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Nobelpreisträger spricht zu Potsdamer Doktoranden

11.05.2012 - Nobelpreisträger Mario Molina hat diese Woche das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) besucht. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Treffens der Nachwuchswissenschaftler des Instituts (PhD Day) beschäftigte Molina sich mit dem Transfer von Forschungsergebnissen zum Klimawandel. „Die wissenschaftliche Gemeinschaft muss politischen Entscheidungsträgern die Risiken des Klimawandels besser kommunizieren“, sagte Molina.
Nobelpreisträger spricht zu Potsdamer Doktoranden

Nobelpreisträger Mario Molina im Hörsaal.

Unter den Experten gibt es den Konsens, dass das Risiko eines gefährlichen Klimawandels bei einem Anstieg der Mitteltemperatur um zwei oder zweieinhalb Grad Celsius rapide zunimmt, und dass die wirtschaftlichen Schäden voraussichtlich signifikant höher liegen als die Kosten zur Minimierung dieser Risiken“, betonte Molina in seinem Vortrag. Gemeinsam mit zwei weiteren Forschern wurde er 1995 für seine Arbeit zu Bildung und Abbau von Ozon in der Atmosphäre mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet. Derzeit ist Molina Professor an der Universität von Kalifornien, San Diego sowie Präsident des „Mario Molina Zentrums“ in seinem Heimatland Mexiko.

 

Für die gut hundert Doktoranden am PIK gab es am PhD Day nicht nur Gelegenheit zum Austausch mit „Mister Ozon“ Mario Molina. Der PIK-Gastwissenschaftler Ken Caldeira vom Department of Global Ecology am Carnegie Institut in Washington und Professor an der Stanford School of Earth Sciences sprach zu den "beabsichtigten und unbeabsichtigten Konsequenzen des Geoengineering" - eines der Themen die am PhD Day auch von den Doktoranden selbst diskutiert wurden. Erstmals fand der Tag teils in einem offenen Format statt: In kurzen Zeitabschnitten von jeweils 30 Minuten wurden in wechselnden Gesprächsrunden neben der Rolle des Wissenschaftlers in der öffentlichen Debatte unter anderem auch Themen wie CCS oder Biomasse diskutiert.

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