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Intensiver Austausch mit Experten aus Afrika

01.07.2013 – Zwei Gruppen hochrangiger Experten aus Afrika haben das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besucht, um drängende Fragen des Klimawandels zu diskutieren - etwa Veränderungen von Niederschlagsmustern und Wasserverfügbarkeit. Darüber hinaus suchte die eine Delegation Rat für den Aufbau des Panafrikanischen Institutes für Wasser- und Energiewissenschaft (Pan African Institute of Water end Energy Sciences - PAUWES) an der Abou Bakr Belkaïd Universität in Tlemcen, Algerien - das Institut soll Expertise für den gesamten Kontinent bereit stellen. Vor ihrem Besuch am PIK trafen die Gruppen den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Anlass war die offizielle Verkündigung der finanziellen Unterstützung für das Projekts.
Intensiver Austausch mit Experten aus Afrika

Eine Delegation der Pan African University am PIK. Foto: PIK

„Es ist enorm wichtig, dass Afrika seine Forschungskapazitäten ausbaut, und wir freuen uns, wenn wir hier mit unseren Ergebnissen etwas beitragen können", sagt Fred Hattermann vom PIK-Forschungsbereich Klimawirkung und Vulnerabilität. „Afrika ist eine der Regionen, die am stärksten von den Folgen der globalen Erwärmung betroffen sein wird, und gleichzeitig eine der Regionen, die am wenigsten zum Treibhausgasausstoß der Vergangenheit beigetragen hat.“ Dies sei nicht einfach ein Höflichkeitsbesuch gewesen, betont er. Die Experten diskutierten technische Aspekte wie das Absichern der Qualität von Daten und Themen wie nachhaltige Anpassungsstrategien angesichts unsicherer künftiger Entwicklungen.

Commissioner Martial De-Paul Ikounga der Afrikanischen Union zeigte sich sehr zufrieden über das Treffen und nannte es "einen Höhepunkt" des einwöchigen Besuchs in Deutschland.

Insbesondere interessierte sich die Delegation auch für die Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und die Förderung von Innovation und Unternehmertum. Ein Vertreter des Climate-KIC Deutschland (Knowledge and Innovation Community) berichtete den afrikanischen Fachleuten von Erfahrungen und neuen Ansätzen. Das KIC wurde von der Europäischen Union initiiert, Aufsichtsratsvorsitzender ist der Direktor des PIK.

Einige Tage zuvor besuchte eine Delegation von Direktoren des African Ministers’ Council on Water (AMCOW) Directors’ das PIK. Unter den Vertretern von 22 Ländern - von Ägypten bis Zimbabwe, von Mauretanien bis Kenia - befanden sich die höchstrangigen für Wasserthemen zuständigen Beamten dieser Länder. Besonderes Interesse hatte diese Delegation an den Themen von Wassersicherheit und klimaresistenter Entwicklung des Wassersektors in Deutschland. Die Forschung des PIK erfasst sowohl die nationale als auch die globale Ebene, und in einigen Fällen verknüpft sie beide. So wurden etwa Erkenntnisse eines Projekts zu globalen Klimafolgen für das Elbe-Einzugsgebiet in Deutschland auf das Nigerbecken in Westafrika übertragen.

 


Weblinks zu PIK-Projekten zu Afrika:

  • DEWFORA – Improved Drought Early Warning and Forecasting to strengthen the preparedness and adaptation to droughts in Africa http://dewfora.net/
  • AFROMAISON - Africa at meso-scale: Adaptive and integrated tools and strategies on natural resources management http://www.afromaison.net/
  • IMPACT2C - Quantifying projected impacts under 2°C warming http://www.hzg.de/mw/impact2c/

 

Weblink zum Climate KIC: http://www.climate-kic.org/

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