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Water Future: Neue Arbeitsgruppe zu Grundwassermanagement unter Leitung des PIK

23/12/2016 – Die Nutzung von Grundwasser als Bewässerungsquelle hat wesentlich dazu beigetragen, die Nahrungsmittelsicherheit in kritischen Zeiten zu erhöhen. Heute beruhen 43 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion auf der Nutzung von Grundwasser. Doch die Wasserreserven sind nicht unerschöpflich, und der Klimawandel setzt das Grundwassermanagement zusätzlich unter Druck. Im Forschungsprojekt Future Earth wird sich eine neue transdisziplinäre und internationale Forschungsgruppe zu Wassermanagement mit diesen Herausforderungen beschäftigen, unter Ko-Vorsitz von Anne Biewald vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Als Teil des Sustainable Water Future Programme werden verschiedene Forschungsgruppen ihre internationale Expertise vereinen, um Lösungen zu erarbeiten für die Wasserprobleme der Welt.

“Etwa ein Fünftel unserer weltweiten Grundwasserreserven wird heute bereits in einer Weise übernutzt, die nicht nachhaltig ist. Dies führt zu ernsthaften Problemen für die zukünftige Grundwassernutzung, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel und verlängerte Dürreperioden, Bevölkerungswachstum und Ernährungstrends hin zu wasserintensiverem Fleischkonsum“, erklärt Biewald. Die Forschungsgruppe zu Wassermanagement will daher einen integrierten globalen Modellierungsansatz entwickeln, um derzeitige und zukünftige Hotspots bestehender und aufkommender Risiken der Degradation von Grundwasservorkommen zu identifizieren. “Wir planen zudem, nachhaltige Entnahmemengen zu beziffern, und geeignete ökonomische, technologische und politische Anpassungsstrategien an Risiken in Zusammenhang mit Grundwasser zu entwickeln“, fügt Biewald hinzu. Die Ergebnisse sollen umgesetzt werden in Empfehlungen zu nachhaltigem Grundwassermanagement auf nationaler, regionaler und globaler Ebene.

Die Forschungsgruppe vereint die Expertise von über einem Dutzend Spezialisten renommierter Institute aus den Niederlanden, Deutschland, den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigten Königreich, China, Spanien und Australien. Dieter Gerten vom PIK und Hermann Lotze-Campen, Vorsitzender des PIK-Forschungsbereichs Klimawirkung und Vulnerabilität, gehören ebenso dazu.

Weblink zu Water Future: http://water-future.org/

Weblink zur Forschungsgruppe Water Management: http://water-future.org/working_groups/groundwater-management/

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Tel.: +49 (0) 331 288 2507
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