Sie sind hier: Startseite Aktuelles Nachrichten Von Marrakesch nach Brandenburg: Schellnhuber bei Landespressekonferenz

Von Marrakesch nach Brandenburg: Schellnhuber bei Landespressekonferenz

21.11.2016 - Nach der Ratifizierung der Paris-Vereinbarung habe auch die Klimakonferenz in Marrakesch erneut deutlich gemacht, dass Kohlenutzung keine Zukunft hat, wenn internationale Klimaziele eingehalten werden sollen. Das greife nicht nur für die Weltgemeinschaft, sondern genauso für Europa, Deutschland oder Brandenburg. Ein bloßes 'Weiter so' bei der Braunkohle könne nicht nur dem Weltklima schaden, sondern auch der wirtschaftlichen Entwicklung von Regionen wie der Lausitz. Darüber sprach Hans Joachim Schellnhuber bei der Landespressekonferenz Brandenburg. Die Journalisten hatten den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung eingeladen, zusammen mit Mark Lawrence vom Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) nach dem UN-Klimagipfel COP22 in Marrakesch ein Fazit zu ziehen über ein Jahr Pariser Klimaabkommen, den Klimaschutzplan der Bundesregierung und der Bedeutung für das Land Brandenburg. Schellnhuber warb dafür, einen Plan für den Ausstieg aus der Kohle zu entwickeln - dieser könne dann für die Lausitz oder das rheinische Revier den Umstieg in saubere Technologien gestalten. Ziel sei es, zukunftsfähige Arbeitsplätze aufzubauen.
Von Marrakesch nach Brandenburg: Schellnhuber bei Landespressekonferenz

Marc Lawrence (IASS) und Hans Joachim Schellnhuber bei der LPK Brandenburg. Foto: PIK

"Nicht nur in Verantwortung für den Klimaschutz, sondern in Verantwortung für eine wirklich nachhaltige ökonomische Entwicklung" sei ein Ende der Kohleverstromung bis 2030 sinnvoll, sagte Schellnhuber. Wichtig sei, den Übergang aktiv zu gestalten, um den Menschen in den betroffenen Kohle-Abbaugebieten eine Perspektive zu geben. Ein Festhalten an der Kohle würde hingegen die alten Jobs nur für wenige Jahre erhalten, bevor sich Investoren zurückziehen. Mit einem "Vorwärts in die Vergangenheit" sei der Region nicht gedient, so Schellnhuber. Wachstum sei hingegen etwa bei Technologien zur Energiespeicherung zu erwarten. Brandenburg habe auf der einen Seite schon viel getan, etwa beim Ausbau der Windkraft, jedoch müsse nun auf der anderen Seite auch ein aktiv gestalteter Ausstieg aus der Kohle kommen.

 


Weitere Informationen rund um die COP22 in Marrakesch:
 
Weblink: „Eine neue Allianz entsteht“: Klimakonferenz COP22 beendet

Weblink: Das Potsdam-Institut auf der COP22 in Marrakesch

Artikelaktionen

Contact PR

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die PIK-Pressestelle:
Tel.: +49 (0) 331 288 2507
E-Mail: presse(at)pik-potsdam.de

Möchten Sie unsere Nachrichten per RSS Feed abonnieren?
RSS Feed rss feed