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Klimawandel in Deutschland - neuer Bericht

03.11.2016 - Von Durchschnittstemperaturen bis zu Wetterextremen: das bislang wahrscheinlich umfassendste Kompendium zum Klimawandel in Deutschland wurde heute in Berlin vorgestellt. 126 Autoren beschreiben die möglichen Auswirkungen sowie Anpassungsstrategien für verschiedene Naturräume, Wirtschafts- und Lebensbereiche. Der vom deutschen Climate Service Center (GERICS) herausgegebene Bericht ist als Ergänzung zur Arbeit des Weltklimarats IPCC konzipiert und erscheint wenige Tage vor der nächsten UN-Klimakonferenz in Marrakesch.

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, die in Deutschland mit dem Klimawandel konfrontiert sind, finden hier grundlegende Informationen zu Hochwasser, Dürre, schmelzendem Teer auf der Autobahn oder Tropenkrankheiten. Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, der einer der Redakteure der Kapitel zu den Folgen des Klimawandels ist: "In Deutschland sind die Klimarisiken weniger dramatisch als in vielen anderen Regionen – etwa in den USA, aber auch in europäischen Ländern wie Spanien. Aber auch bei uns nehmen Wetterextreme zu, und die Bauern werden zunehmend mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben. Deshalb müssen wir uns erstens dringend vorbereiten, etwa beim Hochwasserschutz oder in der Landwirtschaft bei der Auswahl der Pflanzen und bei der Art der Bodenbearbeitung. Und zweitens müssen wir wie alle Länder unseren Ausstoß von Treibhausgasen rasch reduzieren, um den Anstieg der Temperaturen zu begrenzen, hierzulande und weltweit. Deutschland könnte hier Pionier sein, und sollte daher dringend einen glaubwürdigen Klimaschutzplan für 2050 verabschieden."

"Klimawandel in Deutschland", herausgegeben von Guy Brasseur und Daniela Jacob, ehemaliger Direktor und gegenwärtige Direktorin des GERICS, einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, und Susanne Schuck-Zöller, ist bei Springer erschienen und als Open Access Publikation frei verfügbar: www.gerics.de/klimawandel_in_deutschland

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