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Schellnhuber spricht auf Münchner Sicherheitskonferenz über die Herausforderung Klimawandel

04.03.2019 – Bei der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz standen erstmals Sicherheitsrisiken durch den vom Menschen verursachten Klimawandel im Mittelpunkt. Zu diesem weltweit einzigartigen Treffen von globalen Sicherheitsexperten, darunter Staatsoberhäupter und hochrangige Militärbeamte, war Hans Joachim Schellnhuber eingeladen, um seine Einschätzung zum Stand des Klimawandels und seiner möglichen Folgen für die internationale Politik in einem Impulsvortrag zu präsentieren. Schellnhuber, emeritierter Direktor und Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, betonte, dass die Reduzierung der Treibhausgasemissionen letztlich eine Frage des Erhalts unserer Zivilisation sei.
Schellnhuber spricht auf Münchner Sicherheitskonferenz über die Herausforderung Klimawandel

Schellnhuber bei seinem Impulsvortrag bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2019. Foto: MSC/Mueller

Mit seinem Vortrag eröffnete er die Podiumsdiskussion zum Thema "Klimawandel und Sicherheit: Too Hot to Handle?" mit hochkarätigen Teilnehmern, darunter Sheikh Hasina (Premierminister der Volksrepublik Bangladesch), Ine Eriksen Søreide (Außenministerin des Königreichs Norwegen) und Sheldon Whitehouse (Senator, Mitglied des Senatsausschusses für Umwelt und öffentliche Arbeiten, Vereinigte Staaten von Amerika).

"Unser Klima zu stabilisieren bedeutet, die Gesellschaften auf der Erde zu stabilisieren", sagte Schellnhuber. "Wenn es Regierungen weltweit nicht gelingt, die Nutzung fossiler Brennstoffe rasch abzubauen, könnte eine ungebremste globale Erwärmung zunehmend zu Wetterextremen wie Dürren und Überschwemmungen, einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten führen, die unsere Küsten bedrohen, die Ernteerträge verschärfen und so Preise in die Höhe treiben und die regionale Nahrungsmittelversorgung beeinträchtigen. Sogar noch wichtiger sind die Auswirkungen auf lebenswichtige Elemente des Erdsystems wie die großen Eisschilde sowie atmosphärische und ozeanische Zirkulationsmuster, die zu den Kipp-Elementen gehören - während sie lange Zeit stabil erscheinen mögen, können sie sich schnell und unwiderruflich verändern oder sogar zusammenbrechen. Die schwerwiegenden Folgen können die Spannungen in einer Welt, die bereits voller Sicherheitsrisiken und Konflikte ist, verschärfen. Deshalb ist Klimapolitik Sicherheitspolitik und letztlich eine Frage von Krieg oder Frieden."

Vom 15. bis 17. Februar versammelte die 55. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) mehr als 600 internationale Entscheidungsträger. Zu den Kernthemen gehörten das Aufkommen eines erneuerten Großmachtwettbewerbs, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, europäische Verteidigungskooperation und die Rolle der Mittelmächte im Weltgeschehen. Die Konferenz diente auch als Rahmen für mehr als 180 Nebenveranstaltungen und 2500 bilaterale Treffen.


Weblink zum Mitschnitt der Podiumsdiskussion “Climate Change and Security: Too Hot to Handle?” auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2019: https://www.securityconference.de/en/media-library/munich-security-conference-2019/video/panel-discussion-climate-change-and-security-too-hot-to-handle/filter/video/

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