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Neue Köpfe in den Forschungsbereichen

02.04.2012 - An der Spitze der vier Forschungsbereiche des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hat es im März gleich eine ganze Reihe von Wechseln gegeben. Die neue Mannschafts-Aufstellung ist Ergebnis eines größeren Prozesses zur Schärfung des Forschungsprofils. Das Ziel bleibt unverändert: Exzellente Forschung.
Neue Köpfe in den Forschungsbereichen

Planet PIK. Foto: Jan Philipp Dietrich

Im Forschungsbereich „Erdsystemanalyse“ (FB I) wird mit dem Physiker Wolfgang Lucht, der an die Seite seines unverändert als Leiter amtierenden Fachkollegen Stefan Rahmstorf rückt, die Kopplung von Modellen aus Biosphäre und dem physikalischen Erdsystem voran getrieben. Der bisherige Ko-Leiter dieses Forschungsbereichs, Wolfgang Cramer, wechselte als Direktor des Institut Méditerranéen de la Biodiversité et d’Ecologie Marin et Continentale nach Frankreich. Lucht war bislang einer der beiden Leiter des FB II „Klimafolgen und Vulnerabilität“.

Dieser Forschungsbereich wird nun von Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Hermann Lotze-Campen geleitet. Der Meteorologe Gerstengarbe war bislang bereits Mitglied des PIK-Direktoriums. Lotze-Campen war als Agrarökonom leitender Wissenschaftler im FB I. Mit diesem neuen Führungsduo wird eine stärkere Fokussierung des Forschungsbereichs auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen angestrebt. So könnten sowohl Wetterextreme als auch Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und damit die Nahrungsproduktion erhebliche Folgen für Gesellschaften weltweit haben.

Der FB III „Nachhaltige Lösungsstrategien“ hat sein Leitungsteam erweitert. Neben dem Ökonomen und PIK-Vizedirektor Ottmar Edenhofer, der unter anderem zur Vermeidung des Klimawandels und zur Zukunft des Energiesystems forscht, ist hier nun auch der Physiker Anders Levermann tätig. Levermann war bislang bereits Gruppenleiter im Forschungsbereich Erdsystemanalyse. Nun wird er Schritt für Schritt Forschung zur Anpassung an den Klimawandel aufbauen und hierbei Möglichkeiten und Grenzen von Adaptation aufzeigen.

Die stark mathematisch geprägte Erkundung von komplexen Netzwerken und Nonlinearitäten in sozialen wie natürlichen Systemen in FB IV wird nun komplettiert durch die sozialwissenschaftliche Erforschung gesellschaftlichen Stoffwechsels, wo gleichfalls Netzwerke und dynamische Prozesse von zentraler Bedeutung sind. Der Mathematiker Jürgen Kurths ist weiterhin einer der zwei Leiter des Forschungsbereichs. Sein Kollege Carlo Jäger ist in den Ruhestand gewechselt. An dessen Stelle tritt Helga Weisz, die als Kulturwissenschaftlerin und Biologin die Analyse von sozialen Metabolismen vorantreibt und bisher Ko-Leiterin im FB II war.

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