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Nachwuchspreis für Antarktis-Forscherin

03.05.2013 - Die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam hat ihren Nachwuchspreis für herausragende Veröffentlichungen in diesem Jahr an Ricarda Winkelmann verliehen. Die 27-Jährige befasst sich am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vor allem mit dem zukünftigen Beitrag der Antarktis zum Anstieg des globalen Meeresspiegels. Die Jury hob „ihren beeindruckenden Beitrag zum physikalischen Verständnis der Dynamik des Antarktischen Eisschildes“ hervor. Die junge Wissenschaftlerin hat maßgeblich mitgearbeitet an der Entwicklung einer Computersimulation der Vorgänge im Eis.
Nachwuchspreis für Antarktis-Forscherin

Ricarda Winkelmann bei einer Forschungsfahrt in die Antarktis mit der "Polarstern" des Alfred-Wegener-Instituts. Foto: M. Martin

„Die Ergebnisse ihrer Arbeiten sind von zentraler gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Bedeutung“, hieß es in einer Erklärung der Universität Potsdam. So hat die Wissenschaftlerin zusammen mit Kolleginnen und Kollegen herausgefunden, dass stärkerer Schneefall in der Antarktis zu mehr Eisverlust führen kann. Die globale Erwärmung bringt allgemein mehr Niederschlag, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit halten kann. Frühere Studien legten deshalb nahe, dass der Klimawandel zu einem Anwachsen des Antarktischen Eispanzers führen wird. In einer in Nature veröffentlichten Studie zeigen Winkelmann und ihr Team, dass viel von diesem zusätzlichen Eis wieder verloren geht, weil sich der Eisfluss in den Ozean beschleunigt.

Winkelmann hat an der Universität Potsdam ihre Doktorarbeit geschrieben, betreut von Stefan Rahmstorf; dieser ist zugleich Professor an der Hochschule und Leiter des Forschungsbereichs Erdsystemanalyse des PIK.


Weblink zur Studie "Increased future ice discharge from Antarctica owing to higher snowfall". Nature [doi:10.1038/nature11616]

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