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Politikberatung für EU-Entscheider: Edenhofer leitet neue Energieplattform

17.07.2013 - Ottmar Edenhofer, Vize-Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), übernimmt den Ko-Vorsitz der neuen Energieplattform des European Council of Academies of Applied Sciences, Technologies and Engineering (Euro-CASE), einem Zusammenschluss 21 nationaler technikwissenschaftlicher Akademien in Europa. Mit der gebündelten Expertise der Akademien richtet sich die Euro-CASE Energieplattform als unabhängige und wissensbasierte Politikberatung an EU-Entscheidungsträger wie die Generaldirektion für Klimapolitik, die für die Umsetzung des EU-Emissionshandelssystems verantwortlich ist, oder EU Energiekommissar Günther Oettinger.
Politikberatung für EU-Entscheider: Edenhofer leitet neue Energieplattform

Übernimmt den Ko-Vorsitz der Euro-CASE Energieplattform: Ottmar Edenhofer. Foto: Thomas Köhler/phototek.net

„Die Wissenschaft kann für die Kartografie von Wissenslandschaften eine wichtige Rolle spielen. Mit der Euro-CASE Energieplattform entsteht eine bedeutende Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik, um gangbare Zukunftspfade für Ziele und Instrumente der EU-Politik aufzuzeigen“, sagt Edenhofer. „Es ist eine große Ehre, dieser innovativen Plattform des Verbunds der Europäischen Technik-Akademien vorzusitzen.“ Edenhofer, der auch Ko-Leiter der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC), Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Professor für Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin ist, wird den Vorsitz der Euro-CASE Energieplattform für die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) übernehmen – gemeinsam mit Bernard Tardieu, dem Vorsitzenden des Energie- und Klimawandel Kommittees der French National Academy of Technology (NATF).

Die Arbeit der Energieplattform orientiert sich an einem neuen pragmatisch-aufgeklärten Modell wissenschaftsbasierter Politikberatung und bezieht explizit auch Dialog und Diskussion mit Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit mit ein, um politische Handlungsoptionen zu entwerfen. „Europa spielt eine wichtige Rolle für die große Transformation in Richtung gesellschaftlicher Nachhaltigkeit. Die Wissenschaft kann auf diesem unwegbaren Gelände Orientierung geben und so schwierige Entscheidungsprozesse unterstützen“, sagt PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber, der selbst im EU-Beirat für Wissenschaft und Technologie (Science und Technology Advisory Council, PSTAC) den Präsidenten der EU-Kommission José Manuel Barroso unterstützt.

Mit dem Aufruf an die Mitgliederakademien, Experten für Energiefragen zu nominieren, nimmt der Aufbau der Euro-CASE Energieplattform in diesen Tagen Gestalt an. Das erste offizielle Treffen der Plattform wird vom 1. bis 2. Oktober in Brüssel stattfinden. „Wissenschaft und Forschung sind Voraussetzung für die Umsetzung europäischer Energie- und Klimapolitik. Wir freuen uns, dass mit Ottmar Edenhofer ein Professor der Technischen Universität Berlin den Ko-Vorsitz der neuen Energieplattform der technischen Akademien übernimmt", sagt TU-Präsident Jörg Steinbach.


Weblink zu Euro-CASE:
http://www.euro-case.org/index.php

 

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