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Klimawandel und Hochwasser

21.06.2013 - Die bundesweiten Überschwemmungen halten das Land nun schon eine Weile in Atem. Diese Woche hat Bundesumweltminister Peter Altmaier Hochwassergebiete in der Region Dessau/Bitterfeld besucht. Begleitet wurde er von Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der ihn zum Zusammenhang von Klimawandel und Extremwettern briefte, sowie Vertretern des Bundesamts für Naturschutz, des Umweltbundesamts und weiteren Experten. In den Tagen und Wochen zuvor hatten Gerstengarbe und andere Wissenschaftler des PIK bereits zahlreiche Interviews zum Thema gegeben, die rund um die Frage kreisten, ob der Klimawandel zu den Ursachen für die Flut gezählt werden kann.
Klimawandel und Hochwasser

Umweltminister Peter Altmaier beim Besuch der Hochwassergebiete. (Foto: BMU/Thomas Trutschel, photothek.net)

Gerstengarbe erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, solche Hochwasser könne es jederzeit wieder geben. Die Wahrscheinlichkeit nehme sogar zu, dass es zu vergleichbaren Wetterlagen komme, so Gerstengarbe auf ntv. Damit werden auch Hochwasser wahrscheinlicher. In verschiedenen Radio- und TV-Interviews und u.a. gegenüber dem Tagesspiegel erläuterte auch Hydrologe Fred Hattermann, man müsse in Zukunft wohl häufiger mit Hochwassern rechnen.

PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber bezeichnete den Klimawandel gegenüber der dpa als „interessanten Verdächtigen“. In der Regel werde unsere Großwetterlage von Luftströmen bestimmt, die in acht bis zehn Kilometern Höhe vom Atlantik Richtung Osten ziehen, so Schellnhuber. Störungen dieser Strömungen seien in den letzten Jahrzehnten häufiger vorgekommen, erst kürzlich untersuchte eine Studie des PIK, ob der Klimawandel dazu beitrage. Dazu äußerte sich auch Vladimir Pethoukov, Erstautor dieser Studie gegenüber der chinesischen Agentur Xinhua und des russischen Magazins Expert. Stefan Rahmstorf, Ko-Autor der Studie erläuterte die Zusammenhänge für AFP, aber auch in seinem Blog.

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