Sie sind hier: Startseite Aktuelles Nachrichten Petersberger Klimadialog: Johan Rockström spricht zu führenden Politikerinnen und Politikern aus aller Welt über Klimaschutz

Petersberger Klimadialog: Johan Rockström spricht zu führenden Politikerinnen und Politikern aus aller Welt über Klimaschutz

14.05.2019 – „Die Wissenschaft ist klar: Wenn wir unser Klima stabilisieren wollen, brauchen wir einen grundlegenden Wandel in allen Bereichen der Gesellschaft. Denn die Messlatte liegt hoch: Von heute an müssen wir unsere Emissionen jedes Jahrzehnt halbieren. Nur so können wir bis Mitte dieses Jahrhunderts Netto-Null-Emissionen erreichen", sagte Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, anlässlich des Petersberger Klimadialogs vor internationalen Entscheidungsträgern. Die zweitägige Veranstaltung ist eine der klimapolitisch hochrangigsten Veranstaltungen auf der deutschen und internationalen politischen Agenda und bringt Minister und hochrangige Vertreter aus 35 Ländern zusammen. Die Konferenz wurde gemeinsam von der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze und ihrer chilenischen Kollegin Carolina Schmidt ausgerichtet, die auch Präsidentin der nächsten UN-Klimakonferenz in Santiago de Chile (COP 25) ist.
Petersberger Klimadialog: Johan Rockström spricht zu führenden Politikerinnen und Politikern aus aller Welt über Klimaschutz

Svenja Schulze, Angela Merkel und die chilenische Umweltministerin Carolina Schmidt beim Petersberger Klimadialog. Foto: BMU/photothek/Thomas Köhler.

Die Teilnehmenden des informellen Treffens diskutierten, wie man „Das Versprechen von Paris erfüllen" kann, so der Titel, der sich auf das im Jahr 2015 vereinbarte Pariser Klimaabkommen bezieht. Einstimmig nannten die Anwesenden 2019 ein entscheidendes Jahr für den weltweiten Kampf gegen die globale Erwärmung und gegen Emissionen. Bemerkenswert ist, dass Bundeskanzlerin Merkel das Ziel Deutschlands bekräftigte, bis zum Jahr 2050 CO2-neutral zu werden. Dies spiegelt wider, was Johan Rockström seit langem betont, zum Beispiel in seinem Konzept des Carbon Law. „Die Herausforderung ist groß, aber wir können uns trotzdem noch auf die sichere Seite retten. Die Ideen sind da, die Bereitschaft zur sozialen Transformation wird immer größer, auch dank der freundlichen Mahnung durch die Fridays-for-Future-Demonstrationen. Was wir jetzt brauchen, sind politische Entscheidungsträger auf allen Ebenen und in allen Ecken der Welt, die die Ärmel hochkrempeln und das Klimaversprechen von Paris einhalten", so Rockström abschließend.

„Die Zahlen sagen: Wir müssen ab sofort alle zehn Jahre unseren CO2-Ausstoß halbieren. Dann können wir bis zur Mitte des Jahrhunderts unter dem Strich Null Emissionen erreichen", kommentierte PIK-Direktor Ottmar Edenhofer in Medien wie der Rheinischen Post. „Ein konkreter Schritt dazu in Deutschland könnte die Einführung einer gerechten wirkungsvollen CO2-Bepreisung sein, kombiniert mit fairem Sozialausgleich. Jüngste Umfragen zeigen schon 1/3 der Deutschen für eine solche CO2-Steuer sind. Für die Einführung einer neuen Abgabe ist das ist eigentlich überraschend viel. Jetzt muss die Politik den Faden aufgreifen - in Berlin, in Brüssel und weltweit. Jetzt muss die Politik den Ball aufnehmen - in Berlin, in Brüssel und weltweit. Denn wenn wir weitermachen wie bisher, wird es erst richtig teuer: Dann drohen uns schwindelerregende Kosten für Klimaschäden, statt dem planbaren Beitrag einer CO2-Steuer."

Artikelaktionen

Contact PR

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die PIK-Pressestelle:
Tel.: +49 (0) 331 288 2507
E-Mail: presse(at)pik-potsdam.de

Möchten Sie unsere Nachrichten per RSS Feed abonnieren?
RSS Feed rss feed