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Geo-Engineering: Debatte zwischen "handfesten Lösungen" und "ausgefallenen Fantasien"

16.07.2012 - Von gigantischen Sonnenreflektoren in der Erdumlaufbahn über die Impfung von Wolken bis hin zu Ozeandüngung – Möglichkeiten und Risiken großtechnischer Eingriffe in das Erdsystem haben in der vergangenen Woche namhafte Wissenschaftler diskutiert. Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, IASS-Wissenschaftsdirektor Marc Lawrence, Ken Caldeira von der Universität Stanford in Kalifornien und Philosophie-Professor Konrad Ott von der Universität Greifswald debattierten zum Thema „Geo-Engineering – Segen oder Fluch?“ in der Robert Bosch Stiftung in Berlin.
Geo-Engineering: Debatte zwischen "handfesten Lösungen" und "ausgefallenen Fantasien"

Großer Publikumsandrang in der Robert Bosch Stiftung

Der Besucherandrang war weitaus größer als es die Anzahl der verfügbaren Plätze zuließ. Mehr als 100 Zuschauer folgten dem von Markus Becker (Spiegel) moderierten Austausch über das Drehen am Thermostat der Erde im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Neugier, technischer Machbarkeit sowie ökologischer und ethischer Implikationen. Letztendlich laufe die Frage des Geo-Engineering als Antwort auf den Klimawandel auf eine einfache und grundsätzliche Entscheidung hinaus, fasste PIK-Direktor Schellnhuber die Debatte am Ende des Abends zusammen. „Warum sollte man sich an ausgefallene Fantasien halten, wenn man handfeste Lösungen zur Hand hat?“, so Schellnhuber: „Wer nicht nur das Klima schützen möchte, sondern auch das Energieproblem lösen will, der muss auf erneuerbare Energien setzen.“

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der vom PIK initiierten Global Sustainability Summer School (GSSS) statt. Die Sommerschule zur Globalen Nachhaltigkeit versammelt herausragende Klimaforscher und Nachwuchskräfte aus aller Welt vom 8.-21.Juli in Potsdam und findet zu gleichen Teilen am IASS und PIK statt.

Weblink zur Internetseite der GSSS

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