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Internationale Auszeichnungen für junge PIK-Wissenschaftler

29.05.2015 - Sie arbeiten zu CO2-Steuern, der Energiewende und sogenannten „fliegenden Flüssen“ im Amazonasbecken – die exzellente Forschung mehrerer junger Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wurde nun ausgezeichnet.
Internationale Auszeichnungen für junge PIK-Wissenschaftler

Die jungen Wissenschaftler setzen sich auf vielfältige Art mit der Zukunft des Planeten auseinander. (Foto: Thinkstock)

Max Franks beschäftigt sich mit den steuerlichen Vorteilen einer CO2-Steuer. Seine Studie „Why finance ministers favor carbon taxes, even if they do not take climate change into account” wurde aus 200 Einreichungen ausgewählt als “Best Overall Paper” bei der dritten Jahreskonferenz der Green Growth Knowledge Platform, einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der Organisation für ökonomische Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Weltbank. Franks untersucht in seiner Studie die steuerlichen Anreize einer Besteuerung von Kohlenstoff im Vergleich zur Kapitalsteuer und kommt zu dem Ergebnis, dass eine CO2-Steuer mehr zum Gemeinwohl beiträgt als eine Kapitalsteuer.

Eva Schmid der Forschungsgruppe „Energy Strategies Europe and Germany“ untersucht, welche Akteure die bereits identifizierten technischen Möglichkeiten der Energiewende umsetzen können, ihre Motivation und die institutionellen Rahmenbedingungen. Ihr Beitrag “Qualitative Infrastrukturszenarien für die deutsche Energiewende: Integration von Akteuren und Institutionen in langfristige Technologiezukünfte“ wurde im Rahmen der 9. Internationalen Energiewirtschaftstagung an der TU Wien (IEWT) mit dem ‘Young Scientist Best Paper Award‘ ausgezeichnet.

Delphine Zemp forscht zum komplexen Netzwerk von Wasserkreisläufen in Südamerika. Sie gewann den Merian-Preis für ihr Poster zu „fliegenden Flüssen“: 20 Milliarden Tonnen Wasserdampf verdunsten jeden Tag durch die Bäume im Amazonasgebiet und gelangen so in die Atmosphäre. Diese Luftfeuchtigkeit wird vom Wind bis zu 3000 Kilometer nach Süden getragen, daher die Bezeichnung „fliegende Flüsse“, und trägt dort zu Niederschlägen bei. Unterwegs tauschen Vegetation und Atmosphäre Feuchtigkeit aus. Der Merian-Preis ehrt die besten Beiträge junger Wissenschaftler und wird jährlich von der Gesellschaft für Tropenökologie verliehen.

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