficult to see the climate targets to be put in practice. In a recent report we suggest introducing a minimum price as well as a maximum price for emissions allowances. This would help stabilizing investor’s expectations and hence trigger investments in low carbon technologies. Second, in addition to the power sector both transport and heat production should be put under the European cap and trade system. This is a matter of fairness between businesses, and it would help speeding up emissions reductions.”

Weblink to the EMF28 model comparison of EU’s climate and energy policy: http://www.worldscientific.com/doi/pdf/10.1142/S2010007813400010

Weblink to Euro-CASE report on EU ETS: http://www.acatech.de/fileadmin/user_upload/Baumstruktur_nach_Website/ Acatech/root/de/Aktuelles___Presse/ Presseinfos___News/ab_2014/Euro-CASE_policy_paper_ETS_reform.pdf

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IPCC-Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels: Welternährung, Wetterextreme

31.03.2014 - Heute früh hat der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) im japanischen Yokohama seinen Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur vorgelegt. Hierzu die beiden Leiter des Forschungsbereichs "Klimafolgen und Vulnerabilität" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, die beide nicht zu den Autoren des Berichts gehören, deren Forschungsarbeiten aber in diesen eingegangen sind.

Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe, Meteorologe und Forschungsbereichsleiter "Klimawirkung und Vulnerabilität" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Extreme wie Hitzewellen oder Überschwemmungen nehmen zu, wenn weiter soviel Treibhausgase aus der Verbrennung von Kohle und Öl in die Atmosphäre geblasen werden. Wir verändern damit die Energiebilanz unseres Planeten - und stören Windströmungen und Niederschlagsmuster. Das Ergebnis sind Wetter-Extreme: Diese haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten bereits verdoppelt, und der Trend weist weiter nach oben. Sie treffen uns in Europa und den USA schmerzhaft, besonders hart aber die Menschen in den armen Ländern der Welt, wie der Bericht jetzt beeindruckend vor Augen führt."

Dazu Hermann Lotze-Campen, Agrar-Ökonom und Forschungsbereichsleiter "Klimawirkung und Vulnerabilität" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Wird der Klimawandel nicht gebremst, hat das Folgen dafür, was wir weltweit auf dem Teller haben - und was wir dafür bezahlen. Der Bericht zeigt klar: Ernten werden ohne Anpassung unter globaler Erwärmung öfter schlechter als besser, und das kann auf dem Weltmarkt die Preise für Nahrungsmittel hochtreiben. Das passiert nicht immer und überall, und an manchen Punkten forschen wir noch weiter. Aber das Risiko ist deutlich genug."

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COP19: Global koordinierte Anpassungsmaßnahmen gehören ebenso auf die Agenda wie die Vermeidung des Unkontrollierbaren

18.11.2013 - Diese Woche kommen die Umweltminister zum "High Level Segment" der internationalen Klimaverhandlungen. In Warschau sollen Fortschritte auf dem Weg zu einem Klima-Abkommen vereinbart werden. Dabei geht es auch um eine mögliche Anpassung an Klimaveränderungen.

Dazu Anders Levermann, Forschungsbereichsleiter "Nachhaltige Lösungsstrategien" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Bereits jetzt haben wir durch unsere Treibhausgas-Emissionen eine Erderwärmung in Gang gebracht, deren Folgen uns noch über viele hundert Jahre beschäftigen werden – etwa den Anstieg des Meeresspiegels. Und lange bevor wir die Grenzen dessen erreichen, was wir dem Planeten zumuten können, werden wir an die Grenzen unserer eigenen Anpassungsfähigkeit stoßen. Wo genau diese Grenzen liegen, ob bei drei, vier, fünf oder erst bei sechs Grad Erwärmung, vermag heute noch niemand zu sagen. Jenseits des 2-Grad-Ziels der internationalen Klimapolitik steigen die Risiken für unsere moderne Gesellschaft mit ihrer komplexen Infrastruktur immer mehr an, aber bereits vorher verändert die Erwärmung unsere Welt. Wetterextreme wie die Hitze in Nordamerika, Russland, Australien und Europa, Überflutungen wie in Pakistan und Wirbelstürme wie derzeit in Asien, werden sich unter Erwärmung verstärken. Global koordinierte Anpassungsmaßnahmen gehören deshalb ebenso auf die Agenda von Warschau wie die Vermeidung des Unkontrollierbaren. Beides ist nichts anderes als vernünftiges Risikomanagement."

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Taifun Haiyan

11.11.2013 - Der Taifun Haiyan hat auf den Philippinen schwere Schäden verursacht und vermutlich tausende Menschen das Leben gekostet.

Dazu Stefan Rahmstorf, Forschungsbereichsleiter "Erdsystemanalyse" am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung:

"Der Taifun Haiyan, der über die Philippinen fegte, war wahrscheinlich der stärkste Tropensturm, der seit Beginn der Beobachtungen auf Land traf. Solche Stürme sind in den letzten drei Jahrzehnten häufiger geworden und Klimamodelle lassen eine weitere Verstärkung für die Zukunft erwarten. Die globale Erwärmung verschlimmert zudem die Folgen: etwa extreme Regenfälle, die ein Tropensturm mit sich bringt und die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Denn die Verdunstungsraten und der Wassergehalt der Luft steigen in einem wärmeren Klima an. Hinzu kommen Sturmfluten an den Küsten, denn der Meeresspiegel steigt infolge der globalen Erwärmung."

Weblink
zum Blog von Stefan Rahmstorf: http://www.scilogs.de/klimalounge/werden-tropenstuerme-schlimmer/

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Weltbank-Bericht zu regionalen Folgen des Klimawandels

19.06.2013 - Heute hat Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in London einen neuen Report von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Climate Analytics vorgestellt: „Turn down the Heat: Climate Extremes, Regional Impacts, and the Case for Resilience“.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Leit-Autor des Berichts und Direktor des PIK:

„Schmerzhaft spürbar wird der Klimawandel zuerst in den verwundbaren Regionen. Wir haben Narrative entwickelt für die ernsten Risiken im sub-saharischen Afrika, Südasien und Südost-Asien, die wohl bei allen weiteren Planungen in diesen Regionen berücksichtigt werden müssen. Es wird immer deutlicher, dass Klimapolitik und Entwicklungspolitik keine Gegensätze sind, sondern Hand in Hand gehen.“

Weblink zum vollständigen Bericht:
http://www-wds.worldbank.org/external/default/WDSContentServer/WDSP/IB/2013/06/14/0004457 29_20130614145941/Rendered/PDF/784240WP0Full00D0CONF0to0June19090L.pdf

Weblink zu mehr Informationen der Weltbank: http://www.worldbank.org/en/news/press- release/2013/06/19/warmer-world-will-keep-millions-of-people-trapped-in-poverty-says-new-report

Weblink zu einer Infografik der Weltbank: http://www.worldbank.org/en/news/feature/2013/06/19/Infographic-  Climate-Change-in-Sub-Saharan-Africa-South-Asia-South-East-Asia

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Petersberger Klimadialog: Wer wissensbasierte Entscheidungen will, sollte das Wissen nicht ignorieren

06.05.2013 - In Berlin beginnt morgen der vierte Petersberger Klimadialog. Unter dem Motto "Shaping the future" werden Fragen des internationalen Klimaschutzes in Vorbereitung auf die nächste Klimakonferenz diskutiert.

Dazu Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der die Dinner Speech am Montagabend halten wird:

Der Petersberger Klimadialog ist der Versuch, wissensbasierte Entscheidungen zu fördern. Es ist gut, dass die Stimme der Wissenschaft gehört wird, denn wer eine wissensbasierte Strategie will, sollte das Wissen nicht ignorieren!

Die Forschung ist komplex, aber nicht kontrovers. Wir wissen, dass mehr (Sonnen-) Energie in das Klimasystem gelangt als von unserem Planeten ins Weltall zurückgestrahlt wird. Der Grund dafür sind die Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre durch die Aktivitäten des Menschen angesammelt haben. Diese Einsicht wird sich durch weitere Forschung nicht ändern.

Die Hinweise sind nicht vollständig, aber überzeugend. Wir wissen, dass die negativen Folgen einer raschen Erwärmung um mehrere Grad schwerer wiegen werden als die positiven, und dass die Risiken sprunghaft mit der globalen Mitteltemperatur steigen können. Deshalb rechtfertigen alle Kosten-Nutzen-Analysen und das Vorsorgeprinzip das politische 2°-Ziel. Zukünftige Forschung könnte darauf hindeuten, dieses Ziel eher zu verstärken als zu verschieben.

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EU-Emissionshandel: Wichtig sind langfristige Minderungsziele, nicht kurzatmige Interventionen

16.04.2013 - Heute hat das EU-Parlament über den Europäischen Emissionshandel (ETS) beraten und den Vorschlag der Kommission, CO2-Verschmutzungsrechte vorübergehend aus dem Markt zu nehmen ("backloading"), abgelehnt.

Dazu Ottmar Edenhofer, Vize-Direktor und Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung:

Die Tatsache, dass der Vorschlag des „backloading“ abgelehnt wurde, macht es umso wichtiger, jetzt glaubwürdige Ziele für 2030 zu setzen. Der derzeitige Preisverfall mag langfristig die Investoren für emissionsreduzierende Techniken entmutigen. Dennoch sollte man nicht ad hoc in den Markt eingreifen. Viel wichtiger ist die Vereinbarung eines ehrgeizigen Minderungsziels für 2030 und eine Reform des ETS voranzutreiben unter Einbezug aller Sektoren. Wenn dieses Ziel glaubwürdig angekündigt wird, wird der Preis steigen und die Investoren dazu veranlassen, in emissionsmindernde Techniken zu investieren. Auch dann sollte nicht auf dem Markt interveniert werden, um den Preis zu senken – und so sollte man auch jetzt nicht eingreifen. Wichtig sind langfristige Minderungsziele, nicht kurzatmige Interventionen.

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Tel.: +49 (0) 331 288 2507
E-Mail: presse(at)pik-potsdam.de

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