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Statt Badesee oder Berghütte: Klimaforscher treffen sich zur Sommerakademie in Potsdam

06.07.2012 - Herausragende Klimaforscher aus aller Welt treffen diese Woche in Potsdam mit internationalen Nachwuchswissenschaftlern bei einer Sommerschule zusammen: Statt am Badesee oder auf einer Berghütte auszuspannen, beschäftigen sie sich mit Risiken der Erderwärmung, mit Unsicherheiten und Extremereignissen. Die „Global Sustainability Summer School 2012“, eine Fortbildung für Fachleute, startet am 8. Juli und wird vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Santa Fe Institute (SFI) ausgerichtet. Ermöglicht wird die Sommerschule durch die finanzielle Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.
Statt Badesee oder Berghütte: Klimaforscher treffen sich zur Sommerakademie in Potsdam

Satellitenbild eines tropischen Wirbelsturms vor der Küste Omans. Extremereignisse, Klimawandel und Unsicherheiten sind Themen der Global Sustainability Summer School. Foto: NASA Earth Observatory

Die 35 in einem aufwändigen Verfahren ausgewählten Teilnehmer kommen aus mehr als einem Dutzend Länder - von Ghana bis Großbritannien, von Indien bis Iran, von China bis Mexiko. Sie alle sind Nachwuchskräfte aus Universitäten, Unternehmen, Regierungsinstitutionen und Verbänden, die bereits exzellente Leistungen auf ihren Fachgebieten vorzuweisen haben.

Extremereignisse wie Hitzewellen oder Überflutungen können durch einen fortschreitenden Klimawandel teils häufiger oder stärker werden. Über solche Risiken, komplexe Systeme und den Umgang mit Unsicherheiten sprechen bei der Sommerschule zur Globalen Nachhaltigkeit renommierte Klimaforscher wie Ken Caldeira von der Universität Stanford, Elke Weber von der Columbia University in New York oder Bill Clark von der Harvard University. Zusätzlich treten auch deutsche Experten auf wie Peter Höppe von der weltweit größten Rückversicherung Munich Re.

Zum Kern des dicht gepackten zweiwöchigen Programms gehören Vorträge der Direktoren der beiden Potsdamer Institute. Für das PIK wird Hans Joachim Schellnhuber über die Transformation zur Nachhaltigkeit sprechen, Ottmar Edenhofer über das Management globaler Gemeingüter wie etwa der Atmosphäre. Für das IASS spricht Klaus Töpfer über die deutsche Energiewende und Mark Lawrence über Geo-Engineering, also künstliche Eingriffe in den Klimahaushalt der Erde. Zusätzlich sind Seminare zu Computersimulationen des Klimasystems, Strategie-Planspiele und ein Theaterworkshop geplant.

Im Rahmen der Sommerschule findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Geo-Engineering – Segen oder Fluch“ (“Geoengineering – Blessing or curse?“) statt. Hans Joachim Schellnhuber, Mark Lawrence, Ken Caldeira und der Philosophie-Professor Konrad Ott von der Universität Greifswald diskutieren am 11.Juli ab 20 Uhr in der Robert Bosch Stiftung in Berlin. Eine Anmeldung zu der englischsprachigen Veranstaltung ist möglich unter presse@pik-potsdam.de oder media@iass-potsdam.de.

Weblink zur Global Sustainability Summer School GSSS: http://gsss-potsdam.org/



Kontakt für weitere Informationen:

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Pressestelle / Jonas Viering
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: presse@pik-potsdam.de

Institute for Advanced Sustainability Studies
Presse und Kommunikation / Steffen Heinzelmann
Telefon: +49 (0)331 28822 340
E-Mail: media@iass-potsdam.de

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