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Der Klima- und Finanzkrise mit neuen Geschäftsmodellen begegnen

17.11.2009 - Wie können Finanzwelt und Unternehmen auf die Geschäftsrisiken durch Klima- und Finanzkrise reagieren? Nach einer dreijährigen Projektpartnerschaft von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wurden in Frankfurt heute im Rahmen der 4. Corporate Responsibility Conference neue Ansätze und Instrumente des Risiko- und Chancenmanagements vorgestellt. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch und Konsortialführer des Projekts erklärt: „Wir konnten feststellen, dass die Abteilungen für Unternehmensverantwortung zukünftig eine wichtige Rolle spielen können, um neue attraktive Geschäftsmodelle zu entwickeln. Damit rücken die CSR-Abteilungen – insbesondere in der Finanzbranche – weiter aus der "Öko-Nische" heraus und tragen immer stärker zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen bei."

Gemeinsame Mitteilung von Germanwatch; Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin; Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Die bisherigen Geschäftsmodelle etwa in der Automobil- und Elektrizitätsbranche müssen in den kommenden Jahren grundlegend überholt werden. Denn um das von den G8-Staaten formulierte Klimaziel zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2050 die CO2-Emissionen in den Industrieländern um mindestens 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Mit den richtigen Weichenstellungen und Investitionen etwa in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien können zugleich die Klimasicherheit und die europäische Energiesicherheit erhöht werden. Solche Investitionen bieten gerade in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise erhebliche Chancen", erklärt Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin.

Besonderes Merkmal des Projektes "Mainstreaming von Klimarisiken und -chancen im Finanzsektor" war die starke Praxisorientierung. Mit den Partnern aus dem Finanzmarkt wurde nach Investitionschancen gesucht, die einen Weg aus der Klima-, Energie- und Wirtschaftskrise weisen könnten. Die Impulse aus dem Mainstreaming-Projekt haben mich in unserem Engagement bei der Desertec-Initiative bestärkt", erklärt Prof. Dr. Dr. Peter Höppe, Leiter des Bereichs GeoRisikoForschung von Munich Re und einer der Projektpartner. Die Abwägung von Chancen und Risiken für die Investition in Erneuerbare Energien hat gezeigt, dass wir beherzt die neuen Möglichkeiten ergreifen sollten. Der Klimawandel kann sich als Treiber nachhaltiger Innovationen und damit auch großer Investitionschancen erweisen", so Höppe weiter.

Ein Grund für den unzureichenden Umgang des Finanzsektors mit Großrisiken und -chancen ist der Mangel an einem geeigneten Instrumentarium. Dem "Climate Mainstreaming"- Projekt ist es gelungen, hier innovative Ansätze der Risikobewertung für Finanzdienstleister und Unternehmen zu entwickeln.

Zum Hintergrund: Das dreijährige Projekt "Mainstreaming von Klimarisiken und -chancen im Finanzsektor" wurde vom Bundesforschungsministerium gefördert. Neben der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch (Konsortialführer) gehören zum Forschungskonsortium:

- Universität Potsdam
- Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
- Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
- European Climate Forum (ECF).

Von Seiten des Finanzsektors sind als deutsche Partner unter anderem Munich Re, WestLB, HypoVereinsbank und Allianz Global Investors beteiligt.

 

Weitere Projektinformationen erhalten Sie unter: www.climate-mainstreaming.net


Für Rückfragen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an:

Larissa Neubauer, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit, Germanwatch, neubauer@germanwatch.org, Tel: 0228 / 6049223

Uta Pohlmann / Patrick Eickemeier, Pressestelle, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), presse@pik-potsdam.de, Tel: 0331 / 288 25 07

Dorle Riechert, Öffentlichkeitsarbeit, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, dorle.riechert@wupperinst.org, Tel: 0202 / 2492180

Carel Mohn, Kommunikation, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, cmohn@diw.de, Tel: 030 / 89789549

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