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Kolumbiens Umweltministerin besucht das PIK

18.02.2014 - In den Anden schmelzen die Gletscher und am Amazonas ist der Regenwald bedroht – Kolumbien kennt die Risiken der globalen Erwärmung. Zu einem Gespräch über die Forschung zu Klimafolgen und Gegenmaßnahmen kam deshalb die Umweltministerin Luz Helena Sarmiento Villamizar mit ihrem Vizeminister und weiteren hochrangigen Vertretern des südamerikanischen Landes an das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Das Ende der langjährigen internen bewaffneten Konflikte führe dazu, dass mehr Wald gerodet werde – der Druck auf die Ökosysteme nehme also von allen Seiten zu, so die Ministerin. Deshalb suche sie dringend wissenschaftliche Unterstützung.
Kolumbiens Umweltministerin besucht das PIK

Kolumbiens Umweltministerin Luz Helena Sarmiento Villamizar am PIK, neben ihr Jürgen Kropp und Ingo Bräuer. Foto: PIK

„Wir sind bereits in konkreten Gesprächen über ein Verbundprojekt zwischen PIK, Peru und Kolumbien, in dem nachhaltige Entwicklungsoptionen – vor allem Landnutzungsalternativen – in Amazonien ausgelotet werden sollen, um die Minderung von Treibhausgasen und die Anpassung an den Klimawandel zu verbessern“, erklärt Jürgen Kropp vom PIK-Forschungsbereich Klimawirkung und Vulnerabilität. Im Rahmen eines durch die EU geförderten Projektes zu klimagerechter Stadtentwicklung wird zudem bereits eine konkrete Kooperation mit der Hauptstadt Bogotà vorbereitet. Die Stadt ist von Andengletschern abhängig, die einen großen Teil des Süßwassers liefern. Verschwinden diese, wird das Wasser knapp.

Über die Entwicklung des Baumbestandes im Amazonas-Regenwald sprach PIK-Forscherin Fanny Langerwisch mit der Ministerin. "Vielleicht können wir den Behörden des Landes mit unseren Computersimulationen helfen, die im Klimawandel widerstandsfähigeren Baumarten zu identifizieren und gleichzeitig die Biodiversität zu schützen", so Langerwisch. Sie arbeitet im PIK-Forschungsbereich Erdystemanalyse zum Thema Stabilität von Ökosystemen.

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