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Hurrikan Irma: "Energie aus der Wärme des Ozeans"

06.09.2017 - Der tropische Wirbelsturm Irma bedroht eine Reihe von Karibikstaaten und möglicherweise die USA. Hierzu hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ein Statement von Anders Levermann veröffentlicht, er ist am PIK einer der Forschungsbereichsleiter, außerdem Professor an der Universität Potsdam und Adjunct Scientist am LDEO der Columbia University in New York.
Hurrikan Irma: "Energie aus der Wärme des Ozeans"

Hurrikan Irma. Foto: Satellit GOES Infrarot-Aufnahme, National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)

"Hurrikan Irma hat gerade die Top Ten der stärksten je im Atlantik gemessenen Wirbelstürme erreicht - wir können nur hoffen, dass er über das Meer zieht und nicht direkt auf Kuba oder das dicht besiedelte Florida trifft. Auch für mich als Klimaforscher ist es bestürzend, dass wir nach Harvey innerhalb so kurzer Zeit bereits den zweiten möglicherweise verheerenden Sturm in der Region beobachten. Leider ist die Physik hier sehr klar: Hurrikans holen ihre zerstörerische Energie aus der Wärme des Ozeans, und die Wassertemperaturen in der Region sind überhöht. Das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas erhöht die Temperatur des Planeten und liefert damit Energie für immer stärkere tropische Stürme. Der Klimawandel verursacht also diese Stürme nicht, aber kann ihre Folgen übel verschlimmern. Die Frage wird auch sein, wie die US Regierung darauf reagiert, wenn sie sich um mehr als eine Naturkatastrophe gleichzeitig kümmern muss."

Mehr Informationen:
- National Hurricane Center der US-Behörde NOAA

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