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Hochrangige Auszeichnung: Lewis Fry Richardson Medaille für Jürgen Kurths

09.04.2013 - Jürgen Kurths ist Preisträger der diesjährigen Lewis Fry Richardson Medaille. Diese sehr angesehene Auszeichnung der European Geosciences Union (EGU) ehrt herausragende Leistungen in den nichtlinearen Geowissenschaften. An den Leiter des Forschungsbereichs „Transdisziplinäre Konzepte und Methoden“ des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung wird die Medaille auf der derzeit in Wien stattfindenden Generalversammlung der EGU verliehen, an der mehr als 10.000 internationale Wissenschaftler aus den verschiedensten Disziplinen teilnehmen, von den Erdwissenschaften bis hin zur Raumfahrt.
Hochrangige Auszeichnung: Lewis Fry Richardson Medaille für Jürgen Kurths

Jürgen Kurths wird mit der sehr angesehenen Lewis Fry Richardson Medaille geehrt. Foto: Karkow/PIK

Als „besonders herausragenden Wissenschaftler“ ehrt die European Geosciences Union Kurths für die „Entwicklung wichtiger neuer Methoden der nichtlinearen Zeitreihenanalyse“. Kurths´ Ideen und Methoden „haben neuartige Wege der theoretischen Forschung eröffnet, und waren der Auslöser für Schlüsselanwendungen in Erdwissenschaften und Nachhaltigkeit“, so die EGU in ihrer Begründung. Dabei sind insbesondere seine fundamentalen methodischen Beiträge zu Synchronisation, Wiederkehr und komplexen Netzwerken hervorzuheben, die ihm wichtige Entdeckungen -  wie den Zusammenhang zwischen indischem Monsun und El Nino-Aktivität oder den Einfluss abrupter Klimaänderungen in den letzten fünf Millionen Jahren auf die Entwicklung von Hominiden - ermöglicht haben.

Besondere Anerkennung verdiene Kurths, der auch Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin ist, für seine breite Vernetzung in der Wissenschaftsgemeinde und die bemerkenswerten Beiträge seiner Doktoranden und Post-Doktoranden im Feld der nichtlinearen Dynamiken und Geowissenschaften: „Ihre persönliche und professionelle Entwicklung und die daran knüpfenden Erfolge haben viel zu tun mit Kurths´ positiver, unterstützender, großzügiger und fördernder Persönlichkeit“, so die EGU über den Preisträger.

„Ich fühle mich sehr geehrt und bin zutiefst berührt, dass mir diese bedeutende Auszeichnung, die ich mit so herausragenden Forschern wie Benoît Mandelbrot teile, für meine Arbeiten verliehen worden ist“, sagte Kurths. Mandelbrot gilt als einer der führenden Mathematiker unseres Jahrhunderts und wurde bekannt durch seine Arbeit zu Fraktalen. „Diese Ehrung bestärkt und ermuntert mich, mit meinem Team unseren neuartigen Weg unbeirrt und intensiv fortzusetzen und weiter an einer der grössten Herausforderungen unserer Zeit zu arbeiten, nämlich die Auswirkungen des Klimawandels auf unser Leben mittels komplexer Systemwissenschaften zu erforschen.“

Die Lewis Fry Richardson Medaille wird von der European Geosciences Union seit 1998 jährlich verliehen. Benannt ist die Auszeichnung nach dem britischen Meteorologen und Friedensforscher Lewis Fry Richardson, auf den die ersten numerischen Berechnungen von Wettervorhersagen wie auch erste Modelle zur Abrüstung zurückgehen.


Weblink zur EGU: http://www.egu.eu/awards-medals/lewis-fry-richardson/

Weblink zu Informationen über Jürgen Kurths: http://www.pik-potsdam.de/members/kurths

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Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
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