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Klimafolgenforschung rüttelt an den Grenzen des Wissens

06.03.2015 - Eine weltweite Gemeinschaft von Wissenschaftlern, welche die Klimafolgenforschung auf eine neue Ebene bringen wollen, hat sich diese Woche in Österreich getroffen. Mehr als 130 Institute sind inzwischen Mitglied in dem vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ins Leben gerufenen Projekt zum internationalen Vergleich von Computersimulationen der Folgen des Klimawandels (Inter-Sectoral Impact Model Intercomparison Project, ISI-MIP). Die Teilnehmer diskutierten Erkenntnisse aus ihrer strengen Begutachtung der Folgenmodelle. Dabei verglichen sie die Ergebnisse der Simulationen auch mit Entwicklungen der Vergangenheit, um auf diese Weise die Modelle zu testen und wichtige Informationen über ihre Stärken und Schwächen zu gewinnen. Außerdem wurde über Pfade zu einer langfristigeren Koordination der Abschätzung von Klimafolgen erörtert.
Klimafolgenforschung rüttelt an den Grenzen des Wissens

Landwirtschaft, Wasser, Extremereignisse: Folgen des Klimawandels über Sektorengrenzen hinweg. Foto: thinkstock

"Der Workshop hat eine großartige Möglichkeit geboten, die Ergebnisse der ersten Phase von Computersimulationen zu debattieren, wobei einerseits Extremwetter und andererseits die Leistungsfähigkeit der Modelle im Mittelpunkt standen", sagt Katja Frieler, die das Projekt am PIK leitet. Ihr Team organisierte gemeinsam mit dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) das Treffen nahe Wien, das die Modellierer von globalen wie auch regionalen Klimafolgen zusammenbrachte, und dies aus einer großen Breite von betroffenen Sektoren.

Die erste Phase von ISI-MIP hat zu der Veröffentlichung von einer ganzen Reihe von Studien in den Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA geführt. Hier wurde erstmals das Ausmaß von Klimafolgen über die Grenzen von Landwirtschaft, Ökosystemen, Wasser und Gesundheit hinweg erfasst. Dabei wurden auch verbleibende Unsicherheiten von Projektionen aufgezeigt. In der zweiten Phase von ISI-MIP beziehen die Forscher weitere Sektoren mit ein, darunter Energie, Permafrost, Fischerei und Forstwirtschaft. Zusätzlich schauen Sie auch genauer auf die Verbindungen zwischen den verschiedenen Sektoren, und auf den Einfluss von Extremen und natürlichen Schwankungen.

 

Weblink zu ISI-MIP

Weblink zum Workshop am IIASA

Weblink zur PNAS special issue

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