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Benefizkonzert auf dem Telegraphenberg: Der Klang des Waldes

02.09.2014 – Bereits zum zweiten Mal sind Solisten der Berliner Staatskapelle und Sänger der Staatsoper am vergangenen Samstag zu einem außergewöhnlichen Benefizkonzert auf den Potsdamer Telegrafenberg gekommen. Im stimmungsvollen Dunkel des Großen Refraktors erklärte Hans Joachim Schellnhuber - Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) - den Grund dieser einzigartigen Verschmelzung von Musik und Wissenschaft: „Die Wissenschaft kann den Verstand des Menschen erreichen, aber die Musik das Herz." Umrahmt von wissenschaftlichen Kurzvorträgen der PIK-Wissenschaftler Hermann Lotze-Campen, Susanne Rolinski und Christopher Reyer stand in diesem Jahr das Thema „Der Klang des Waldes“ mit klassischen und modernen Kompositionen im Mittelpunkt.
Benefizkonzert auf dem Telegraphenberg: Der Klang des Waldes

Sänger der Staatsoper beim Benefizkonzert mit PIK-Wissenschaftlern und der Staatskapelle Berlin. Foto: Chang/PIK

Im historischen Ambiente der Sternwarte ließen die Solisten der Staatskapelle Berlin und der Kammerchor „Apollini et Musis“, die von Günther Albers dirigert wurden, sowohl klassische Stücke von Brahms, Mendelssohn, Reger und Herzogenberg als auch zeitgenössische stochastische Kompositionen des Architekten und Musikers Iannis Xenakis erklingen. Bereits 2009 gründeten Musiker der Staatskapelle die gemeinnützige Stiftung NaturTon. Mit ihrer Klimaschutzinitiative „Orchester des Wandels“ möchten sie Brücken zwischen Umweltschutz und kulturellem Engagement schlagen sowie das Bewusstsein für solche Themen durch die Musik fördern.

„Überall auf der Erde schreitet die Abholzung voran“, erklärte Schellnhuber, der Mitglied des Kuratoriums der Stiftung NaturTon ist. Die Forschung am PIK zeige, dass es nur wenige natürliche Kräfte wie die großen Wälder gebe, die dem vom Menschen verursachten Klimawandel entgegenwirken könnten, so Schellnhuber weiter. "So ist es eine bittere Ironie, dass die Menschheit diesen Sicherheitsgurt in enormem Tempo zu zerfetzen versucht." Die PIK-Wissenschaftler würdigten in ihren Kurzvorträgen Bedeutung und Geschichte des Waldes und seine essentielle Rolle für das Klima – von den Herausforderungen der Landwirtschaft vor dem Hintergrund einer steigenden Weltbevölkerung bis hin zum Einfluss der Entwaldung auf den fortschreitenden Klimawandel.

Sämtliche Einnahmen gehen zugunsten der Stiftung NaturTon und fließen in ein Benefizprojekt in Madagaskar: Dort sollen vom bedrohte, im Streichinstrumentenbau verwendeten Ebenhölzer und Palisanderhölzer nachhaltig bewirtschaftet werden. Zur Umsetzung haben die Orchestermusiker gemeinsam mit Geigen- und Bogenbauern den Verein Eben!holz e.V. gegründet. Innerhalb von zehn Jahren werden in der Makira-Region auf 100 Hektar zerstörtem Wald über 30 verschiedene heimische Baumsorten angepflanzt und von der lokalen Bevölkerung nachhaltig bewirtschaftet.

 

Weblink zur Stiftung NaturTon: www.orchester-des-wandels.de.

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