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Wilhelm-Foerster-Preis 2013 für Hans Joachim Schellnhuber

28.03.2013 - Für seinen „wichtigen Beitrag, die globale Wirkung der Zivilisation auf das Klima zu erforschen und die Ergebnisse in das Bewusstsein der Menschen, in die Gesellschaft und Politik zu tragen“ wurde der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, gestern Abend mit dem Wilhelm-Foerster-Preis 2013 der Urania Potsdam ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten unter anderem Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Sabine Kunst, und der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs.
Wilhelm-Foerster-Preis 2013 für Hans Joachim Schellnhuber

Hans Joachim Schellnhuber während seiner Festrede (Foto: PIK)

„Die Urania ehrt heute einen global denkenden und agierenden Humanisten“, so Dieter Rauchfuß, Vorstandsvorsitzender der Urania Potsdam. Der Preis gelte all jenen, die sich „der Mühe des Erklärens“ widmen und Wissenschaft begreifbar machen. In ihrer Laudatio würdigte Ministerin Kunst Schellnhuber als „außerordentlich engagierte Persönlichkeit“ und „bedeutenden Wissenschaftler von internationalem Rang.“ Er sei ein „Bürger in der Tradition und dem Geist der Aufklärung, der das Gemeinwesen gestaltet“ – in Potsdam, aber auch auf internationalem Parkett. Dass das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung die Stadt im Namen trage, sei Ehre und Verpflichtung zugleich, ergänzte Oberbürgermeister Jann Jakobs.

Als langjähriger Weggefährte erzählte Stefan Rahmstorf, Forschungsbereichsleiter am PIK, von der „einzigartigen kreativen Institutskultur“, die Schellnhuber geschaffen habe, und äußerte seinen Respekt dafür, das Institut gegen alle Widerstände zu dem Erfolg und Ansehen geführt zu haben, den es heute genieße. Schellnhuber sei in vielen Dingen seiner Zeit voraus gewesen, betonte Rahmstorf, und habe neue Konzepte wie das 2 Grad-Ziel als Leitplanke mutig in die Politik eingeführt. Schellnhuber selbst sprach in seinem Festvortrag von der Verantwortung des Wissenschaftlers, dem Gewissen auch ohne Gewissheiten. Die Geschichte habe etwa in Auschwitz oder Hiroshima gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen könne, dass alles gut werde. „Wer einmal vom Apfel der Erkenntnis gekostet hat und aus dem Paradies der Ignoranz verstoßen ist“, so Schellnhuber, „trägt eine große Verantwortung.“

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